Mona Leone aus "der Luft" / "Mona Leone"


Heute: Mona Leone aus "der Luft"
Blog: Mona Leone
https://monaleone.wordpress.com/

• Name deines Foodblogs
> Mona Leone https://monaleone.wordpress.com/

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Mona Leone, 44 Jahre, wohne „in der Luft“, weil ich als Deutsch-Italienerin zwischen mehreren Ländern lebe: Schottland, Deutschland, Spanien, Italien, Irland. Meine drei Töchter sind erwachsen, und ich habe einen Enkel. An sich bin ich Sprachdienstleister (5sprachig) und so kam ich auch zu meinem Fachgebiet. Hobbys? Essen, ist doch klar, der Sex des Alters

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
> Das Thema. Ich bin Plancha-Experte; der einzige im deutschsprachigen Raum, die einzigen deutschsprachigen Publikationen sind von mir. Wenn’s darum geht, was wir auf der Plancha machen, Europaweit führend. Ich sage Europa, weil ich nicht Welt sagen will, da ich hierfür nicht ausreichend recherchiert habe. Meine Art zu Hinterfragen und zu Analysieren ist „typisch Deutsch“ und führt zu Erkenntnissen, die auf dem Plancha-Gebiet noch unbekannt sind. In der Kombi mit meiner Liebe zu Sprachen gibt’s neue Perspektiven.

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten? Und warum überhaupt ein Foodblog?
> Weil Plancha noch so unbekannt ist, ich immer wieder auf einen Blog angesprochen wurde, und weil ich im Grunde meines Herzens ja doch ein Schreiberling bin.

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Mama, Familie, als Italienerin war Essen immer wichtig, entsprechend habe ich das gelebt, vom irischen Manko (habe dort 13 Jahre gelebt) weiter getrieben. Dann kam der Plancha-Aspekt dazu, tja und jetzt geht’s bei allem immer ums Essen!

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Wo ich gerade sitze, vorzugsweise an einem Tisch. Gerade in einer Bar mit Hotspot in einem kleinen Dorf in Sizilien.

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Nö.

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> Klar, Favoriten Salz & Pfeffer, Olivenöl, Tomaten. An sich geht’s ja aber um die andere Art des Garens – Plancha!

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Jedes. Alle Menschen essen und es gibt zum Glück auch viele, die lieber gut als schlecht essen. Die holen aus den örtlichen Gegebenheiten das Beste heraus und die muss man nur finden und verstehen, wo die Unterschiede sind. Dann lässt sich’s auch gut übersetzen – und damit meine ich, in unsere Gegebenheiten übertragen.

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> Ja, typisch italienisch schweife ich ab und halte mich an nichts.

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> Plancha.

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Mein Magen, hab ich immer dabei.

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> So wie eine Küche danach aussieht, d. h. geputzt muss schon werden. Geht’s auch anders?

• Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebüt und wird wahrscheinlich nie ausgetauscht?
> Leidenschaft.

• Hand auf ’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Schief geht viel und dauernd. Aber dann wird weiter gefeilt, denn Essen will ich ja doch, und das vorzugsweise lieber gut als schlecht.

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?
> Das sind mental zwei verschiedene Wege für mich, wobei ich sie aus kostengründen natürlich am Ende zusammenführe – kann das Produzierte ja nicht wegwerfen, die andere Seite in mir ist ja schwäbisch angehaucht.

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Sich dran erinnern, was man oben rein wirft, kommt unten wieder raus. Wer sich da gerne als Mülleimer sieht, bitte.

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> Ich bin relativ offen, von Haus aus unkompliziert, Leidenschaft ist wichtig, deswegen hier und da ein Ausflug in Privates, aber nicht übers Amüsante hinaus. Unsinnige Barrieren (Vorurteile, Ungleichheit, Nicht-emanzipation usw.) gehören bei sich bietenden Möglichkeiten nieder gerissen, aber ich brauche die Welt nicht im Alleingang verändern.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Geschäftlich habe ich beides dabei, wenn ich will auch mal zu unnormalen Geschäftszeiten, aber ich bin da kein Opfer oder Süchtiger, bzw. definiere mich nicht darüber.

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser?
> An sich egal, denn ich schreibe ja, weil’s mir Spaß macht, weil ich Sachen dabei selbst verstehe und aufarbeite. Natürlich ist’s dann schön, wenn’s tatsächlich jemanden interessiert. Ob’s dann für Gut befunden wird, ist nachrangig. Ich habe keine Angst davor, anzustoßen.

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Ich sollte „für die Welt“, aber wenn ich ehrlich bin, schreibe ich einfach gerne.

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten?
> Bin noch ignorant, d. h. so richtig Zeit zum Lesen nehme ich mir nicht, folglich kenne mich da noch nicht so aus. Ich weiß, dass das dazu gehört, werde ich auch mal anpacken, aber ich gehöre zu der Seite, die schreibt, nicht der, die liest.

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Musik des Lebens, steckt im Herzen.

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
> Keine Ahnung. Mein Partner ist Profi-Koch, von daher ist die Romantik raus. Ich weiß, dass Profi-Köche gewohnt sind, dass danach die Putzkolonne kommt, und die bin ich nicht so gerne, von daher...

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> Das, was ich übers Leben selbst zusammen getragen habe: Rotweinkuchenrezept der Nachbarin meiner Oma, von jedem Ex-Freund ist auch was Gutes dabei,...

• Wie groß ist deine Küche?
> In Deutschland Küchenzeile 3m, in Schottland u-förmig 16qm, aber ich bin ja meist unterwegs und Plancha ist immer Draußen, von daher spielt die Größe keine Rolle.

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> Interessant. Neue Aspekte. Anders.

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest, was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
> Der Blog ist ja erst ein paar Monate alt, kann das folglich noch nicht beantworten. Bzgl. meines Lebens? Nichts. Andere Eltern haben, andere Kultur, andere Möglichkeiten? Kommen ja dann auch wieder mit Schattenseiten, von daher würde es eh nichts nutzen. Außerdem mag ich mich, warum dann jemand anders sein wollen?

• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3

> Foodblogs:
Übert Wi-fi die Welt.

> Kochbuch:
Meine Rezeptsammlung.

> Musikalbum:
1. Ich höre gerne aufmerksam. Wenn ich das nicht kann, höre ich lieber nichts. Und wenn ich kann, dann am liebsten Gedanken: meine und die von anderen.

> Kochutensilie:
1. Plancha.

• Salz oder Pfeffer?
> Salz.

• Bier oder Wein?
> Wein.

• Süß oder Herzhaft?
> Herzhaft.

• Hauptgang oder Dessert?
> Hauptgang.

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> Night Owl.

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> Kein Extrem.

• Kaffee oder Tee?
> Kaffee.

• Lieblings...:
> ...messer: egal, aber EINS wäre gut.
> ...gewürz: Pfeffer. Ist das ein Gewürz?
> ...koch: -
> ...kochzeit/tag: 15-16 Uhr.
> ...rezept: Wechselt phasenweise. Aber Pasta ist’s am Ende immer.

Fotos © Mona Leone https://monaleone.wordpress.com/