Denise aus Karlsruhe / "Nutripassion"


Heute: Denise aus Karlsruhe
Blog: http://nutripassion.de/

• Name deines Foodblogs
http://nutripassion.de/

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Mein Name ist Denise, Diplom Biologin, 31 Jahre mit Wohnhaft in Karlsruhe. 
Meine Leidenschaft gilt einerseits der gesunden Ernährung, wobei für mich wichtig ist, dass es dabei nicht ums Kalorien zählen geht. Vielmehr soll es darum gehen, den Körper mit den Nährstoffen zu versorgen die er braucht, ohne dabei den Spaß und den Genuss am Essen zu vernachlässigen. Meine zweite Leidenschaft gilt dem Sport, weshalb ich auch mit sehr großer Freude Kursleiterin im Fitnessstudio bin. Bewegung ist für mich ein unheimlich wichtiger Faktor im Alltag. Das kann Radfahren, Inlineskaten, Intervalltraining oder aber auch Yoga beinhalten. Je nachdem wonach mir an dem Tag gerade ist.

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
> Ich denke jeder Blog ist einzigartig und lebt von der individuellen Note, die jeder Blogger einbringt. Das Thema mag zwar das gleiche sein, aber wie man dieses umsetzt, ist bei jedem unterschiedlich und macht es auch so spannend! Bei meinem Blog ist es mir wichtig die Menschen über die Nahrungsmittel zu informieren und ihr Bewusstsein auf die Wertschätzung für natürliche Nahrungsmittel zu lenken. Allerdings möchte ich dies nicht mit einem erhobenen Zeigefinger tun – die Entscheidung was man isst liegt schließlich immer noch bei einem selbst. Von absoluten Verboten halte ich auch nichts – es geht eher darum, dass man bewusst genießt.

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten? Und warum überhaupt ein Foodblog?
> Aus gesundheitlichen Gründen war ich gezwungen mich mit dem Thema Ernährung auseinander zu setzen und dadurch habe ich gelernt wie viel man damit bewirken kann. Allerdings habe ich auch festgestellt, wie viele Halbwahrheiten über dieses Thema kursieren und wie die Werbung uns doch gerade in diesem Zusammenhang sehr beeinflusst. Bis ich meinen Weg gefunden habe musste ich sehr viel lernen und vor allem lernen die Spreu vom Weizen zu trennen und viele Aussagen kritisch zu hinterfragen – was nicht immer einfach ist. Das Wissen aus mein Biologiestudium half mir jedoch dabei. Die Quintessenz meiner Recherchen war, dass es nicht DIE Ernährung für alle gibt und meiner Meinung nach auch nie geben wird. Jeder muss heraus finden was einem persönlich gut tut - wir sind für unsere Ernährung selbst verantwortlich. Um dabei jedoch kluge Entscheidungen treffen zu können, muss man informiert sein. Deshalb wollte ich einen Foodblog machen, der einerseits Nahrungsmittel vorstellt und über die Inhaltsstoffe informiert, aber gleichzeitig Rezepte enthält um Ideen oder Denkanstöße zu geben, wie man mit dem Nahrungsmittel arbeiten kann.

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Das habe ich meiner Mutter zu verdanken.  Sie hat uns schon früh in der Küche mit helfen lassen. Toll war, dass es nie perfekt sein musste. Ihr war wichtig, dass wir Kinder den Umgang mit den Nahrungsmitteln lernten. Sie war es auch, die mir den Anstoß gab meine Ernährung zu überdenken, als es mir nicht so gut ging. Und voila: sie hatte absolut recht! 

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Ich blogge von zu Hause aus – irgendwo anders kann ich mich meist nicht so gut konzentrieren. Für das Recherchieren brauche ich Ruhe

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Chips  - ich weiß, das können manche gar nicht nachvollziehen, aber ich mag die wirklich nicht.

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> Das geht so phasenweise…mal liebe ich Datteln, mal ist es Joghurt…also immer unterschiedlich. Manchmal ändert sich das auch mit den Jahreszeiten.

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Ich denke jedes Land wird seine Reize haben. Spannend finde ich immer sich auf die landestypischen Gerichte einzulassen und neue Sachen auszuprobieren. 
Interessant finde ich auch zu erfahren, warum manche Sachen so praktiziert werden. Während man in Deutschland beispielsweise Wasser oder Saft zum Essen trinkt, wird in Indien ein Joghurtgetränk genannt „Lassi“ gereicht. Dieser dient einerseits dazu die Schärfe der Gerichte etwas zu mildern und ist gleichzeitig mit Gewürzen wie Kümmel, Kardamom und Ingwer gespickt um die Verdauung zu fördern. Solche Informationen begeistern mich immer!

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> Ich halte mich nie ans Rezept.  Meistens sehe ich Rezepte nur als Anhaltspunkt und verändere noch das ein oder andere. Ich wiege auch nie aufs Gramm genau ab. Es kommt ganz ganz selten vor, dass ich mich genau an das Rezept halte.  Aber den Tag darf man sich dann auch sicherlich rot im Kalender anstreichen

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> Es muss aufgeräumt sein bevor ich anfangen kann Chaos zu verrichten, ansonsten kriege ich eine Krise. 

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Meine Inspirationsquelle ist eigentlich mein Körper  Wenn ich irgendwo etwas lese was mir gefällt, überlege ich wie man das mit Zutaten die mir gut tun oder auf die ich gerade Lust habe umsetzen kann.

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> Da meine Küche nicht allzu groß ist, bin ich gezwungen immer mal zwischendurch Platz zu schaffen und aufzuräumen, aber es sieht natürlich trotzdem etwas chaotisch aus am Ende.

• Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebüt und wird wahrscheinlich nie ausgetauscht?
> Momentan wäre das mein Zauberstab, aber der kommt langsam in die Jahre, also werde ich ihn wohl oder übel auch mal austauschen müssen.

• Hand auf ’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Natürlich sehen die nicht immer so perfekt aus!  Manchmal braucht es ein paar Anläufe bevor es klappt und manchmal klappt es auch gar nicht, da muss man dann umdisponieren.

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste? 
> Ohne Freude am Weg kommt man glaube ich nicht zum Ziel. Das Verkosten ist die Belohnung am Ende, was natürlich auch sehr viel Freude bereitet (hoffentlich ). Also denke ich, dass beides sehr wichtig ist.

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Ich weiß nicht, ob ich das so pauschal sagen würde. Fast Food und Fertiggerichte werden zwar häufig verzehrt, da wir in unserer Leistungsgesellschaft immer unter Zeitdruck stehen. Allerdings sieht man auch mehr und mehr Trends, die versuchen frisches Essen mit etwas mehr Nährwert auf den Teller zu bringen – ohne dass man viel Zeit aufwenden muss. Ich denke da zum Beispiel an Food Trucks, Salatbars oder ähnliches. Das Angebot ist da – in vielen Fällen. Für was der Einzelne sich letzten Endes entscheidet bleibt jedem selbst überlassen. Womit wir wieder beim Thema meines Blogs wären: um kluge Entscheidungen bei der Nahrungsmittelwahl treffen zu können, muss man seinen Körper kennen und sich überlegen: gibt mir das jetzt die Energie durch den Tag zu kommen oder werde ich danach schläfrig und kann heute Nachmittag nicht mehr produktiv arbeiten?

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> Da ich hauptsächlich die Menschen ermutigen will auf ihren eigenen Körper zu hören, erzähle ich auch nicht allzu viel aus meinem privaten Bereich. Das hat da eigentlich nichts zu suchen finde ich. Sie sollen ihre eigenen Erfahrungen machen, ich will nur Ideen geben und ihnen helfen manche Themen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Ständig online zu sein funktioniert bei mir gar nicht. Je nachdem wie mein Tag aussieht, muss das Handy auch mal einige Zeit alleine in der Ecke liegen.

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser?
> Ganz egal ist es natürlich nicht, aber mir ist auch bewusst, dass sich nicht JEDER so in der Form für die Nahrung interessiert wie ich. Von daher freue ich mich, wenn ich Leser anziehe mit denen ich diese Begeisterung teilen kann und mit denen man sich eventuell sogar austauschen kann.

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Um ehrlich zu sein: beides. Einerseits will ich die Welt anregen über ihre Nahrung nachzudenken, aber andererseits ist es auch spannend zu erfahren, wie andere Menschen dazu stehen oder ihre Ernährung umsetzen. So kann auch ich etwas dazu lernen  Man lernt ja schließlich nie aus!

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten?
> Jeden, der mit Herzblut bei der Sache ist

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Radio.

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
> Mit dem Koch vom Kesselhaus – ein Lokal bei uns was immer seeehr leckeres Essen zubereitet. 

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> Ist zwar kein Kochbuch, aber ich bin immer noch überwältigt wie viel Wissen der Autor hat: „Optimal Wellness“ von Ralph Golan. Er hat auch ein paar Rezeptvorschläge mit eingefügt.

• Wie groß ist deine Küche?
> Ca. 9 m²

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> Ehrliche Begeisterung und Freude an der Sache.

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest, was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
> Ehrlich gesagt: nichts! Ich bin immer noch zufrieden sowohl mit meinem Leben als auch mit meinem Blog
________________________________________

• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3

> Foodblogs: 
1. http://theveganmonster.com/de/
2. http://einfach-glutenfrei.info/ind…/category/kuchen-muffins/
3. http://www.ohladycakes.com/

> Kochbuch: 
1. Fermented vegetables von dem Ehepaar Shockey
2. Die Weizenwampe – Das Kochbuch von William Davis
3. Mein eigenes Rezeptewerk

> Musikalbum: 
gemischt und ändert sich ständig

> Kochutensilie:
1. Zauberstab
2. Spiralizer
3. Messer
________________________________________

• Salz oder Pfeffer?
> Salz

• Bier oder Wein?
> Bier

• Süß oder Herzhaft?
> mal so, mal so

• Hauptgang oder Dessert?
> Hauptgang

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> Early Bird, ganz eindeutig!

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> Je nachdem in welchem Raum. Bad und Küche müssen sauber sein, aber wenn Zeitschriften herum liegen, habe ich damit kein Problem.

• Kaffee oder Tee?
> Kaffee!!!
________________________________________

• Lieblings...:
> ...messer: Hauptsache es ist scharf
> ...gewürz: Kurkuma, Ingwer, Zimt
> ...koch: meine Familie  Wir lieben es neue Sachen auszuprobieren, wenn wir zu Weihnachten oder anderen Anlässen zusammenkommen
> ...kochzeit/tag: am liebsten mittags/nachmittags
> ...rezept: Hier halte ich mich tatsächlich immer ans Rezept http://nutripassion.de/portfolio/buchweizenbrot-fermentiert/
________________________________________

Vielen Dank, liebe Denise, dass du dir die Zeit genommen hast, uns unsere Fragen zu beantworten! ________________________________________

Hast du auch einen Blog? Möchtest Du, dass wir dich und deinen Blog vorstellen? Dann schick uns eine E-Mail an: redaktion@germanfoodblogs.de ________________________________________

Fotos © Denise http://nutripassion.de/