Emmi aus Köln / emmikochteinfach


Heute: Emmi aus Köln
Blog: https://emmikochteinfach.de/

• Name deines Blogs
> emmikochteinfach.de

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Hallo! Mein Name ist Christiane Emma und viele nennen mich Emmi. Ich bin 40+, gefühlt 30+, in Würzburg geboren und lebe seit meinem 26. Lebensjahr in Köln. Gefühlt bin ich längst eine waschechte Kölnerin und liebe meine Stadt und die Menschen sehr. Beruflich hat es mich in die Werbung und dann ins Marketing verschlagen und ich mache das mittlerweile schon über 20 Jahre … wie die Zeit vergeht. In meiner Freizeit steht für mich die Familie an erster Stelle, allem voran unser 8jähriger Sohn. Meiner Leidenschaft, dem Kochen und Backen widme ich mich täglich und meine beiden Männer sind meine größten Kritiker wenn ich ein neues Rezept ausgetüftelt habe. Außerdem verbringe ich meine freie Zeit, wenn ich nicht blogge, in unserem kleinen Garten. Ich pflanze, jäte und buddle dort mit großer Ausdauer. Ansonsten treffe ich sehr gerne meine beste Freundin und „meine Mädels“. Und wenn ich es dann noch schaffe, mach ich gerne Sport.

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
> Bei mir gibt es einfache Rezepte, mehrfach erprobt für jeden Tag und Anlass. Denn mein Motto ist: „Die einfachsten Dinge sind oft die Besten“. Ich möchte vielbeschäftigten Menschen, die für sich und/oder ihre Lieben kochen Inspiration für den Koch-Alltag geben und eine verlässliche Anlaufstelle sein. Oft ist ja kaum Zeit sich mit Rezeptrecherche zu beschäftigen, um etwas Abwechslung in das eigene Koch-Repertoire zu bringen und wenn man mal ein neues Rezept ausprobieren möchte, soll es auch gelingsicher sein. Damit die Rezepte schnell beurteilt und erfasst werden können, gibt es bei mir obendrein für jedes Rezept eine Schritt-für-Schritt-Anleitung in Bildern.

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten? Und warum überhaupt ein Foodblog?
> Auf das Bloggen bin ich gekommen, weil ich meine Lieblingsrezepte, Inspirationen und Tipps mit vielen anderen teilen wollte, die ebenfalls wie ich einen turbulenten Alltag mit Beruf, Familie und Haushalt jonglieren. Außerdem bin ich sehr ordnungsliebend und finde es toll, meine Rezepte schön sortiert und jederzeit auffindbar zu haben. Neue ausgetüftelte Rezepte gleich „in Schön“ zu verewigen und nicht nur in Krakelschrift in meinem Rezeptordner. So soll mir mein Blog und hoffentlich vielen anderen sofort eine Antwort auf die Frage geben: „Was soll ich heute bloß kochen?“. Mit dem Bloggen habe ich mir außerdem die Fotografie selbst beigebracht, was wahnsinnig viel Freude bereitet, denn ich kann mich mit der Fotografie auf eine andere Art kreativ ausleben.

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Meine Großeltern hatten nicht nur eine Großfamilie, sondern auch ihren Bäckereibetrieb im eigenen Haus. Da wurde viel gebacken und sehr viel gekocht. Ich habe sie als Kind sehr gerne besucht und viel Zeit bei ihnen verbracht, gemeinsam mit meinen Eltern, aber auch alleine. Das hat mich sehr geprägt. Vor allem auch die Liebe zu meiner Mama und meiner Oma war der Grund, dass ich in der Küche und in der Backstube immer wie eine Klette an ihnen hing, ich habe ihnen auf die Finger geschaut und mitgemischt. So habe ich schon als Kind viel gelernt.

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Zum einen aus der Küche, weil ich ja auch die Schritt-für-Schritt-Bilder während des Kochens produziere. Die finalen Rezeptfotos mache ich aber meistens in unserem Arbeitszimmer, da habe ich die besten Lichtbedingungen. Dort steht auch unser Computer, auf dem ich dann die Blog-Artikel mit den Rezepten schreibe.

