Lisa Brenner / Airfryer-Rezepte

Heute stellt sich Lisa mit ihr Blog

Airfryer-Rezepte.com


vor. Wir freuen uns dich in unserer
GermanFoodBlog Family begrüßen zu dürfen.



 

Der Name deines FoodBlogs:

Airfryer-Rezepte.com

Stell dich doch mal kurz vor:

Lisa Brenner

Alter: 33

Wohnort: Rieden

Beruf: Verwaltungsfachangestellte

Hobbies: Kochen

 

Was unterscheidet deinen Blog von anderen?

Airfryer-Rezepte.com ist keine allgemeine Foodseite mit ein paar Heißluftfritteusen-Rezepten nebenbei, sondern dreht sich zu 100 % um den Airfryer. Ich (Lisa) teste jedes Rezept selbst im eigenen Gerät — aktuell einem Cosori TurboBlaze 6L — und schreibe die echten Garzeiten und Temperaturen auf, die bei mir funktioniert haben, samt der Versuche, die danebengingen. Kein abgeschriebenes „bei 200 Grad wird schon", sondern nachgekocht.  

Aufgebaut ist die Seite rezept-first: erst die Antwort und die Schritte, die persönliche Geschichte dahinter kompakt danach — weil die meisten Leute mit dem Korb in der Hand und Hunger ankommen. Meine Spezialität sind zwei Sachen, die klassische Rezeptblogs meist auslassen: Fertig- und Tiefkühlprodukte im Airfryer (was die Packung verschweigt) und ehrliche Pannenhilfe mit Garzeiten-Tabellen. Ton: direkt und unaufgeregt, ohne Influencer-Gehabe

 

Was hat dich motiviert?

Angefangen hat alles mit einem Airfryer, dem ich ehrlich gesagt erst nicht getraut habe. Die ersten Versuche waren ziemlich daneben, zu heiß, zu lang, halb verkohlt, und wenn ich online nach Garzeiten gesucht habe, stand da überall nur so ein vages „bei 200 Grad wird das schon", ohne dass jemand das offensichtlich wirklich selbst ausprobiert hatte. Also hab ich angefangen, mir meine eigenen Zeiten und Temperaturen aufzuschreiben, Rezept für Rezept, und irgendwann war das ein ganzer Ordner voll mit Notizen, die bei uns zuhause tatsächlich funktioniert haben.  

Warum ausgerechnet ein Foodblog: weil genau das der Ort war, an dem ich selbst gesucht und nichts Brauchbares gefunden habe. Ich wollte die Seite, die ich damals gebraucht hätte, wo jemand das Gerät wirklich benutzt und ehrlich sagt, was klappt und was nicht. Meine Familie muss ohnehin alles mitessen und mit-bewerten, also lag es nahe, das Ganze aufzuschreiben, damit sich nicht jeder durch dieselben Fehlversuche quälen muss.

Ehrlich gesagt keine große dramatische Geschichte, sondern einfach das Aufwachsen in einer Küche, in der immer selbst gekocht wurde. Meine Mutter hat alles im Backofen und in der Pfanne gemacht, und bei meiner Großmutter lief sowieso alles über eine einzige gusseiserne Pfanne, die vermutlich älter war als ich. Da war Essen nie nur Sattwerden, sondern der Punkt, an dem abends alle zusammenkamen, und das ist wohl hängengeblieben.  

Richtig zum eigenen Ausprobieren gebracht hat mich dann eher der Alltag, als ich selbst für meine Familie kochen musste und wenig Zeit hatte. Der Airfryer hat das Ganze noch mal aufgemischt, weil ich plötzlich wieder Lust hatte zu tüfteln, was bei welcher Temperatur wie wird. Backen kam eher später dazu, als ich gemerkt habe, dass sogar Brot und Brötchen im Korb funktionieren, wenn man weiß wie.

 

Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche - von wo aus bloggst du?

