Katja aus Berlin / "Kreavida"


Heute: Katja aus Berlin
Blog: http://kreavida.de/

Fragen an FoodBlogger
• Name deines Foodblogs
> Ich blogge auf www.kreavida.de

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Ich bin Katja , 29 jahre alt und wohne im nordöstlichen Speckgürtel von Berlin. Mein Beruf ? Tja irgendwie alles was mit Internet zu tun hat. Ich bin selbstständig als Bloggerin, Webdesignerin, Texterin und bastle gern an immer neuen Projekten. Zu meinen Hobbys zählt ganz klar der Garten und meine DIY Projekte. Dann wären da noch die beiden Hunde und…ach ich kann mich ganz schnell für Sachen begeistern und brenne dann dafür, das wechselt auch ganz gern mal. Ein eigenes Einhorn Pferd wäre noch ein Traum von mir, denn schon über Jahre hinweg ist der Umgang mit Pferden eines meiner liebsten Hobby. Sie strahlen eine solche Ruhe aus und lassen einen einfach mal alles Vergessen.

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
> Ich kenne natürlich nicht alle Foodblog die es so gibt, aber ich denke, dass es bei mir die Kombination aus verschiedenen Themengebieten ist, die aber trotzdem gut zusammen harmonieren. Zudem habe ich natürlich meinen ganz eigene Schreibstil und auch eine eigene Bildsprache.

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten? Und warum überhaupt ein Foodblog?
> Auf die Idee einen Blog zu starten kam ich etwa 2009. Damals hatte ich noch einen anderen Blog, der sich mit den Möglichkeiten im Internet Geld zu verdienen beschäftigte. 2011 habe ich Kreavida als Hobbyblog gestartet. Hier wollte ich über alles schreiben, was mich interessiert. Der Fokus ging schnell auf das Thema Food und Lifestyle. Ich bechreibe meinen Blog auch gern als Lifestyle blog, da essen für mich ganz klar zum Lifestyle gehört.

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Ich habe schon immer gern gebacken. Was gibt es denn als Kind besseres, als nach dem Anrühren des Teigs die Schüssel und den Löffel ablecken zu dürfen. Auch wenn das oft der Auslöser von Bauschmerzen war. Zum Kochen bin ich durch meine bessere Hälfte gekommen. Also gekocht habe ich schon immer, aber dass Kochen auch Spaß machen kann, habe ich erst durch Ihn gelernt. Er ist ambitionierter Hobbykoch und wenn wir dann mal gemeinsam Kochen macht das schon Spass und meistens kommt auch was sehr leckeres dabei raus.

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Meist blogge ich am heimischen PC, die Texte schreibe ich manchmal schon am Handy oder am Notebook, halt immer dort, wo mir gerade ein gistesblitz kommt. Da fällt mir ein, das sich noch ein Wasserdichtes Tablet in die Dusche bauen muss. Den letzten Feinschliff und das Einfügen der Bilder mache ich aber immer an meinem Desktop PC., Das mag aber auch daran liegen, dass mein Notebook schon in die Jahre gekommen ist und jede Schnecke schneller ist. Eigentlich gehört es ins Altersheim.

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Vor etwa 10 Jahren hätte ich hier eine ewig lange Liste aufschreiben können, doch über die Jahre habe ich vieles ausprobiert und gefallen dran gefunden…oh das klingt gerade wie der Anfang eines Buches für Erwachsene: D …
Nein im Ernst, man kann mich noch immer mit einigen Sachen jagen. Beispielsweise Rosenkohl…Das mag wohl daran liegen, dass ich schon als Kind eine arge Abneigung dagegen hatte. Der Rosenkohl und ich werden einfach nicht war miteinander, da wir schon viel erlebt haben. Meine Schwester und ich verbrachten einen Weihnachtsfeiertag bei Ihren damaligen Schwiegereltern und was gab es dort auf dem Teller …Rosenkohl…und da ich nicht unhöflich sein wollte, habe ich den Rosenkohl ohne Kauen, in einem Stück gegessen. Und dabei nicht geatmet. So machte sich der Geschmack nicht breit. Einige Jahre später übernachtete ich am Wochenende bei einer Freundin…wir waren bis zum frühen Morgen auf einer Party. Nach 3 oder 4 Stunden Schlaf wurden wir geweckt, es gab Mittag…tja ich muss nicht erwähnen, was es gab oder? Und dann hätten wir da noch Lakritze…einfach, weil ich den Geschmack einfach nicht mag. Wenn du also mit Haribo Colorado auf mich schießt, erreiche ich neue Bestzeiten im Sprint ☺

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> Na klar, am liebsten würde ich immer und überall Beeren verwenden. Egal ob Himbeeren, Blaubeeren oder Brombeeren, ich liebe sie einfach. Dann wäre da natürlich noch Schokolade, so ab 60% Kakao Anteil. Je dunkler je besser. Ich liebe Sie. Hartkäse, gern der richtige, echte Parmesan, aber auch die kostengünstige Variante verwende ich nur zu gern.
Dann wäre da noch neben vielen anderen frischen Kräutern aus dem Garten Basilikum. Ich liebe den Geruch von Basilikum. Den könnte ich mir nachts unter das Kopfkissen legen.