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Grundsätzlich bin ich ja allem aufgeschlossen. Ich sage meinem Sohn immer: „Du musst erst einmal probieren bevor Du es ablehnen darfst“ ;). Aber mit jeglicher Art von tierischen Innereien kann man mich jagen. Ich habe ihnen allen eine Chance gegeben und sie probiert. Nix zu machen.

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> In der Tat frischen Thymian. Den Geschmack und den Duft liebe ich sehr. Da muss ich mich echt zurückhalten, dass ich ihn nicht immer und überall einsetze, weil natürlich passt er nicht zu jedem Gericht.

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Immer wieder die Toskana in Italien. Nirgendwo anders kann man aus meiner Sicht besser die Genialität der einfachen italienischen Küche erleben und genießen.

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> Ich habe ja, wie bereits erwähnt ;), einen ausgeprägten Ordnungsfimmel, der spiegelt sich auch in der Küche wieder. Es muss immer alles gleich aufgeräumt und weggewischt werden.

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> Auf scharfe Küchenmesser, die sind einfach unentbehrlich. Außerdem auf meine Küchenreiben, eine Zester Reibe und eine Standreibe. Und auch die Küchenrolle soll nicht unerwähnt bleiben, in der Küche kann ich ohne sie nicht leben.

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Überall und ständig eigentlich. Ich blättere sehr oft und immer wieder in meinen zahlreichen Kochbüchern, in Kochzeitschriften, stöbere durch andere Blogs, spitze die Ohren bei meinen Freundinnen, analysiere mein gewähltes Essen im Restaurant oder lass mich inspirieren, wenn ich über den Wochenmarkt schlendere. All diese Impulse beflügeln meine Fantasie und meine Rezept-Ideen entstehen.

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> Ok, ich gebe es zu, beim Experimentieren muss sich die Ordnungsliebe hintenanstellen, da bin ich einfach zu wild und nicht zu halten ;). Gleiches gilt an den Tagen, an denen ich koche und fotografiere - da herrscht das pure Chaos.

• Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebüt und wird wahrscheinlich nie ausgetauscht?
> Meine geliebte Zester Reibe, die messerscharf reiben kann, dass sich sogar ein Schutzhandschuh empfiehlt, den ich allerdings meistens nicht benutze ;).

• Hand auf ’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Selbstverständlich geht auch mal was schief und mir gelingt nicht immer alles was ich ausprobiere. Aber wenn neue Rezeptideen auf meinen Blog kommen, dann habe ich sie schon so oft erprobt, dass sie am Foto-Tag fast immer gelingen und gut aussehen.

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?
> Für mich zählt der Weg ist das Ziel, denn gerade wenn man Rezepte neu austüftelt ist es spannend zu erleben, was dabei entsteht, wenn man mal kulinarisch „links herum oder mal rechts herumgeht“.

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Ich muss sagen, dass für mein Empfinden bereits ein Umdenken stattgefunden hat. Immer mehr Menschen wählen ihre Lebensmittel mit Bedacht aus. Legen Wert darauf zu wissen, woher das Obst und Gemüse kommt, dass sie verzehren. Nicht umsonst bietet auch der Handel immer mehr regionale Frischeprodukte an und die Bio-Sortimente boomen. Ich würde mir noch wünschen, dass das noch stärker beim Fleisch passiert, nach dem Motto lieber weniger Fleisch essen dafür aber hochwertig und nachvollziehbar wo es herkommt, auch aus Respekt vor den Tieren.

