Janine vom Niederrhein / "Nuts and Blueberries"


Heute: Janine vom Niederrhein
Blog: Nuts ans Blueberries
http://nutsandblueberries.de/

• Name deines Foodblogs
> Nutsandblueberries

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Mein Name ist Janine Hegendorf, ich bin 34 Jahr alt und wohne am Niederrhein (bei den ganzen Kühen ;o)). Hauptberuflich bin ich Marketing Leiterin in einem mittelständischen IT-Großhandel und unterstütze im Business Development Management bei der Integration neuer Hersteller. In meiner Freizeit bin ich sportlich sehr aktiv und verbringe viel Zeit mit meinen 4 Katern. Ich praktiziere leidenschaftlich Yoga und meditiere regelmäßig. Meinen Food Blog und meinen Instagram Account pflege ich täglich und entdecke immer wieder neue vegetarische und vegane Food Spezialitäten. Glaubt mir, damit kann man seine Zeit SEHR GUT füllen ;o)

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
> Mein Food Blog hat einen klaren Fokus auf eine vegane, vegetarische, gesunde und tierfreundliche Ernährungs- und Lebensweise. Ich beschränke mich bei meinen Beiträgen auf wenige wichtige Themen und oft ausgefallene Lebensmittel, da ich genauso lebe. Das, was man auf und in meinem Blog sieht, BIN ICH. Mit der Spezialisierung auf außergewöhnliche Lebensmittel und oft ausgefallenen Rezepten mit einem hohen Gesundheitsfaktor besetzt mein Blog im deutschen Raum eine Nische, die auf eine Zielgruppe abzielt, die Entdeckergeist mitbringt. Ich distanziere mich von der Masse, da ich authentisch das wiedergebe, was ich jeden Tag lebe. Oft werde ich gefragt, wieso ich nicht mehr „kommerzielle“ Dinge veröffentliche, um eine größere Leserschaft anzuziehen. Wenn ich diesen Weg gehen würde, wäre ich nicht mehr authentisch und würde kein Spaß mehr am Bloggen haben. Daher lieber weniger Lese und mehr Spaß . Eigene Erfahrungswerte fließen in meinen Blog ein und Entdeckungen rund um das o.a. Thema lasse ich in meinen Beiträgen einfließen. Neben meinen eigenen Rezepten stelle ich andere Blogger und Produkte vor, die mich tagtäglich inspirieren und mein Leben bereichern.

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten? Und warum überhaupt ein Foodblog?
> 2014 wurden bei mir chronische Spannungskopfschmerzen diagnostiziert. Das war eine Zeit, in der ich mich mit Dingen übernahm, die mir nicht lagen. In dieser Zeit fragte ich mich:
Was erwarte ich vom Leben?
Was macht mir wirklich Spaß?
Womit möchte ich mich beschäftigen?
In dieser Zeit habe ich mein Leben komplett umgekrempelt. Mehr für mich getan, mehr gekocht und meine Leidenschaft für die Food Fotographie entdeckt.

In den letzten Jahren habe ich meine Ernährung aus persönlichen Gründen stark verändert und festgestellt, dass mein Körperempfinden, mein Hautbild, meine Gesundheit, meine Laune sich stark zum positiven veränderte. Das machte mich sehr glücklich. Und dieses Glück wollte ich schlussendlich teilen.

Immer wieder erkannte ich, dass Menschen in meinem Umfeld, ratlos waren, was den Umgang mit Lebensmitteln und der eigenen Gesundheit betrifft. Viele fühlten sich unwohl, krank oder hatten laufend negative Stimmungen.

Anfang 2015 habe ich dann mit dem Bloggen angefangen, da ich mir in diesem Jahr eine Spiegelreflexkamera für unsere Namibia Reise gekauft habe.

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Meine Leidenschaft für das Kochen gesunder Gerichte wurde durch meine Erkenntnis geweckt, dass ich weniger krank wurde von gesunden natürlichen Gerichten zu Zutaten. Ein klasse Ansporn, oder ;o)? Inspiriert wurde ich von zahlreichen Bloggern und Köchen aus der ganzen Welt sowie von meiner Schwiegermutter.

