Christine aus Stuttgart / "Torten by trickytine"


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Heute: Christine aus Stuttgart
Blog: "Torten by trickytine"
https://www.facebook.com/TortenByTrickytine

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Im realen Leben heiße ich Christine, bin thirty-something und lebe im schönsten Metropole-le der ganzen Welt, nämlich Stuttgart. Ich arbeite als Vertriebsassistentin bei einer Softwarefirma. Und liebe es zu reisen, zu tanzen, zu feiern, zu kochen, zu backen, zu essen, zu reden, zu lachen und zu schlafen. Am liebsten auf unserem Sofa bei laufendem Fernseher.

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
> Wahrscheinlich gar nicht so viel…grundsätzlich hat bestimmt jeder Blogger, der stundenlang in der Küche steht, backt und kocht, food styled und fotografiert, Fotos bearbeitet, kreative Geschichten zu seinen Werken erzählt, diverse Mails und Fragen seiner Follower beantwortet und dabei ganz viel Zeit, Leidenschaft und auch Geld investiert, den gleichen Antrieb: die Liebe zum Genuss, der Wunsch nach Ausdruck, die Freude über ein vollendetes Werk und schönes Feedback seiner Leser. Ich freue mich über jeden Blogger, der dies spürbar auf seine Art und Weise umsetzt!

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten? Und warum überhaupt ein Foodblog?
> Gekocht habe ich schon immer sehr gerne und leidenschaftlich. Backen? War bis vor 1,5 Jahren überhaupt nicht mein Ding...bis ich irgendwann diese wundervoll verzierten Motivtorten auf verschiedenen Blogs und Pinterest entdeckte, die mich so verzauberten, dass mein Ehrgeiz mich packte und ich mir vornahm: das möchte ich auch können! Nach langen theoretischen Stunden des Studierens von Tortenblogs entstand meine erste Motivtorte für liebe Freunde, dann folgte die zweite für einen Geburtstag…und seitdem backe ich wie eine Wahnsinnige!

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Ganz klar – meine Mama! Sie hat immer frisch und mit ganz viel Liebe für uns gekocht, auch heute noch habe ich ganz hohe Ansprüche, wenn ich schwäbische Klassiker wie Maultaschen, Linsen & Spätzle oder Kartoffelsalat esse. Mit dem Ergebnis: keiner kann´s so gut wie sie! Samstags gab es immer eine köstliche Fleischbrühe mit Nudeln und Gemüse, Sonntags einen fantastischen Braten mit viel Sauce und Spätzle, und jedes Wochenende selbstgebackenen Kuchen und Hefezopf. Meine Mama ist und bleibt mein persönlicher Genuss-Benchmark!

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Am liebsten direkt vom Ort des Geschehens – aus der Küche! Dann sitze ich zwischen Laptop, Kamera, Torten, Kuchen, Gebäck….und erzähle der Welt da draußen eine kleine Geschichte, die mich mit meinem Werk verbindet.

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Schnecken. Muscheln (bis auf Jakobsmuscheln. Davon bitte aber auch nur so 2-3 Stück). Und ich mag keinen ganzen Fisch, der mich aus seinen leblosen Augen anglotzt, auseinanderfieseln. Den nehme ich lieber grätenfrei und frisch filetiert. Oweh und – ganz furchtbar - Bittergurke. Das war mit Abstand das Schlimmste, was ich je essen musste, während meiner vierwöchigen Ayurveda-Kur in Sri Lanka. Leider war Bittergurke laut meiner Ärztin das Nonplusultra zum Ausgleich meines Doshas, und wurde mir stoisch morgens-mittags-abends serviert. Da ich aber bei einer Kur war und nicht im Dschungelcamp, habe ich die Bittergurke ebenso stoisch links am Tellerrand liegen lassen. Sollte Euch also mal eine dieser bitteren Gurkendinger begegnen….rennt um Euer Leben!

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> Butter! Zitronenabrieb! Frische Sommerbeeren! Salzkaramell! Koriandergrün!

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Ganz weit vorne: Thailand. Kulinarisch gesehen mein absoluter Traum! Und Italien. Aber auch Spanien. Österreich. Frankreich. Bisher habe ich in fast jedem Land köstliche kulinarische Erlebnisse gehabt (bis auf mein Bittergurkentrauma in Sri Lanka).

