Christina aus Kassel / "Christina macht was"


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Heute: Christina aus Kassel
Blog: "Christina macht was"
http://christinamachtwas.blogspot.de/

• Name deines Foodblogs
> Mein Blog heißt ‚Christina macht was‘ und das trifft den Nagel genau auf den Kopf – Ich mache ständig was.

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Wie der Blogname schon vermuten lässt, ist mein Name Christina. Ich bin 23 Jahre alt und wohne in der Documenta-Stadt Kassel. Von Berufswegen her bin ich Bürofee bei einer Behörde und meine Hobbys sind als Ausgleich ziemlich vielseitig. Ich handwerkel gern vor mich hin, mache allerlei kreatives mit Perlen, Koche und Backe natürlich für mein Leben gern und mittlerweile ist auch Fotobearbeitung und Blogdesign zu meinen Hobbys geworden (gezwungener Maßen ;-)).

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
> Hm. Das ist eine gute Frage. Ich würde sagen, dass ich viel Wert auf Authentizität lege – ich gebe immer meine ehrliche Meinung wieder und achte darauf, dass z.B. die Rezepte die ich koche und dann verblogge mir auch wirklich schmecken und geglückt sind. Es gibt allerdings auch einige Posts auf meinem Blog mit sog. „Kitchenfails“. Wenn etwas komplett in die Hose gegangen ist, verblogge ich das auch, denn vielleicht hat jemand anders dasselbe Problem und dann kann man mal gucken, wodran hat’s denn gelegen? Außerdem versuche ich mich auch stetig zu verbessern, gerade was die Präsentation und die Fotos meiner Gerichte angeht – das ist mein großer Ehrgeiz. Aber unterscheidet mich das? Jeder Mensch ist anders und so ist auch jeder Blog komplett anders. Ich würde einfach sagen, meine Persönlichkeit unterscheidet mich doch schon sehr von den anderen Bloggermädels. Ich bin durchaus manchmal auf Krawall gebürstet und vertrete meine Meinung; ich bin sturmerprobt und lasse mir nicht die Butter vom Brot nehmen. Ich bin also nicht „Everyone ‘s Darling“.

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten? Und warum überhaupt ein Foodblog?
> Die Geschichte zum Anfang meines Blogs ist eigentlich ziemlich unspektakulär – ich lag eines schönen sommernachtmittags in unserem Garten unter dem Apfelbaum und dachte: „Wieso eigentlich nicht? Ich habe so viel zu teilen, das sollen andere Menschen sehen.“ Und dann war auch schon ziemlich schnell mit dem Smartphone einer erstellt. Am Anfang war ich gar nicht so auf einen Foodblog bedacht, ich glaube einer meiner ersten Posts war das Rezept für ein Salbeipeeling. Und auch jetzt noch ist mein Blog kein 100 %iger Foodblog – da ich unheimlich gern Sachen selber mache, gibt es auch viele DIY’s und Rezepte für z.B. selbstgemachte Bodybutter. Ich brauche immer Beschäftigung und wenn ich nicht gerade Koche, mache ich halt auch noch viele andere Dinge. Ich würde sagen, es ist ein Verhältnis von 70/30. Mehr Rezepte natürlich, aber auch ein großer Teil „Gewusst wie!“.

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Auf jeden Fall meine Eltern. Oder sagen wir eher meine Mutti. Ich habe mir ihr in der Küche gestanden, seit ich ansatzweise etwas mitbekommen habe und von ihr kann man einfach unheimlich viel lernen. Essen und Trinken war immer ein wichtiger Teil meines Lebens und unserer Familie und in den letzten Jahren seit ich Vegetarierin geworden bin, setze ich mich noch intensiver damit auseinander.

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Och, das ist unterschiedlich – im Sommer am Liebsten im Garten (unter besagtem Apfelbaum), im Winter sitze ich oft bei uns in der Küche am Esstisch (also mitten drin) oder in meinem Zimmer auf dem Sofa und bearbeite Bilder etc.

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Jegliche Arten von Fleisch, Fisch oder deren verarbeiteten Produkten. Als Vegetarierin klar, oder? Ansonsten bin ich da sehr unkompliziert und esse alles vegetarische, was mir auf den Teller kommt.

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> Ich bin ein totaler Tomaten und Knoblauch-Junkie. Knoblauch gebe ich eigentlich in fast jedes Rezept und finde ihn einfach nur genial. Mein Freund mittlerweile auch.