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Ich lebe in einem Holzhaus in einem kleinen Dorf und blogge in meinem Yoga Raum mit Blick in den Garten. Oft leisten meine Kater mir Gesellschaft, die sich sehr gerne AUF das Laptop setzen .

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Allerdings. Fleisch. Besonders Fleisch aus Massentierhaltung.

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> Selbst gemachtes Mandelmus, da für würde ich tatsächlich fast alles tun.
Avocado. Oh ja, eine frische Avocado. Ich habe immer 5 im Kühlschrank, da ich ohne sie durchdrehen würde.

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Alle . Nein. Da ich bereits nach Costa Rica, Südafrika und Namibia gereist bin, weiß ich, dass diese Küchen sehr fleisch-lastig sind. Für mich als Vegetarier sind daher Reiseziele spannend, in denen viel mit frischen Zutaten gekocht wird. Thailand hat mich hier sehr inspiriert. Als neues Reiseziel würde ich mich Hawaii reizen, da hier sehr viele tropische Früchte wachsen, die ich liebe und die in Deutschland wirklich schwer genießbar sind. Abgesehen davon, wird hier sehr viel mit frischer Kokosnuss gekocht und es gibt viele neue exotische Gemüsearten, wie die Tarowurzel zu entdecken. Eigentlich sollte ich auf Hawaii leben finde ich .

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> Ich hasse Mehl an meinen Fingern. Das ist natürlich besonders nervig, da ich unheimlich gerne Brot selber backe. Total ekelig. Mehl an den Finger. Ihhh.

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> Auf meinen Vitamix. Der ist wirklich unschlagbar!

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Meine Inspirationsquellen sind vielfältig. Ich dreh schon durch, weil es so viele sind. Als täglicher Instagramer ist Instagram die Inspirationsquelle Nummer 1. Hierzu zählen Menschen, wie du und ich, die einfach nur Ihre Leidenschaft fürs Kochen teilen. Nummer 2 stellen andere internationale Blogs, wie www.greenkitchenstories.com dar, Nummer 3 meine zahlreichen vegetarischen und veganen Kochbücher.

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> Ziemlich bunt . Ich bin da ehr chaotisch zum Leidwesen meines Mannes.

• Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebüt und wird wahrscheinlich nie ausgetauscht?
> Meine stylischen Holzbretter, meine Hände (ohne Hände geht einfach gar nix – ach nee), mini Teigroller (der ist DER HAMMER!)

• Hand auf ’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Nein, bei mir geht nie etwas schief ;o). Schön wär’s. Das wäre ja wahnsinnig langweilig, wenn alles perfekt wäre. Grade beim Experimentieren mit neuen Lebensmitteln geht häufig etwas schief: Dosierung falsch, Garzeit zu lang, zu kurz. Zu viel Salz, zu wenig Salz. Alternative Süßungsmittel sind nicht süß genug. Muffins schmecken zu öko aufgrund des alternativen Mehls. Zu scharf, ich krieg das mit der Chili nicht hin?!

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?
> Ich bin eher der Weg Typ und denke ab und zu einfach nicht bis zum Ende. Ich genieße die Zeit im JETZT. Wenn es dann mal nicht so fotogen ist, ist das eben so.

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Reizüberflutung in unserer Gesellschaft. Die Menschen beschäftigen sich viel zu oft mit unnötigen Dingen, anstatt darauf zu hören, was wirklich WICHTIG ist! Was man tun kann? Aufklärungsarbeit. Ganz klar. Natürlich nicht radikal. Aber man sollte Menschen in der Umgebung zwischendurch dezent darauf hinweisen, was sie da eigentlich essen. Und wie. Oh man. Die Essenskultur hat gelitten in den letzten Jahren. Wobei diese doch Dreh- und Angelpunkt sein sollte im Leben. Essen ist so essentiell, verbindet und verbreitet so viel Freude und Leidenschaft.