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> In der heißen Phase wie Torte eindecken, Fleisch auf den perfekten Garpunkt bringen oder Saucen abschmecken – bitte nicht ansprechen, da bin ich konzentriert wie ein Adler und gebe nur noch kurze und scharfe Kommandos im Generalston ab

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> Auf Musik! Ab und an lege ich auch gerne mal ein Küchentänzchen ein, das befreit so schön und holt mich heraus aus meinem Torten-Tunnelblick.

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Inspiration finde ich überall. Manchmal habe ich vor dem Einschlafen die Vision von einer Torte. Oder ganz klassisch beim Lesen meiner Lieblingsblogs und beim Stöbern auf Pinterest. Viel lieber aber lasse ich mich von meinem Gefühl leiten, oder eine Torte entsteht total freestyle ganz ohne Rezept, nur mit Dingen und Zutaten, auf die ich gerade Lust habe. Inspiration finde ich grundsätzlich toll und wichtig, aber oft entdecke ich auch, dass sich viele an den gleichen Trends orientieren, die gleiche „Bloggersprache“ sprechen und dabei ganz viel Individualität verloren geht. Von daher versuche ich eher, Dinge auf meine Art umzusetzen und auszudrücken.

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> Schlimm.

• Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebüt und wird wahrscheinlich nie ausgetauscht?
> Mein banaler Holzdrehteller von IKEA, der mir beim Eindecken jeder Fondanttorte treue Dienste geleistet hat.

• Hand auf’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Da ging schon ganz viel schief, vor allem in meiner Anfangsphase. Seltsamerweise empfanden alle anderen die Werke trotzdem als „Aaahh so toll, wie machst Du das nur??!“. Von daher habe ich meinem kleinen inneren Richter öfter mal beherzt auf die Finger geklopft und gehe mittlerweile mit kleinen Pannen wesentlich entspannter um.

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?
> Beim Backen ist definitiv der Weg das Ziel. Es dauert einfach seine Zeit, bis ein Kuchen ordentlich ausgekühlt ist, oder die Tortenfüllungen im Kühlschrank fest werden. Am Anfang war das ganz schlimm für mich, denn Geduld war noch nie meine Stärke…von daher ist Backen mittlerweile eine Art Kopf-Yoga für mich. Beim Kochen wiederum möchte ich einfach nur schnell essen, denn ich finde es einfach zu schade, wenn das liebevoll und stundenlang zubereitete Hauptgericht kalt wird oder das Dessert vom Teller herunter schmilzt!

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Ich persönlich achte darauf, saisonal & regional einzukaufen. Im Winter gibt es bei mir keine Erdbeeren. Fleisch kaufe ich beim Metzger meines Vertrauens. Ich kaufe gerne Bio, das bereitet mir persönlich wirklich ein besseres Verbrauchergefühl. Ganz wichtig finde ich, dass man den Grundstein für gutes Essen und das Verständnis für gesunde Ernährung schon bei Kindern legt. Und auch Food Blogs spielen auch eine große Rolle, denn sie klären auf und man bekommt tolle Inspirationen, Bilder und Rezepte zum selber kochen und backen!

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> Das ist für mich vergleichbar mit dem Abschmecken eines Gerichts: zu wenig schmeckt fad und langweilig – zu viel kann scharf oder ungenießbar werden. Am Ende des Tages möchte ich mich mit allem wohl fühlen, auch mit dem, was ich von mir preisgebe.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Einer meiner Vorsätze für 2014 – öfter mal offline gehen! Ich arbeite noch daran

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Ich backe und koche in erster Linie für mich, bzw. meine Lieben, die um den Tisch sitzen und genießen, was ich ihnen zubereitet habe – oder die Torte überreicht bekommen, die ich ihnen gebacken habe. Das darüber Bloggen und Erzählen richte ich natürlich an die Welt da draußen, und ja: ich freue mich wahnsinnig, wenn Menschen meine Geschichten lesen mögen, meine Werke schätzen und am allermeisten: wenn ich mit meinem Tun begeistern und motivieren kann! Ein grandioses Gefühl!