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Oh man, nur eines? Ich wüsste 100 Orte, an die ich noch reisen will und deren Küchen ich kennenlernen will! Mein großer Traum ist es, mal nach Indien zu kommen, denn diese Küche finde ich hochinteressant. Aber letztes Jahr war ich z.B. in Italien und das war teilweise auch wie der (kulinarische) Himmel auf Erden für mich.

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> Ich bin sehr perfektionistisch veranlagt – gerade wenn’s ums Kochen und Backen geht. Da habe ich dann gern das Kommando und alles unter Kontrolle – das kann für meinen Mitkoch schonmal ziemlich anstrengend sein. Außerdem weiß ich massenweise Rezepte aus dem Kopf und für außenstehende ist es dann schwierig nachzuvollziehen, was als nächstes kommt und wo sie helfen können – das nervt meinen Freund, glaube ich, am Meisten.

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> Messer, Nudelholz, Backformen…. Nein, Spaß beiseite – eigentlich meinen Freund, der ist mein treuer Helfer und wir sind mittlerweile ein richtig eingespieltes Team in der Küche.

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Hm. Menschen? Durch Gespräche mit anderen bekomme ich sehr viele Inspirationen oder einfach auch meinen Kopf würde ich sagen. Ich sehe eine Zutat und schon rattert es und ich probiere im Kopf einzelne Kombinationen aus. Ich weiß nicht, ob das ein Talent ist, aber ich kann mir im Kopf Geschmackskombinationen vorstellen und meist schmeckt es hinterher auch genau so. Das ist wirklich hilfreich – für mich. Außerdem schau ich natürlich viel im Internet rum, da gibt es ja nunmal Millionen von Rezeptideen.

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> Ohje…Naja – sagen wir es so. Momentan wohne ich noch bei meinen Eltern und meine Mum ist oftmals auch am Kochen oder werkeln, wenn ich was in der Küche mache und da ist ein gewisses Maß an „ich-räum-das-schonmal-weg“ einfach ein Muss.

• Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebüt
und wird wahrscheinlich nie ausgetauscht?
> Mein weißer KitchenAid. Den habe ich mir mit 20 gekauft und der wird mich hoffentlich ein Leben lang begleiten – ich will nie wieder ohne ihn sein!


• Hand auf’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Nein, natürlich sehen sie nicht immer perfekt aus. Mir geht auch einiges schief (und das verblogge ich auch!). Aber ich bemühe mich natürlich, z.B. einen Eintopf nicht einfach nur in einen Teller zu schöpfen und dann zu fotografieren. Ich fülle ihn in ein Schälchen, mit vielleicht noch etwas Quinoa oder ein paar Nudeln dabei und einem Blättchen Minze. Das Auge isst mit – und wenn ich die Bilder dann geschossen habe, fülle ich ihn in meinen Teller und dann sieht’s auch manchmal aus wie schonmal gegessen. Aber es schmeckt – und das ist die Hauptsache.

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?
> Nun ja, eigentlich würde ich eher sagen, mir ist das Endergebnis am Wichtigsten. Im Garprozess kann man noch so einiges machen, aber wenns dann auf dem Teller ist, muss es schon schmecken.

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Hm. Also das kann ich so nicht unterschreiben. Für mich und meine Familie ist Essen sehr wichtig und ein großer Teil unseres Lebens. Wir gehen nicht oft Fastfood essen und wenn, dann ist es eine Ausnahme – weil gerade einfach zu viel zu tun ist, um frisch zu kochen. Aber das ist auch wirklich die Ausnahme. Wir wissen gutes Essen zu schätzen und ich finde es schade, wenn das bei anderen nicht so ist. Ich kann immer nicht verstehen, dass sich Menschen so überhaupt nicht dafür interessieren, was sie in sich hineinstopfen. Man kann auch mit kleinem Budget vollwertig und lecker kochen und es gibt Millionen Internetseiten, die sich damit beschäftigen. Dieser kleine Zeitaufwand um etwas zu recherchieren kann nicht zu viel sein, und ich denke da muss man ansetzten. Hilfe zur Selbsthilfe. Warum gibt’s eigentlich das Fach Kochen nicht mehr an Schulen? Ich denke, da ist ein großer Nachholbedarf vorhanden. Wenn die Kleinsten schon an eine gesunde Ernährung herangeführt werden würden, gäbe es bestimmt weniger ernährungstechnische Probleme.