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> Mein Blog ist sehr fokussiert auf meine Ernährungsweise, die schließlich einen Großteil meines Lebens ausmacht. Ich teile meine Sichtweise zu einer bewussten Lebensweise und schreibe hin und wieder über den respektvollen Umgang mit sich selbst, um sein Glück im Leben zu finden. Dinge zu meinem Familien- und Eheleben gehören bei mir nicht in den Blog.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Die Balance ist wichtig, um sich nicht in dem ganzen Blogwahn zu verlieren. Blogger und Instagramer zu sein bedeutet oft „Reizüberflutung“, die das Gehirn auf Dauer nicht verarbeiten kann. Ich habe feste Rituale, die ich genieße. z.B. morgen meinen Blog und Instagram checken. Es gibt Tage, da mache ich fast gar nichts. Und Tage, da mache ich viel. Ich höre da sehr auf meinen Gemütszustand. Ab abends 20./20.30Uhr schalte ich mein Handy und Laptop aus und widme mich meiner Familie und meinen Katern, einem guten Buch oder einem leckeren Kurkuma Latte.

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser?
> Da ich sehr spezialisiert bin und sehr häufig gefragt werden, wieso ich nicht mehr „kommerzielle“ Gerichte blogge, würde ich sagen, nicht sehr wichtig, da ich es nicht mache. Wichtig ist mir die Qualität der Leser, nicht die Quantität. Ich wüsste genau, was ich machen müsste, um noch mehr Leser zu erreichen, aber das tue ich nicht, weil es nicht authentisch wäre. Ich möchte die Menschen erreichen, die meinen Blog wertvoll finden und meine Arbeit wertschätzen.

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Ich bin sicher, dass 99% aller Blogger für sich bloggen und sich freuen, wenn sie Menschen damit erreichen. Vorrangig blogge ich auch, um mich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Es ist so schön, eine Leidenschaft zu teilen, mit Menschen, die sie verstehen.

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten?
> Ganz ehrlich sind es oft nicht nur die Großen, die ich schätze. Die gehören natürlich auch dazu, wie www.greenkitschenstorie.com oder www.krautkopf.de. Jedoch habe ich einige Blogger Freundschaften geschlossen, die ich sehr schätze. Dazu gehören Lynn von www.heavenlynnhealthy.de und Klara www.klaraslifeblog.com. Oder internationale vegane Blogger, wie Niki www.rebelrecipes.com, da ich von Ihnen viel lernen kann.

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Ich liebe Indie und Folk Musik, wie Junip. Grundsätzlich höre ich jedoch selten Musik beim Kochen.

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
> Amy Chaplin.

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> Alle meine Greenkitchenstories Kochbücher, mein Krautkopf Kochbuch und mein Amy Chaplin Kochbuch.

• Wie groß ist deine Küche?
> 12-13 qm.

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> Wenn ich merke, dass Leidenschaft dahintersteckt. Darüber hinaus neue Zutaten, bekannte Zutaten neu eingesetzt (z.B. Gewürze in Drinks oder Kräuter in Smoothies), eigene Erfahrungswerte, Tricks zur Zubereitung sowie schöne Food Fotos.

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest, was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
> An meinem Blog eigentlich nichts radikal, da er sich immer verändert, wenn ich mich verändere. Er ist ein Teil von mir. Ich persönlich würde wesentlich eher auf mich Acht geben und Dingen nachgehen, die MIR wichtig sind, anstatt es der Gesellschaft Recht zu machen. Ich würde eher in mich hineinhören und gut zu mir sein. Ich würde mir weniger eigenen Druck machen, weniger erfolgsorientiert sein und das Leben mehr genießen. Ich würde klare Ansagen machen, was ich will und was ich nicht will.

• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3

> Foodblogs:
1. www.greenkitchenstories.com
2. www.amychaplin.com
3. www.rebelrecipes.com

> Kochbuch:
1. Krautkopf
2. Greenkitchenstories „Smoothie Book“
3. Amy Chaplin

> Musikalbum:
1. Junip
2. Adna
3. Jose Gonzales

> Kochutensilie:
1. Vitamix
2. Backofen (bisschen schwer :o/)
3. Smoothie Glas

• Salz oder Pfeffer?
> Salz

• Bier oder Wein?
> Bier

• Süß oder Herzhaft?
> Süß

• Hauptgang oder Dessert?
> Hauptgang

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> Early Bird – sowasvon

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> Zwischending

• Kaffee oder Tee?
> Espresso

• Lieblings...:
> ...messer: Hauptsache scharf
> ...gewürz: Kurkuma
> ...koch: Amy Chaplin
> ...kochzeit/tag: Morgens – alle Tage
> ...rezept: gemein… Falafel

Fotos © Janine http://nutsandblueberries.de/