Ralf Schäfer - Mit Musik kochen - Schallplatten und Rezepte
Heute stellt sich Ralf mit seinem Blog
www.mitmusikkochen.de
vor. Wir freuen uns dich in unserer
GermanFoodBlog Family begrüßen zu dürfen.
Stell dich doch mal kurz vor:
Ralf Schäfer
Alter: 64
Wohnort: Friedrichshafen
Beruf: Redakteur, Fotograf, freier Künstler
Hobbies: Kochen, Schallplatten, Fotografie, Malerei
Was unterscheidet deinen Blog von anderen?
Ich lasse mich von Musik auf Platte, von Neuerscheinungen und Musik im Allgemeine inspirieren, dazu zu kochen. Dabei geht es dann um Grundrezepte, die in erster Linie aus dem Flavour Pairing stammen, aber auch um weiterentwickelte Experimente rund um den guten Geschmack.
Was hat dich motiviert?
Wie schon gesagt, verbinde ich meine Musik, meine Schallplatten, mit dem Kochen. Daraus und der zugehörigen Fotografie wurde zunächst ein Adobe-Behance-Kapitel, danach eine Facebook-Gruppe und schließlich der Blog samt Instagram-KanalIch koche, seit ich 13 Jahre alt war. Ausschlaggebend war tatsächlich der Trivial-Roman "Es muss nicht immer Kaviar sein" von Simmel, mit dem ich die Küche als Betätigungsfeld entdeckt habe.
Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche - von wo aus bloggst du?
Küche, Sofa, Fotostudio
Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
Bananen
Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
Ahornsirup aus Kanada, weil der ungeheuerlich vielseitig ist.
Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
Bretagne, Frankreich
Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen oder Backen deutlich wird?
Perfektionismus vielleicht, weil ich mich mit schlechtem Werkzeug und stumpfen Messern nicht abgebe.
Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
Auf meine Messer
Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
Wie geschrieben lasse ich mich von Musik - meist Schallplatten - inspirieren, aber auch durch Kochseminare bspw. von Heiko Antoniewicz oder Cornelia Poletto, von TV-Sendungen wie Kitchen Impossible oder The Taste inspirieren. Oft aber auch durch Freunde, andere Blogger und anderem.Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
Die Küche sieht meist nach kreativem Chaos aus. Überall stehen Gewürze, Schüsseln und Notizen, aber genau dort entstehen die besten Ideen.
Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebut und wird wahrscheinlich nie ausgetauscht?
Meine Messer
Hand auf's Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
Es geht auch etwas schief, weil ich schon von Grund aus aufs Experimentieren aus bin. Ich strebe aber Perfektion an. Gelingt aber nicht immer.
Folgst du dem Motto "Der Weg ist das Ziel" oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?
Erstmal ist der Weg das Ziel. Dann aber möchte ich auch, dass es meinen Gästen schmeckt und das Verkosten steht auf gleicher Ebene.
Gute Gerichte und Lebensmittel verlierend zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
Wir sollten wieder lernen, das Produkt zu schätzen, die Herkunft und vor allem seine Verarbeitung. Wir reden beim Thema Gastronomie immer von Mehrwertsteuer und Personalproblemen. Es wird Zeit, wieder über Inhalte zu sprechen.
Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
Intimsphäre ist privat, das gehört nicht ins Netz. Da wir aber eine Tochter mit einer Behinderung haben und mit ihr zusammen 2002 eine Website über ihr Leben gemacht haben (www.lea-raphaela.de), die bei den Netdays NRW 2002 ausgezeichnet wurde, erzählen wir schon viel über unser Privatleben. Nicht aber in meinem Blog, da geht es um die Musik und das Rezept, das Essen. Persönlich werde ich da schon, das hat aber etwas mit der Begeisterung zu tun, die ich teilen möche.
Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
Da ich beruflich als Redakteur arbeite, bin ich an sich auch konstant online. Im Urlaub genieße ich aber auch mal die Offline-Zeit, wenn ich nicht gerade auf dem Campingplatz oder beim Bullitreffen koche.
Bloggst du für dich oder für die Welt?
Ich bin wiegesagt Redakteur, Journalist. Und die schreiben nie für sich alleine.
Welche deiner "Kolleg:innen" schätzt du am meisten?
Beim Kochen habe ich oft unsere Tochter neben mir, die schon mal eine Packung Eier in die Pfanne geworfen, eine Packung Mehl hinterher und dann einen Liter Milch drauf gekippt hat, weil sie Pfannekuchen haben wollte.
Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
Egal, ich höre so ziemlich alles. Sehr schätzen tue ich Bruce Springsteen, Neil Young, Miles Davis, Kari Bremnes, Asgeir und Beethoven.
Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
Heiko Antoniewicz
Welches Kochbuch würdest du niemals aus der Hand geben?
Aromen und Flavour Pairing von Heiko Antoniewicz
Wie groß ist deine Küche?
klein - vielleicht 16 qm.
Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
Inspirationen, Tipps, Hinweise auf Neues und die Möglichkeit, es nachmachen zu können.
Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest, was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
Ich würde vielleicht sogar eine Kochausbildung machen. Ansonsten nichts, mein Leben, meine Frau und unsere Kinder sind das Beste, was mir passieren konnte.
Salz oder Pfeffer?
Salz
Bier oder Wein?
Wein
Süß oder herzhaft?
herzhaft
Hauptgang oder Dessert?
Hauptgang
“Early Bird” oder “Night Owl”?
Night Owl
Ordungsfanatiker oder Dreckspatz?
Dreckspatz
Wer oder was ist dein Lieblings…
…messer:
Global
…gewürz:
Ölzucker aus Bergamotte und Zucker
…koch:
Heiko Antoniewicz/Tim Raue
…kochzeit:
Abends
…rezept:
Alles mit Fisch und Meeresfrüchten