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> Mein Blog ist sehr privat – denn was ist eigentlich privater als meine Ernährung und was ich in mich hineinstopfe? Ich bin da relativ offen, allerdings arbeite ich bei einer Behörde und muss natürlich auch sehen, dass ich darüber nicht zu viel preisgebe. Ich schreibe auch viel über meine Meinung, z.B. was den Veggieday anging oder aber auch Bio- oder nicht-Bio-Produkte etc. Wer’s nicht lesen will, soll’s wegklicken – aber ich finde die Diskussion über solche Themen wichtig und richtig – auch auf einem Foodblog.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Also mein Laptop ist meist nur am Abend mal an oder wenn ich wirklich dran arbeiten muss – und dann auch eigentlich nur, wenn mein Freund nicht bei mir ist. Wenn er da ist, gehört die Zeit uns beiden und nicht dem PC. Mit dem Smartphone ist das ein bisschen anders; da gucke ich öfters mal drauf. Ich bin ein kleiner Instagramjunkie und interagiere auch viel mit den anderen IGlern.

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser?
> Natürlich sind Leserzahlen für jeden Blogger wichtig. Aber was bringen mir 1000 Leser, wenn eigentlich nur 20 wirklich gucken, was auf meinem Blog los ist. Dann lieber weniger, aber die erfreuen sich wirklich an meinen Bildern und Rezepten.

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Teils – teils, würde ich sagen. Ich finde es toll, meine Rezepte zu sehen und immer auch selbst nochmal nachschlagen zu können – schnell und unkompliziert auch beim Einkaufen. Aber natürlich poste ich meine Worte auch in die Welt hinaus – für jeden zugänglich. Ein Hoch auf das Informationszeitalter!

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten?
> Es gibt viele, viele liebe Bloggermädels, mit denen ich mich gut versteh und mit denen es Spaß macht, ab und zu mal zu interagieren. Aber es gibt soooo viele – ich will hier gar keinen außen vor lassen.

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Heavy Metal, Rock und allerlei andere „dunkle“ Musikrichtungen. Ich liebe es, richtig lauten Metal zu hören und dabei z.B. zu kochen oder zu backen. Auch Putzen und Aufräumen geht damit viel besser. Mit HipHop etc. kann ich überhaupt nichts anfangen.

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
> Auf jeden Fall Jamie Oliver!

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> Mein eigenes! Ja! Ich habe eines – in der Auflagenstärke: 1. Meine wundervolle Schwester hat mir mit einigen der besten Rezepte aus meinem Blog ein eigenes Koch- und Backbuch gestaltet und mir zu Weihnachten geschenkt. Es ist perfekt und das würde ich nie wieder hergeben.

• Wie groß ist deine Küche?
> Momentan koche ich ja noch in der bald 40 Jahre alten Küche meiner Eltern – sie ist limettengrün (ja – das war in den 70ern/80ern schonmal „in“!). Da ich allerdings im April ausziehe, habe ich gerade mit meinem Liebsten zusammen eine Küche gestaltet und geplant und ich liebe sie jetzt schon. Wer Interesse daran hat, wie sie dann aussieht, kann bestimmt auf meinem Blog im Laufe des Jahres ein paar Bilder erhaschen.

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> Jede Geschichte ist lesenswert! Da gibt’s nichts unlesenswertes oder keine Kriterien.

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest, was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
> An meinem Leben? Nichts. An meinem Blog? Nichts! Ich liebe mein Leben und die Menschen darin und ich finde, alle Erfahrungen, die man macht, haben einen Grund. Ich verbessere mich von Tag zu Tag und auch wenn es mal Rückschläge gibt, man muss immer positiv bleiben und ich habe immer meine Familie, die mir den Rücken stärkt.

• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3
> Foodblogs:
1. Shelikes
2. Meinen eigenen!
3. What Ina loves

> Kochbuch:
1. Das meiner Schwester für mich
2. Restlos! vom Kosmos Verlag
3. Natürlich Jamie von Jamie Oliver

> Musikalbum:
1. My Chemical Romance – Black Parade
2. Rise against – The Sufferer and the Witness
3. Emilie Autumn - Opheliac

> Kochutensilien:
1. Kitchenaid
2. Jede Menge Backformen
3. Limettenquetscher

•Salz oder Pfeffer?
> Salz!

• Bier oder Wein?
> Wasser?!

• Süß oder Herzhaft?
> Herzhaft.

• Hauptgang oder Dessert?
> Oh, das ist schwer. Hm…Hauptgang.

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> Complete Early Bird!

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> Ordnungsfanatikerin mit Perfektionstick.

• Kaffee oder Tee?
> Where there’s Tea – there’s Hope!

• Lieblings- :
...-messer: Scharf muss es sein – alles andere ist egal.
...-gewürz: Knoblauch und Salz!
...-koch: Jamie Oliver
...-kochzeit/tag: Abends!
...-rezept: Wirklich? Nur eines? Pasta mit einer einfachen und frischen Tomatensoße.