Birgit aus Stuttgart / "Die Landfrau"


portrait.png
blog.png

Heute: Birgit aus Stuttgart
Blog:
"Die Landfrau"
www.dielandfrau.com

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Name: Birgit Neußer, Alter: 45, Wohnort: Stuttgart, Beruf: Marketingleiterin, Hobbies: Kochen, DIY-Projekte, Interieur, Musik, die Welt bereisen.

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
> Die Vielfalt – nicht nur Rezepte sondern auch DIY-Anleitungen, Reiseberichte und das Kennenlernen seltener oder in Vergessenheit geratener Gemüse-Obstsorten machen meinen Blog bunt. Die Welt ist mein Zuhause und meine Gerichte sind multikulturell, zwischen Moderne und Tradition. Von Neuseeland bis Stuttgart. Lieber vegetarisch als üppig fleischig.

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten?
> Der Wunsch andere an meinen Leidenschaften teilhaben zu lassen und sie zu inspirieren. Und auf meine Marke „Die Landfrau“ aufmerksam zu machen – ich betreibe eine kleine Manufaktur für Marmeladen und Pestos.

• Und warum überhaupt ein Foodblog?
> Da ich in der gehobenen Gastronomie gelernt habe, ließ mich die große Kochkunst nie wieder los. Dafür möchte ich meine Leser ebenfalls begeistern und ihnen aufzeigen, dass die Zubereitung von gutem Essen kein Hexenwerk ist.

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Meine Großmutter Maria aus Niederbayern war die beste Köchin der Welt. Meine Mutter feiert gerne Parties, hat eine eigene Eventlocation in Auckland und versteht sich auf Tischdekorationen und gesunde Ernährung. War doch klar, dass ich dann Foodbloggerin werde.

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Wenn ihr alle noch schlaft, sitze ich schon auf meinem Sofa und haue in die Tasten.

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Matschige Zwiebeln – iiih! Blutwurst muss auch nicht sein.

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> Zimt, den verwende ich überall.

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Italien, Frankreich, Indien, Thailand...

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> Das hoffe ich mal nicht…

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> Gutes Werkzeug ist unerlässlich. Ein gut schneidendes Messer ein Muss.

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Die Spaziergänge durch´s Leben, mit wachem Auge – um das Schöne zu finden.
Weitere Inspirationsquellen: meine durchgeknallte 14jährige Tochter, Reisen um die Welt – Paris und London liebe ich sehr, andere schön gestaltete Blogs, das social web von Instagram bis Pinterest.

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> Leider muss ich euch enttäuschen. Wer in einer Großküche gelernt hat, ist es gewohnt immer alles gleich wegzuräumen.

• Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebüt
und wird wahrscheinlich nie ausgetauscht?
> Ein tatsächliches Hilfsmittel ist mein Paprika-Tomatenschäler. Super praktisch.

• Hand auf’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Im Milch überkochen lassen bin ich große Meisterin.

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?
> Das kommt auf das Gericht an. Ist die Zeit auf meiner Seite, wird jeder Schritt zelebriert.

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Die Normen, die vorschreiben wie Obst und Gemüse auszusehen haben, lassen Vieles vom Markt verschwinden. Das Bewusstsein für saisonale, regionale Lebensmittel sollte gestärkt werden. Somit verschwinden automatisch Konservierungsstoffe aus unserem Essen, da es nicht radioaktiv bestrahlt/haltbar gemacht werden muss. Ich bin ein Vertreter von Bio Obst- und Gemüse. Wenn Fleisch, dann regionales Biofleisch. Genmanipulierte Lebensmittel mit Geschmacksverstärkern kommen bei mir keinesfalls auf den Tisch. Der Markt bestimmt das Angebot und je mehr Menschen sich einer bewussten Ernährung anschließen, mehr hinterfragen, umso eher ist sicher gestellt, dass mit Lebensmitteln behutsamer umgegangen wird.

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> Ein Beispiel, meine Großmutter starb letztes Jahr. Das war sehr schwer für mich. Darüber habe ich auf meinem Blog nicht berichtet, aber ich habe ihr Lieblingsgericht gekocht, es gepostet und eine Hommage auf sie verfasst.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Die Landfrau ist auf allen Kanälen immer „on“.

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser?
> Klickhascherei überlasse ich anderen. Sicherlich könnte ich ganz Vieles auf meinem Blog optimieren. Doch die Leserschaft wächst und wächst und macht die Landfrau glücklich.

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Für die Welt und meine Familie.

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten?
> photisserie für ihren schönen Blick durch die Kamera und die verführerischen Pâtisserie Rezepte und Holly Becker von decor8 für ihre Kreativität.

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Momentaner Lieblingssong: „Same Love“ von Macklemore. Dieses Lied hat alles, was ein Lied braucht. Es ist cool, es ist mutig und es groovt.

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
> Gar keine Frage: mit Yotam Ottolenghi. Ich glaube wir zwei würden uns gut verstehen.

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> Mein selbst geschriebenes.

• Wie groß ist deine Küche?
> Da ich sie selbst gestaltet habe, befindet sich in der Mitte der Küche ein Küchenblock auf dem ich wunderbar Essen anrichten und fotografieren kann. Diese Fläche ist Gold wert.

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> Es ist die Mixtur aus Mehrwert, guter Fotografie und vor allem dem „Herz auf der Zunge“.

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest,
was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
> Na ihr wollt es aber genau wissen.
Eigentlich beinhaltet mein Leben alles: Wagnis, Strohhalme, Talfahrten und Frohlocken. Da ich selbst dafür verantwortlich bin, habe ich es stets in der Hand dem Drang nach Veränderung nachzugeben, inne zu halten oder zu neuen Ufern vorzudringen.

• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3

> Foodblogs:
1. http://photisserie.blogspot.de/
2. http://www.cucinaepassione.de/
3. http://www.fleurdupoirier.blogspot.de/

> Kochbuch:
1. „Plenty“ Yotam Ottolenghi
2. „Grand livre de Cuisine“ Alain Ducasse
3. „La Cucina Casalinga” Slow Food

> Musikalbum:
1. Rachmaninow, David Helfgott
2. Breakin´away, Al Jarreau
3. Friday Night in San Francisco, Metheny, de Lucía, McLaughlin

> Kochutensilie:
1. Olivenholz-Pfannenwender
2. mein Kochmesser
3. mein Edelstahl Kochtopfes

• Salz oder Pfeffer?
> Salz

• Bier oder Wein?
> Wein

• Süß oder Herzhaft?
> Herzhaft

• Hauptgang oder Dessert?
> beides

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> Leider Early Bird

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> Ordnungsfanatiker

• Kaffee oder Tee?
>Kaffee!

• Lieblings...:
> ...messer: Porsche Kochmesser
> ...gewürz: Zimt, Estragon, Schwarzkümmel, Chili
> ...koch: Bocuse für sein klassisches Wissen, Ottolenghi für seine Multikulti-Inspirationen
> ...kochzeit/tag: Abend
> ...rezept: Bœuf bourguignon und Crème caramel