Direkt aus der Küche, wie könnte es anders sein. Wir haben eine offene Küche mit einer Theke zum Wohnzimmer, und genau da spielt sich alles ab. Meistens läuft der Airfryer, während ich mir an der Theke die Zeiten und Temperaturen notiere und nebenbei fotografiere, solange das Essen noch heiß und knusprig ist. Aufs Sofa wandere ich höchstens zum Tippen, wenn der Korb schon wieder für die nächste Runde vorheizt.

 

Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?

Marzipan und alles mit Rosinen drin. Weiche, matschige Konsistenz geht bei mir gar nicht.

 

Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?

Geräuchertes Paprikapulver und Knoblauch. Kommt bei mir an fast alles, was in den Korb wandert, und macht selbst schlichtes Gemüse sofort besser.

 

Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?

Griechenland, ganz klar. Meine Nachbarin hat eine griechische Schwiegermutter, und was ich von der über Feta, Oregano und richtig gemachtes Bifteki gelernt habe, hat meine Küche verändert. Vieles davon klappt erstaunlich gut im Airfryer.

 

Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen oder Backen deutlich wird?

Ich kann den Korb nicht in Ruhe lassen. Alle zwei Minuten ziehe ich ihn raus, um zu gucken, ob es schon knusprig genug ist, obwohl ich ganz genau weiß, dass ständiges Aufmachen die Hitze rausholt. Dazu kommt der Zettel-Wahn: neben mir liegt immer irgendein Schmierzettel, auf dem ich Temperatur und Minuten mitschreibe, und die Dinger vermehren sich in der ganzen Küche. Meine Familie findet Notizen in Schubladen, an denen ich mich Wochen später nicht mehr erinnere, was sie bedeuten.

 

Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?

Meinen Airfryer, natürlich, der läuft bei uns öfter als der Herd. Und direkt danach kommen zwei unspektakuläre Dinge, die trotzdem heilig sind: eine gute Küchenzange zum Wenden im Korb und ein simples Einstichthermometer, weil ich bei Fleisch und Brot lieber die Kerntemperatur messe als zu raten.

 

Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?

Meine Inspiration kommt selten aus Hochglanz-Kochbüchern, sondern aus dem Alltag hier in der Eifel. Der Wochenmarkt in Mayen und die Hofläden in der Gegend geben oft den Ausschlag, weil ich sehe, was gerade Saison hat und mir denke, das muss doch auch in den Airfryer passen. Dazu kommen zwei unromantische Quellen: die Tiefkühltruhe im Supermarkt, wo ich ständig Fertigprodukte entdecke, deren Packung nichts zum Airfryer sagt, und die Fragen meiner Leserinnen, die mir schreiben, was sie gern ausprobiert hätten. Und ganz ehrlich, oft ist es einfach das, worauf meine Familie abends Lust hat.

 

Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?

Schlachtfeld, ganz ehrlich. Überall Zettel mit Zeiten, drei benutzte Airfryer-Körbe warten auf die Spüle, und irgendwo klebt garantiert Panade oder Marinade an der Theke. Ich koche gern, aber Aufräumen und ich sind keine Freunde.

 

Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebut und wird wahrscheinlich nie ausgetauscht?

Kurioserweise nicht der Airfryer, denn die kommen und gehen bei mir, ich teste ja ständig neue Modelle. Was durchhält, ist meine uralte, mechanische Küchenwaage. Nichts Digitales, keine Batterie, sie wackelt leicht und trotzdem vertraue ich ihr blind. Die war schon da, bevor ich den ersten Satz für den Blog geschrieben habe, und die überlebt vermutlich auch mich.

 

Hand auf's Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?

Um Gottes willen, nein. Bei mir geht ständig was schief, und genau das ist ja der Sinn der Seite. Ich habe schon Pommes zu Kohle werden lassen, Käse durch den halben Korb laufen sehen und Brötchen produziert, die man als Wurfgeschoss hätte benutzen können. Ich zeige bewusst auch die echten, ungleichmäßig gebräunten Ergebnisse statt nur die eine perfekte Aufnahme, weil zuhause sowieso keiner ein Foodstyling-Team in der Küche stehen hat.