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Also für meinen kulinarischen Geschmack auf jeden Fall Italien. Vom Landesinneren bis hin zur Küste ist das Spektrum an kulinarischen Versuchungen sehr groß. Zudem gefällt mir, wie die Italiener ihre Mahlzeiten zelebrieren und sich Zeit dafür nehmen. Auf der anderen Seite bin ich auch ein Fan von Gewürzen und finde in diesem Zusammenhang die arabischen Länder und Nordafrika sehr interessant. Wenn ich an Süßspeisen denke muss ich wohl nach Belgien oder in die Schweiz.

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> Nur ein Genie beherrscht das Chaos. Wenn ich backe oder koche sieht die Küche wie das reinste Schlachtfeld aus. Töpfe stehen am Rand und jeder Windhauch könnte sie auf den Boden werfen. Handtücher liegen rum, und es sieht einfach nur aus als hätte eine Bombe eingeschlagen. Macht aber nix, denn wenn alle Bilder im Kasten sind entspanne ich mich danach beim Aufräumen.

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> Unverzichtbar sind natürlich gut Messer, denn es gibt nix schlimmeres, als die guten Zutaten mit einem stumpfen Messer zu misshandeln. Zudem lege ich großen Wert auf frische und gute Zutaten. Wir kaufen lieber regional und saisonal und verzichten dann auch mal auf etwas. Sicher könnte man das noch konsequenter durchziehen, aber der Anfang ist gemacht. Achso aber wir waren ja bei unverzichtbaren Dingen, ja meine KitchenAid natürlich. Das kleine schwere Ding habe ich so liebgewonnen, das gebe ich nicht mehr her.

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Ach wenn du wüsstest, von was ich mich manchmal inspirieren lasse. Manchmal ist s nur der Gang durch den Garten der mich auf neue Ideen bringt oder ich lasse mich auf Pinterest von den Bildern berieseln.

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> Ganz unter uns? Noch viel schlimmer als ich es oben schon beschrieben habe ;)

• Hand auf ’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Natürlich geht auch mal was schief…Wie oft wollte ich schon ein Gericht mit Lachs veröffentlichen und immer ist irgendwas danebengegangen. Entweder habe ich vergessen den Lachs aus der Pfanne zu nehmen oder die Fotos wollten einfach nicht gelingen. Macarons wollen mir irgendwie nie gelingen und auch manche Kuchen gehen mächtig daneben. Manchmal ist das Gericht auch gut geworden und schmeckt total lecker, ist aber einfach total unfotogen.

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?
> Also das wichtigste ist für mich das Naschen während der Zubereitung. Wenn ich nicht selbst koche wird mir zum Abschmecken schon immer der Salatlöffel in die Hand gedrückt. Oft ist es auch so, dass ich direkt nach dem Kochen keinen Hunger mehr habe. Dann freue ich mich aber wenn es anderen schmeckt.

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Ich finde es auch sehr schade, dass wir die Lebensmittel vom A**** der Welt importieren, nur weil wir im Dezember Bock auf eine Ananas haben. Ich finde, dass es auch in der näheren Umgebung tolle Lebensmittel gibt. Saisonal, regional und aus guter Haltung bzw. natürlichem Anbau …darauf sollten wir vermehrt achten. Was man dagegen machen kann? Ich hatte da eine Idee, das Projekt steht auch schon in den Startlöchern…Ich gebe euch gern Bescheid wenn es soweit ist.

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> Mein Blog gehört zu mir und ich erzähle auf dem Blog auch gern mal die ein oder andere Geschichte aus meinem Leben. Warum auch nicht, ich finde es immer ganz spannend, etwas über den Autor des Blogs zu erfahren. Was nun aber bei meinem letzten Zahnarztbesuch war oder das ich mir ab und an im Sonnenstuhl die Apothekenumschau oder Promiklatsch durchlese gehört nicht auf meinen Blog.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Mein Smartphone habe ich eigentlich immer bei mir, bzw. hätte es gern bei mir, denn mein Akku ist dermaßen im Eimer, dass ich es mindestens 2x am Tag laden muss. In der Zeit fällt uns die Trennung sehr schwer und wir vermissen uns stark, aber ich lenke mich dann meist mit anderen Dingen ab. Wenn ich unterwegs bin, wir bei einer Feier oder irgendwo zu Besuch sind bin ich meist offline. Da gucke ich dann nur ab und an mal auf den Bildschirm. Wenn ich schlafe bin ich auch meist offline….es sei denn ich gucke im Schlaf auch aufs Handy, aber davon weiß ich nichts. Es würde aber die ein oder andere gelesene Mail erklären, bei der ich mir morgens nicht erklären kann, warum sie als gelesen markiert ist.

