Eva aus Berlin Steglitz / "Doc. Evas Kochlatein"


Heute: Eva aus Berlin Steglitz
Blog: "
Doc. Evas Kochlatein"
http://dental-food.blogspot.de/

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Kochen ist meine Muse. Den Namen Doc.Eva hat mir Steffen Henssler anlässlich eines TV Formates gegeben und ich habe ihn behalten, zum Kochen im TV, im Netz, zum Moderieren im Radio http://www.farbe-radio.de/ , zum Posten beim Social Media Networking und seit Januar 2013 auch zum Bloggen.
Mein Name ist Dr. med. dent. Evelyne Schaefers. Für mich hat alles, abgesehen von der Arbeit als Zahnärztin in meiner Praxis http://www.zahnarztpraxis-schaefers.de/, mit Essen zu tun, nicht zuletzt weil Essen im Mund beginnt! Recherchieren, Planen, Einkaufen, Vorbereiten, Zubereiten, Dekorieren, Anrichten, Fotografieren, Gärtnern, Reisen, Wohnen, Leben; manchmal sogar doch Arbeiten (s. Dental-Food, das Buch), http://www.dental-food.de/ - weil: Essen beginnt im Mund!

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
J> e mehr ich an Wissen zusammentragen kann, desto mehr kann ich in meinem Kochlatein mitteilen - kein Latein (lingua latina), auch kein Küchenlatein (latinitas culinaria), einfach nur alles Wissens- und Mitteilenswerte rund ums Kochen oder die Gesundheit und / oder die Zusammenhänge im menschlichen Körper.

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten? Und warum überhaupt ein Foodblog?
> Mein Buch war sehr speziell: Für Foodfreaks zu zahnmedizinisch – für Kollegen zu kompliziert zum Nachkochen. Kochen bedeutet für mich Socialising, szs. ohne gesellschaftliche, kulturelle und religiöse Ressentiments. Wie könnte ich mich weltweit besser austauschen, als durch einen Foodblog auf dem ich mich ungebremst präsentieren kann?

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Es soll Menschen geben, die das „absolute Gehör“ haben. Mir sagt man seit mehreren Jahrzehnten nach, ich hätte den „absoluten Geschmack“. Ich kann relativ treffsicher Gewürze und Inhaltstoffe herausschmecken und schon mal Gegessenes zu Hause zubereiten. Die Leidenschaft kam schleichend, später besitzergreifend und seit 2007 ist sie nicht mehr wegzudenken.

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Die Ideen kommen mir überall. Kochen, ha, ha, das mach ich in der Küche oder outdoor im Garten und zum Schreiben halte ich es wie der „Der arme Poet“ von Carl Spitzweg.

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Ich esse keine Muscheln mehr! Eine Falsche reicht für’s Leben! Grüne Paprika und Sellerie geben stundenlang Pfötchen (Sodbrennen, lat.: Pyrosis) – das braucht kein Mensch. Ein klitzekleiner Enzymdefekt beschert mir eine partielle Histaminintoleranz, die sich bei Olivenöl zeigt, kauf ich nicht und ess‘ ich nicht. Für gleichfalls Betroffene: Daosin wäre das Medikament der Wahl

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> Nicht alles passt überall! Lieblingszutaten sind alle frischen Kräuter, Baharat, wenn’s passt, Zitronen-, Orangen- und Limettenabrieb und selbstverständlich alles zwischen A, wie Anis und Z, wie Zimt.

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Es gibt ca. 200 Länder auf der Welt. Alle sind es wert, bereist zu werden. Meine ganz spezielle Vorliebe gilt dem Orient. Mein zweimonatiger Arbeitsaufenthalt in Dschidda (Saudi-Arabien) hat mich nachhaltig geprägt.

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> Es gibt Nachtigallen, und es gibt Lerchen! Wenn’s mich überkommt, duftet es aus der Küche auch schon mal morgens um fünf.

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> TV zum sich Ergötzen und iPad und iPhone zum Kommunizieren.

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Die Frage könnte auch lauten: Wer ist Gott und wo wohnt er? Hat er einen langen grauen Bart? Das Leben und die Natur inspirieren mich – ganz easy peasy.

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> Sauber, geputzt, ordentlich und aufgeräumt, inklusive gewischtem Boden.

• Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebüt und wird wahrscheinlich nie ausgetauscht?
> Ich liebe meinen Trüffelhobel für extrem dünne Gemüse- und Obstscheibchen und meinen Victorinoxschäler ohne Griff. Der gibt besseren Kontakt zum Schälobjekt, dazu meine Kochpinzette und meine Winkelpalette zum anrichten.

• Hand auf ’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Na klar, Versuch macht kluch klug – üben, üben, üben lautet die Devise!