 

Folgst du dem Motto "Der Weg ist das Ziel" oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?

Beim Kochen für mich selbst ist ganz klar der Weg das Ziel, das Tüfteln an den Minuten und Graden ist der Teil, der mir Spaß macht. Für den Blog dreht sich das aber um: Da entscheidet einzig das Verkosten am Ende. Ein Rezept kann noch so schön aussehen und technisch sauber laufen, wenn es beim Probieren nicht wirklich gut schmeckt, kommt es nicht online. Meine Familie ist da meine gnadenlose Jury, und die lügt nicht.

 

Gute Gerichte und Lebensmittel verlierend zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?

Ich glaube, das liegt vor allem daran, dass alles immer und sofort verfügbar ist. Wenn Erdbeeren das ganze Jahr im Regal liegen und die Lieferung in zwanzig Minuten vor der Tür steht, wird Essen zur Selbstverständlichkeit, über die man nicht mehr nachdenkt, und was selbstverständlich ist, wirft man auch leichter weg. Dazu kommt, dass viele von uns die alltäglichen Handgriffe verlernt haben, weil ein Fertiggericht bequemer ist als selbst zu kochen.

Was hilft, ist gar nichts Großes: wieder öfter selbst kochen, auch ganz simpel, saisonal und ruhig mal regional einkaufen statt alles anonym aus dem Discounter, und Reste als Chance sehen statt als Müll. Genau da setze ich mit der Seite an. Der Airfryer ist dabei ein netter Hebel, weil er das Selbstkochen schnell genug macht, dass man abends nicht doch wieder zur Liefer-App greift. Man muss kein Feinschmecker werden, es reicht schon, Essen wieder ein bisschen ernster zu nehmen.

 

Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?

Persönlich ja, privat nein. Für mich gehört alles ins Internet, was am Herd wirklich passiert: die ehrlichen Reaktionen am Esstisch, die Fehlversuche, die Meinung meiner Familie, wenn wieder was zu dunkel geworden ist. Ohne diese Ebene wäre die Seite nur eine weitere Sammlung anonymer Garzeiten, und dann kann man auch gleich die Packungsrückseite lesen.  

Was für mich nicht ins Netz gehört, sind die Dinge, die niemanden etwas angehen. Die Gesichter meiner Familie, die genaue Adresse, wo meine Tochter zur Schule geht, private Sorgen. Meine Leute tauchen als Teil der Geschichten auf, aber sie haben nicht darum gebeten, öffentlich zu sein, und das respektiere ich. Beim Kochen darf es ruhig nah und echt sein, aber mein Wohnzimmer bleibt mein Wohnzimmer.

 

Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?

Das Smartphone liegt in der Küche eigentlich immer griffbereit, aber nicht zum Online-Sein, sondern als Werkzeug: Kamera, Timer, Notizzettel für die Garzeiten. Sobald das Essen aber auf dem Tisch steht, ist Schluss. Am Esstisch und abends mit der Familie bin ich bewusst offline und bleibe es auch, Kommentare und Mails können bis zum nächsten Morgen warten. Ich blogge, weil ich koche, nicht andersrum, und dieses ständige Erreichbarsein rund um die Uhr würde mir den Spaß daran ziemlich schnell nehmen.

 

Bloggst du für dich oder für die Welt?

Angefangen habe ich für mich, das waren ja nur meine eigenen Notizen. Inzwischen schreibe ich für genau eine Person: die, die mit dem Airfryer und einer Packung Tiefkühlkram in der Küche steht und keine Ahnung hat, so wie ich damals. Nicht für die ganze Welt, aber für die, der es gerade hilft.

 

Welche deiner "Kolleg:innen" schätzt du am meisten?