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser? Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Natürlich freue ich mich, wenn ich mit meinem Blog viele Leser erreiche. Ich schreibe ja auch nicht nur für mich, weil mir die Dinge auf der Seele brennen, sondern weil ich etwas weitergeben möchte. Ich blogge Dinge, an denen ich meine Leser teilhaben lassen möchte. Ist das ein Satz? Klingt komisch… Von daher interessiert mich die Zahl meiner Leser schon und ich freue mich über jeden einzelnen der den Weg auf meinen Blog findet.

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten?
> Ach da gibt es so wahnsinnig viele,

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Hm ich muss sagen, dass ich beim Kochen/backen meist die Glotze laufen hab und dort irgendwelche Reportagen laufen habe. Morgan Freemans Mysterien der Menschheit, Terra X, Frankreichs Küsten…Sowas habe ich gern laufen. Ansonsten ist auch mal das Radio an, dort hören wir einen Sender der sowohl modernes Gedudel als auch viele ältere Sachen spielt.

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
> Ach mit Jamie Oliver würde ich schon sehr gern mal kochen, da wäre aber meine bessere Hälfte bestimmt neidisch und würde mich zuhause festketten, damit er mit Jamie kochen kann:

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> Rezepte aus Omas Küche…Ja im ernst, da stehen viele Grundlagen drin, die man immer wieder gebrauchen kann. Auch die klassische deutsche Küche. Es gibt Leute die kochen die tollsten Rezepte zusammen, wenn sie aber einen Sauerbraten eine Kartoffelsuppe oder gefüllte Paprikas machen sollen stehen sie da….Ich finde solche alten Rezepte lohnen sich und wenn man sie beherrscht kann man sie auf moderne und gesunde Art abwandeln.

• Wie groß ist deine Küche?
> Wir haben eine recht kleine Küche, die ich aber optimal geplant habe, sodass der Platz sinnvoll genutzt wird. Heutzutage sagt man ja TinyHouse zu kleinen Häusern, wir liegen also total im Trend, aber für eine große Küche war da eben kein Platz. Die Arbeitsfläche könnte gern größer sein, aber man hat sich daran gewöhnt den Teig auf dem Boden auszurollen…Nein , quatsch, dafür ist schon noch genug Platz.

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> Zum einen muss mich natürlich das Rezept ansprechen oder die Story um die es geht, zum anderen bin ich aber ein absolut visueller Mensch…wenn mich die Bilder also überhaupt nicht ansprechen, hat die Story manchmal gar keine Chance mich anzusprechen. Ein Bild sagt eben mehr als 1000 Worte. Aus diesem Grund arbeite ich auch ständig an meiner Bildsprache und bin mit meinen Fotos in 80% der Fälle auch nicht zufrieden…

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest, was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
> Ach darüber denke ich auch oft nach, sicherlich gibt es viele Punkte, an denen ich ansetzen könnte, aber, wenn ich nur eine Kleinigkeit verändern würde, hätte ich nicht das Leben, mit allen Höhen und Tiefen, das ich heute hätte. Butterfly Effect, schau dir den Film mal an, dann siehst du was passiert, wenn man nur eine kleine Kleinigkeit ändert. Sicherlich würde ich auf einige Tiefen gern verzichten, aber auch das gehört zum Leben dazu…

• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3

> Foodblogs:
1. Die liebe Vera von Nicest Things
2. Den Backbuben aka Tobias Müller
3. Laura von TRYTRYTRY

> Kochbuch:
1. Rezepte aus Omas Küche
2. Mein über die Jahre angelegtes Rezeptbuch
3. Jamie Oliver Buchsammlung

> Musikalbum:
1. Ed Sheeran
2. Eagles
3. Irgendein Best of Filmmusik oder was in der Art

> Kochutensilie:
1. Messer
2. KitchenAid…..gibt‘s da Strom?
3. Pfanne

• Salz oder Pfeffer?
> Salffer

• Bier oder Wein?
> Wenn ich dann mal einen Schluck Alkohol trinke, dann wohl Wein, aber nur Rosé. Der ist auch beim Kochen etwas vielseitiger einsetzbar als Bier.

• Süß oder Herzhaft?
> Süß

• Hauptgang oder Dessert?
> Hauptgang und dDessert , zur Not auch auf einem Teller

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> Definitiv NIght Owl die auch manchmal zum Early Bird wird ohne zu schlafen

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> Ordnungsfanatischer Dreckspatz

• Kaffee oder Tee?
> Tee

• Lieblings...:
> ...messer: Kai Europe
> ...gewürz: Muskat
> ...koch: Jamie Oliver
> ...kochzeit/tag: Nachmittag
> ...rezept: ernsthaft? Gibt viel zu viele

Fotos © Katja http://kreavida.de/