Stefanie aus Hamburg / "Gäste ganz easy"


Heute: Stefanie aus Hamburg
Blog: https://gaesteganzeasy.wordpress.com/

• Name deines Foodblogs
> Gäste ganz easy. (Be-)kochen ohne Stress.

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Mein Name ist Stefanie Ostendorf, und ich wohne im schönen Hamburg. Ich bin 43 und hauptberuflich Mutter von 3 Kindern. Neben meinem kleinen Foodblog ist mein großes Hobby Tennis – so richtig, mit regelmäßigem Training, Mannschaft und Turnieren und allem drum und dran.

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
> Mein Blog hat, wie man ja schon im Namen erkennt, ein ganz eindeutiges Thema: Kochen für Gäste. Ich schreibe nur Beiträge über Rezepte, die sich entweder gut vorbereiten lassen oder ganz schnell zuzubereiten sind. Er soll nicht nur Inspiration sondern praktische Hilfestellung bieten, damit mehr Zeit für Geselligkeit übrigbleibt…

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten? Und warum überhaupt ein Foodblog?
> Wir haben zu Hause immer viele Freunde zu Besuch, die ich mit Leidenschaft bekoche. Ich bin irgendwann so oft nach Rezepten gefragt worden, dass ich beschlossen habe, alles aufzuschreiben.
Mein Mann kann dem Ganzen noch einen anderen positiven Aspekt abgewinnen: er hat mich schon lange gedrängt, meine Rezepte systematischer zu sammeln, damit man sie nicht verlegt oder wieder vergisst – jetzt hat er alles schön ordentlich archiviert.

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Bei mir war das schon ganz klar die Zeit, in der die Kinder noch Babys waren. Früher bin ich viel ausgegangen. Dann war ich plötzlich so viel ans Haus gebunden – und wollte ja trotzdem gerne etwas Gutes essen. Außerdem kamen dann auch viel mehr Freunde bei uns vorbei, anstatt dass wir uns im Restaurant getroffen haben. So bin ich da irgendwie langsam reingewachsen. Und der Kochbuchhype, der sich dann langsam anfing zu entwickeln, hat sein übriges dazu getan.

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Küche und Esstisch!

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Mais und gekochte Möhren. Ansonsten esse ich tatsächlich quasi alles.

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> Ganz klar: Ingwer und Kichererbsen.

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Ich war zwar noch nie dort, aber ich würde wahnsinnig gerne die authentische indische Küche kennenlernen.

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> ??? Da müsst Ihr mal meinen Mann fragen…

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> Meinen Mixer und Pürierstab.

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Inspiration ist überall: in Zeitschriften und Kochbüchern natürlich, bei Pinterest, aber auch in Restaurants, bei Freunden, im Garten und auf der Straße. Ich habe mal einen Artikel zu dem Thema geschrieben:
https://gaesteganzeasy.wordpress.com/…/pizza-mit-wildschwe…/

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> Och, eigentlich ganz ok. Wenn man zwischendurch Fotos macht, dann ist man ja gezwungen, immer mal wieder kurz etwas zu verräumen und aufzuwischen. Das hilft…

• Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebüt und wird wahrscheinlich nie ausgetauscht?
> Der Flaschenöffner – für den „Kochwein“.

• Hand auf ’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Natürlich geht auch mal was schief! Und dann ist es gut, wenn man Nachbarn hat, die noch ein Stück Butter übrig haben, damit man gleich nochmal loslegen kann.

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?
> Beides. Ich kann mich schon gut entspannen beim Kochen, aber das gemeinsame Essen ist doch am schönsten.

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> Bei einem Foodblog ist es oft gar nicht so einfach, die Grenze zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit zu ziehen, da Essen und Kochen so stark in den Familienalltag eingebaut ist. Ich habe das für mich so gelöst, dass ich schon Anekdoten erzähle, sowohl von mir und meiner Familie als auch von unseren Gästen – aber vollkommen anonym. Und auf meinem Blog gibt es ausschließlich Fotos von meinen Gerichten, aber nicht von Personen.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Mein Handy ist am Esstisch tabu. Das mit den Fotos organisiere ich immer anders. Und das erwarte ich auch von meinen Kindern und von meinen Gästen. Mir ist es lieber, die Menschen konzentrieren ich auf Ihr Essen und Ihr Gegenüber als auf die Inszenierung des Augenblicks.
Einmal habe ich sogar tatsächlich schon die Fotos vergessen:
https://gaesteganzeasy.wordpress.com/…/harry-potter-und-di…/

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser?
> Na ja – ich schaue schon einmal am Tag in meine Statistiken…

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Ganz klar: für die Welt. Mit missionarischem Eifer für mehr Geselligkeit!

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten?
> Alle, die so tolle Fotos machen – daran muss ich noch arbeiten.

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Ich höre gern Radio. Zum Beispiel Soundcheck auf Radio1. Da werden immer neue Musiker und Platten vorgestellt.

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
> Wenn schon, denn schon – Hans Haas

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> Für Wochenendkuchen - Cynthia Barcomi.
Auch dazu gibt es eine kleine Geschichte: https://gaesteganzeasy.wordpress.com/…/was-hat-berlin-in-d…/

• Wie groß ist deine Küche?
> Zum Glück groß – ich schätze mal so 25qm.

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> Ein bisschen Gefühl muss schon rüberkommen. Irgendeine Geschichte, die mit dem Gericht verbunden ist. Denn Kochen ist ja nicht nur Handwerk…

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest, was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
> Ist das nicht toll? NICHTS!
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• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3

> Foodblogs:
1. Knusperstübchen, weil es da von allem etwas gibt, auch Familiengerichte
2. Heavenlynn Healthy (als Sportlerin, klar)
3. Ich mach´s mir einfach (vor allem für die süßen Sachen)

> Kochbuch:
1. Donna Hay, Modern classics
2. Kochen für Gäste vom Kochhaus
3. Yotam Ottolenghi, Vegetarische Köstlichkeiten

> Musikalbum:
1. Blur
2. The Black Keys
3. Wilco

> Kochutensilie:
1. Mixer/Pürierstab
2. Flaschenöffner
3. mein kleines Victorinox-Messer
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• Salz oder Pfeffer?
> Salz

• Bier oder Wein?
> Wein

• Süß oder Herzhaft?
> Herzhaft

• Hauptgang oder Dessert?
> Hauptgang

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> Early Bird

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> Gesundes Mittelmaß würde ich sagen.

• Kaffee oder Tee?
> Kaffee
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• Lieblings...:
> ...messer: das kleine spitze Victorinox
> ...gewürz: Ingwer
> ...koch: Donna Hay
> ...kochzeit/tag: immer Mittags, und Freitag abends (da gibt es mittags Müsli)
> ...rezept: kann ich nicht sagen, das kommt ganz auf den Anlass an, das kann ein gutes Sandwich sein, ein Salat mit interessanten Zutaten, eine wärmende Suppe, Pasta oder auch mal ein richtiger Braten

Fotos © Stefanie https://gaesteganzeasy.wordpress.com/