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> Wenn man einen Blog betreibt, ist man aus meiner Sicht auch in gewisser Weise öffentlich. Privates zu kommunizieren und etwas von sich preis zu geben gehört bei mir deshalb dazu, denn das unterscheidet mich als Bloggerin ja von unpersönlichen Rezeptportalen. Meine Leser/innen sollen wissen wer ich bin. Das Ganze versuche ich für mich natürlich in einer gewissen Balance zu halten und bin ehrlich gesagt noch am austarieren. Letztendlich vertraue ich da aber auf mein Bauchgefühl.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Ich bin offline wenn ich schlafe und der Flugmodus eingeschaltet ist ;) …

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser?
> Viele Leser/innen zu erreichen, bedeutet mir natürlich sehr viel. Denn dann weiß ich ja erst, dass ich wirklich eine Inspirationsquelle für ihren Alltag sein kann. Wenn ich viele Leser/innen habe, gibt mir das außerdem Bestätigung in dem was ich mache und motiviert mich auch weiter zu machen. Vor allem dann, wenn ich viele Kommentare und Feedback von meinen Leser/innen bekomme.

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Für uns beide.

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten?
> Leider kenne ich noch keinen „Kollegen/in“ persönlich. Aber von außen betrachtet, Malte von malteskitchen.de, er bloggt sehr leckere, alltagstaugliche Rezepte und hat eine herrlich authentische Schreibe.

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Ohne den Radiosender Einslive vom WDR im Wechsel mit Radio Köln.

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
> Mit Tim Mälzer würde ich gerne mal in der Küche werkeln, um mir von ihm einiges abzugucken und zu lernen. Er kommt zwar nicht immer sympathisch daher, aber er vertritt aus meiner Sicht die einfache, ehrliche Küche wie kein anderer deutscher Spitzenkoch und hat eine herrlich schnörkellose Art zu Kochen.

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> Die echte italienische Küche (Reinhardt Hess, Sabine Sälzer)

• Wie groß ist deine Küche?
> Nicht wahnsinnig groß, aber groß genug. Es ist wie es ist.

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> Wenn Authentizität zu spüren ist, wenn die Geschichte von Herzen kommt, nicht zu lang ist und viele Bilder darin enthalten sind.

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest, was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
> Da gäbe es ein paar wenige Dinge, die aber in meinem stillen Kämmerlein bleiben ;). Aber auf jeden Fall hätte ich viel früher mit dem Bloggen anfangen sollen, denn das bereitet mir wahnsinnig viel Freude.
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• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3

> Foodblogs:
1. Whatkatieate.com
2. Deliciouslyella.com
3. Malteskitchen.de

> Kochbuch:
1. Die echte italienische Küche (Reinhardt Hess, Sabine Sälzer)
2. Born to cook (Tim Mälzer)
3. Meine Rezepte (Alfred Biolek)

> Musikalbum:
1. The Weeknd - Starboy
2. Tears for Fears – The Seeds of Love
2. Adele - 25

> Kochutensilie:
1. scharfes Kochmesser
2. Zester Reibe
3. Meine KitchenAid Küchenmaschine – bin verliebt wie am ersten Tag ...
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• Salz oder Pfeffer?
> Salz

• Bier oder Wein?
> Wein

• Süß oder Herzhaft?
> Oh je, schwierige Frage, wenn ich mich entscheiden muss, dann Herzhaft

• Hauptgang oder Dessert?
> Schon wieder…. Also dann nehme ich den Hauptgang.

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> Früher war ich eine Night Owl, seit ich Mutter bin, bin ich ein Early Bird

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> Ordnungsfanatiker hoch 10

• Kaffee oder Tee?
> Kaffee
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• Lieblings...:
> ...messer: Kochmesser gefolgt vom Garniermesser
> ...gewürz: Meersalz
> ...koch: Tim Mälzer
> ...kochzeit/tag: Abends für die Familie, Mittags am Wochenende für den Blog
> ...rezept: Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat
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Vielen Dank, liebe Emmi, dass du dir die Zeit genommen hast, uns unsere Fragen zu beantworten!
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Hast du auch einen Blog? Möchtest Du, dass wir dich und deinen Blog vorstellen? Dann schick uns eine E-Mail an: redaktion@germanfoodblogs.de
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Fotos © Emmi https://emmikochteinfach.de/