Am meisten schätze ich die, die es echt halten: die ihre Fehlversuche zeigen, mit ehrlichen Fotos statt Hochglanz arbeiten und wirklich selbst am Herd stehen. Einen besonderen Hut ziehe ich vor den Leuten, die die deutsche Foodblog-Szene zusammenhalten, indem sie über Jahre diese Blogevents stemmen, allen voran Volker von volkermampft mit „Koch mein Rezept" und der „Kulinarischen Weltreise" und Zorra von kochtopf.me. Ohne solche Leute wäre die Szene nur eine Ansammlung von Einzelkämpfern, und gerade als jemand, der eher spezialisiert unterwegs ist, weiß ich das zu schätzen.

 

Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?

Letz Rock Baby ich bin Fan von Deep Purple und Pink Floyd.

 

Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?

Tim Mälzer, ohne lange zu überlegen. Der kocht ehrlich, direkt und ohne diesen abgehobenen Sterne-Zauber, und genau so ticke ich auch. Bei uns ginge es nicht um kunstvoll drapierte Teller, sondern um richtig gutes, unkompliziertes Essen. Und ganz ehrlich: Ich würde zu gern sein Gesicht sehen, wenn ich seine Klassiker einmal komplett durch den Airfryer jage.

 

Welches Kochbuch würdest du niemals aus der Hand geben?

Kein gekauftes, sondern das handgeschriebene Rezeptheft aus der Familie. Vergilbte Seiten, Fettflecken, eine Handschrift, die man teils kaum entziffern kann, und Mengenangaben wie „nach Gefühl". Da hängt mehr dran als an jedem Hochglanz-Kochbuch, und passenderweise sind es genau solche Zettel, mit denen ich heute selbst die Küche zumülle.

 

Wie groß ist deine Küche?

Klein und offen, mit Theke zum Wohnzimmer, Teil unserer knapp 55 Quadratmeter, also vielleicht zehn Quadratmeter echte Arbeitsfläche. Kein Kochstudio. Passt aber gut, denn der kompakte Airfryer braucht ohnehin keine Riesenküche.

 

Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?

Wenn ein echter Mensch dahintersteht, der das Gericht wirklich selbst gekocht hat und ehrlich ist. Ich will spüren, dass da jemand am Herd stand, sich vielleicht die Finger verbrannt hat und beim dritten Versuch endlich rausgefunden hat, wie es geht. Eine Meinung darf sein, ein Fehlschlag erst recht. Was mich verliert, ist der ellenlange Roman vor dem eigentlichen Rezept, der nur die Seite füllt. Persönlich ja, aber es muss echt sein und dem Leser am Ende wirklich weiterhelfen, sonst hätte ich auch die Packungsrückseite lesen können.

 

Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest, was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?

Am Leben würde ich ehrlich gesagt gar nicht so viel ändern, das meiste hat mich genau dahin gebracht, wo ich jetzt stehe, kleine Küche und Zettelchaos inklusive. Am Blog schon eher: Ich hätte viel früher anfangen sollen, meine Garzeiten und Fehlschläge festzuhalten. Mir sind bestimmt zwei, drei Jahre voller getesteter Werte einfach im Kopf und auf verlorenen Zetteln zerbröselt, die heute Gold wert wären.  

Und ich hätte mir von Anfang an mehr vertrauen sollen. Am Start habe ich kurz versucht, wie die perfekten Hochglanz-Blogs zu klingen, mit den schön drapierten Tellern, und das war einfach nicht ich. Je ehrlicher und unaufgeregter ich geschrieben habe, desto besser lief es. Diese Lektion hätte ich gern eher gelernt.

 

Salz oder Pfeffer?

Pfeffer

Bier oder Wein?

Wein

Süß oder herzhaft?

herzhaft

Hauptgang oder Dessert?

Hauptgang

“Early Bird” oder “Night Owl”?

Early Bild

Ordungsfanatiker oder Dreckspatz?

Dreckspatz

Wer oder was ist dein Lieblings…

...messer: Mein Santokumesser

...gewürz: Geräuchertes Paprikapulver

...koch: Tim Mälzer

...kochzeit/tag: Sonntag, wenn die ganze Familie am Tisch sitzt

...rezept: Knusprige Pommes aus dem Airfryer

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Ralf Schäfer - Mit Musik kochen - Schallplatten und Rezepte