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?
> Kochen funktioniert für mich nach dem Lustprinzip. Ideen haben und umsetzen, meditatives Schnitzen und Schneiden, abschmecken, nochmals nachschmecken, Fotoszenen aufbauen - cibus es (lat. Speisen sind Kunst). Zum satt werden schmier ick mir ne Teewurststulle.

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren für mich überhaupt nicht an Wert. Ich bin keine Nonne und keine Missionarin, ich will niemanden bekehren! Live and let die!

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> Eine gewisse Transparenz gehört in einen Blog, es ist ja schließlich Meiner. Namennennungen nur nach Rückfrage und mein Privatleben geht nur mich und meine Freunde was an.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Ich habe alles, offline bin ich zu bestimmten Zeiten aber auch.

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser?
> Ich freue mich über Clicks, Feedback und persönliche Post in meinem PF.

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Für mich und alle, die sich dafür interessieren.

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten?
> Viele Blogger betreiben Ihre Blogs mit großer Leidenschaft, manche sogar sehr professionell. Mir liegt das eher Laienhafte, Unprofessionelle und Unkommerzielle mehr => Geld verdirbt den Charakter, auch den eines Essgeschichtenschreibers!

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Wave und Trance, Elektrobeats, Dubstep, Techno, Reggae, manchmal Schlager und Klassik, z.B. Mahler, Bruckner und Beethoven … und natürlich The Rolling Stones!

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
> Mit Antonio Bachour Dessers zubereiten und bei meinen Kochfreunden aus dem Käptn‘s Dinner https://www.facebook.com/groups/228596570517217/ fühle ich mich bestens aufgehoben.

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> K. Puhony: Natürlich konservieren

• Wie groß ist deine Küche?
> Ca. 18 qm – bei Partyende sind schon mal 10 Leute drin.

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> Ihr Inhalt, Rezeptauflistungen (möglichst noch unpräzise) sind mir ein Gräuel. Ich erkenne gerne den Schreiberling hinter einer Geschichte zu einem Gericht. Schön inszenierte Fotos sind der dazu passende Augenschmaus. Bei auftretenden Fragen darf ordentliche Verlinkung nicht fehlen.

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest, was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
> Nichts!
„Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:
Geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; töten hat seine Zeit. Heilen hat seine Zeit;
abbrechen hat seine Zeit. Bauen hat seine Zeit; weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit; Steine wegwerfen hat seine Zeit,
Steine sammeln hat seine Zeit; herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit; suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine Zeit. wegwerfen hat seine Zeit; zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit; schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit; lieben hat seine Zeit. Hassen hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit.“ (Salomon Kap. 3 Vers 1-8)

• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3

> Foodblogs:
1. OBERS TRIFFT SAHNE
2. Französisch Kochen by Aurélie Bastian
3. Mum's Delicious Cuisine..

> Kochbuch:
1. Chr. Teubner: Food: Die ganze Welt der Lebensmittel
2. K. Puhony: Natürlich konservieren
3. TimeLife-Kochbücher: "Die Kunst des Kochens (27 Bände)

> Musikalbum:
1. Pink Floyd: The Dark Side of The Moon
2. Cafe Del Mar Vol. 1-10
3. Mike Oldfield: Tubular Bells Part 1-3

> Kochutensilie:
1. Victorinoxschäler
2. Trüffelhobel
3. Pflaster

• Salz oder Pfeffer?
> Salz

• Bier oder Wein?
> Bier, Wein und Sekt – das schmeckt!

• Süß oder Herzhaft?
> Beides: 70% Herzhaft – 30% Süß

• Hauptgang oder Dessert?
> Vorspeisen aller Art

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> Early Bird

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> Ordentlich

• Kaffee oder Tee?
> morgens Tee, später Kaffee

• Lieblings...:
> ...messer: Tortensäge
> ...gewürz: Humor
> ...koch: Dynamische Aufsteiger - definitiv kein TV Koch
> ...kochzeit/tag: Der Tag hat 24 h … und die ganze Nacht
> ...rezept: Jedes, dass mich anspringt und sich festbeißt

PS:
In eigener Sache:
Die Mitwirkung von Zucker bei der Entstehung von Caries ist unumstritten. Die interaktiv bedeutendste Bakterienart ist Streptococcus mutans. Nahrungszucker gelangen in oder an die bakteriellen Zahnbeläge (Plaque), wo sie zu Säuren abgebaut werden, die zur Entkalkung des Zahnschmelzes und dadurch zum kariösen Defekt führen. Ob Zucker in Form von Haushaltszucker, Honig, leicht verdaulicher Stärke o.Ä. aufgenommen wird, ist dabei bedeutungslos!
Die drei Helfer in der Not sind Zahnbürste und Munddusche und Zahnseide!