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten?
> Oh da gibt es so viele….zu viele, um hier alle aufzuzählen! Nebst den vielen großartigen Künstlern und Bloggern schätze ich besonders die Kollegen, die mir offen, herzlich und ganz ohne Konkurrenzdenken begegnen.

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Alle Soul & Discoklassiker der 80er und 90er Jahre! Wenn „Ain´t nobody“ von Chaka Khan im Radio läuft, vergesse ich meine Torten, stelle Sonos auf LAUT und TANZE!

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
> Jamie Oliver. Der ist smart und kocht intuitiv, das mag ich!

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> Mein super oldschool Backbuch „Backvergnügen wie noch nie“. Ein Geschenk zu meiner Konfirmation, zu der Zeit bekam man echt noch Aussteuer und Kochbücher überreicht. Damals fand ich das total doof und spießig, heute liebe ich diesen Klassiker der Backbücher sehr!

• Wie groß ist deine Küche?
> Im Vergleich zur Rest unserer Wohnung erstaunlich groß! Wir hatten schon bis zu 10 Personen in der Küche sitzen, während ich für alle gekocht habe. Da dürfen die Gäste nicht unter Klaustrophobie leiden....aber ich finde es herrlich und genieße das!

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> Authentizität! Ich finde, man spürt sofort, ob ein Blogger echt ist. Und ich spreche nicht davon, alles von sich erzählen zu müssen, um Nähe zum Leser aufzubauen. Nein, ich spreche davon, dass ich sehr begeistert bin, wenn jemand seine eigenen Visionen umsetzt. Vielleicht Dinge auch mal ganz anders macht oder betrachtet. Nicht jedem Hype hinterher hechelt. Seinem Blog einen eigenen Style gibt. Es gibt einige wenige Blogger, die genau das können – und diese verfolge und lese ich auch mit ganz viel Freude!

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest,
was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
> An meinem Leben würde ich gar nichts ändern, ich fühle mich sehr gesegnet! Meiner facebook Seite würde ich heute einen anderen Namen geben, denn trickytine kann noch viel mehr als Torten so langsam wird mir facebook als einziges Medium auch zu klein für alle meine Visionen und ich habe ganz viele Ideen, trickytines Welt weiter auszubauen…stay tuned, 2014 wird ein spannendes Jahr!

• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3

> Foodblogs:
1. Karin von Lisbeths.de, meine allerliebste Bloggerschwester –
weil sie so herrlich warmherzig, witzig und voller Herzblut für die Sache ist!
2. Linda Lomelino von Call me cupcake!, weil ich all ihre Werke und ihren Stil liebe!
3. Angélique von Tortenschön, weil ihre Torten mich zum Träumen bringen!

• Kochbuch:
1. „Backvergnügen wie noch nie“
2. „Delicious Days“ von Nicole Stich
3. „Die Kunst des Einladens“ von Donna Hay

> Musikalbum:
1. „Thriller“ Michael Jackson
2. „Greatest Hits“ Kool & the Gang
3. „Gold“ ABBA

> Kochutensilie:
1. Gasherd
2. Microplane-Reibe
3. mein thailändisches Hackmesser

• Salz oder Pfeffer?
> Salz! Und zwar gutes!

• Bier oder Wein?
> Lieber Wein. Noch lieber Crémant, einen leckeren Winzersekt oder Champagner!

• Süß oder Herzhaft?
> Herzhaft! Macht mich einfach satter. Und glücklich macht mich danach was Süßes!

• Hauptgang oder Dessert?
> …wir streichen bitte das „oder“ aus der Frage!

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> Zu früh geweckt werden macht mir ganz schlechte Laune dafür schlafe ich gerne auch mal vor 22 Uhr auf dem Sofa ein….ich bin ein großes Baby, was den Schlafbedarf angeht.

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> Weder noch.

• Kaffee oder Tee?
> Kaffee! Morgens, den weltbesten, frisch gemahlen & aufgebrüht von meinem Mann!

• Lieblings...:
> ...messer: mein Hackmesser aus Thailand
> ...gewürz: Maldon Salz, Chili, Tonkabohne, sämtliche Kräuter dieser Welt
> ...koch: meine Mama
> ...kochzeit/tag: am Wochenende, mit einem Glas Wein und viel Zeit und Muse
> ...rezept: gute & „ehrliche“ Klassiker!