Carmen und Harald aus Frankfurt / "cahama"


portrait.png
blog.png

Heute: Carmen und Harald aus Frankfurt
Blog: "cahama"
http://cahama.wordpress.com/

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Dann muss ich zwei Personen vorstellen, die sich hinter dem Blog „verbergen“:
meine Frau, Carmen, 52 Jahre, Haus- und Gartenfrau (Hausfrau alleine würde dem, was sie macht bei weitem nicht gerecht werden), ihre Hobbys sind Lesen, Handarbeiten (Stricken, Häkeln, Nähen), Backen und Kochen.
Ich heiße Harald, bin 53 Jahre, kaufmännischer Angestellter und meine Hobbys sind unsere Gärten, unser Hund, Kochen und Backen (aber nur Brote; süße Backwaren esse ich zwar gerne, backe sie aber nicht gerne). Wir leben in einem kleinen, ruhigen und beschaulichen Vorort von Frankfurt (doch! das gibt es; Frankfurt ist nicht nur geschäftige Bankenstadt).
Und, um das oft nachgefragte „Geheimnis“ zu lüften: der Blogname leitet sich ganz einfach aus den Anfangsbuchstaben unserer Namen ab; CArmen und HArald MAhr

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
> Wir versuchen (fast) alles selbst herzustellen. Um das zu verstehen muss ich vielleicht etwas weiter ausholen: wir (meine Frau und ich) waren früher beide berufstätig. Und wie das bei den meisten wohl so ist, haben wir uns auch teilweise „aus der Dose“ oder „aus der Tüte“ ernährt. Dann kamen die Kinder. Unsere zweite Tochter litt von Geburt an Neurodermitis. Anfangs sind wir von einem Doktor zu nächsten gerannt, haben alles Mögliche (und Unmögliche) ausprobiert. Nichts hat geholfen. Wir haben Tagebuch über die Krankheit und auch die Ernährung geführt. Eines Tages fiel und dann auf, dass die Ausschläge/Reizungen bei unserer Tochter oft dann schlimmer wurden, wenn wir Fertigprodukte gegessen hatten. Was also lag näher, als auszutesten ob wir mit unserer Vermutung richtig liegen. Also, alle haben wir alle Fertigprodukte weggelassen und alles frisch zubereitet. Und siehe da, seit etwa ihrem 3. Lebensjahr ist unsere Tochter praktisch beschwerdefrei. Anfangs war es natürlich etwas ungewohnt und auch zeitaufwändig, alles selbst herzustellen. Das hat sich aber schnell gegeben.
Dann kam noch dazu, dass meine Schwiegereltern einen Gemüsegarten hatten und dort hin und wieder mal was für uns „abfiel“. Ich glaube, jeder der das Glück hat über Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten zu verfügen wird mir Recht geben, dass das etwas ganz anderes ist als gekauftes Obst und Gemüse.
Und die Kombination aus den beiden „Umständen“, hat dazu geführt, dass wir immer mehr selbst gemacht haben. Es schmeckt einfach besser und ist der Gesundheit (zumindest der unserer Tochter) zuträglicher.

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten?
> Über das „Brotbackforum“ habe ich die liebe Cami (http://wittcami.de/) kennen gelernt. Sie hat mich motiviert: „…das, was ihr alles macht…da sind viele andere, die das auch interessiert…die suchen solche Rezepte…“

• Und warum überhaupt ein Foodblog?
> s. o.

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> „Der Hunger kam beim Essen“ könnte man hier im übertragenen Sinn sagen. Anfangs war es mehr die Notwendigkeit aber da ist dann immer wieder der Ehrgeiz das Erreichte zu verbessern.

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Ausschließlich vom heimischen PC. Ich habe zwar nun seit einem ¾ Jahr ein Smartphone, aber ich, mit meinen ungeschickten Fingern, und diese kleinen Buchstaben auf der Smartphone-Tastatur, das passt nicht. Wir treffen uns so selten

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Ja, Blutwurst!! Wenn wir, wie gerade am ersten Februarwochenende, Hausmacher Wurst machen, dann gehört da natürlich auch Blutwurst dazu, ich kann machen, mit den Händen mischen, sie auch im Rohzustand essen, aber wenn sie fertig ist, mache ich einen großen Bogen darum.

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> Nein, eigentlich nicht. Alles hat seinen „Platz“, da kann man es verwenden. Ich liebe z. B. Knoblauch, käm doch aber nicht auf die Idee ihn bei Süßspeisen zu verwenden.

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Ein kleiner Buchstaben mehr und die Antwort wäre mir leichter gefallen: „…keine kulinarische Reise wert…“
Egal, welches Land man besucht, jedes hat seine Spezialitäten. Wir sind neuem gegenüber sehr aufgeschlossen. Da wird praktisch alles probiert.
Ich habe auf La Palma sogar „Morcilla dulce“, das ist eine Blutwurst (siehe oben!!) mit Mandeln, Rosinen und Zimt, probiert. Gut, war nicht mein Fall, aber um das festzustellen muss man alles erst einmal probieren.

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> Ich hasse Eintönigkeit, immer wieder das Gleiche kochen ist mir zuwider.

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> Auf die Musik dabei.

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Ich bin noch auf der Suche danach

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> Wenn ihr davon eine Vorstellung bekommen wollt, dann schaut euch unseren Post „Schokoladen-Dessertschälchen“ an. Da ist mir ein aufgeblasener Luftballon beim Eintauchen in die flüssige Schokolade geplatzt…
Aber so sieht es glücklicherweise seltenst aus. In aller Regel kochen meine Frau und ich zusammen. Wir sind ein „eingespieltes Team“, wer zwischendurch Zeit hat, der spült ab/räumt auf, daher ist es meist „aufgeräumt“.

• Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebüt
und wird wahrscheinlich nie ausgetauscht?
> Der Fleischwolf. Keine Wurst, kein Hackfleisch, kein Rahmspinat , keine Wirsinggemüse, keine Leberknödel, kein Spritzgebäck…ohne ihn

• Hand auf’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Erstens sehen unsere Gerichte nicht perfekt aus. Ich ärgere mich selbst oft über die Bilder unserer Gerichte, wenn ich diese mit Bildern anderer Blogger vergleiche und zweitens geht natürlich immer mal was schief (aber das muss man ja nicht bloggen - kann man aber, siehe „Schokoladen-Dessertschälchen“)

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?
> Das gehört für mich zusammen. Kochen macht Spaß und wenn das Ergebnis dann noch gelungen ist – was will man mehr

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Wir achten sehr darauf, was wir essen. Gemüse und Obst produzieren wir fast ausschließlich selbst. Fleisch kaufen wir nur bei Leuten/Bauern, die wir kennen, wo wir auch wissen, wie die Tiere aufwachsen. Auch wenn ein Tier nur „zum Essen“ züchtet wird, sollte man es bis zum Schlachten mit der gebotenen Wertschätzung behandeln und es artgerecht halten. Nur wo das der Fall ist, kaufen wir Fleisch.
Ich werde öfters gefragt, wo wir unser Fleisch kaufen. Die meisten Adressen gebe ich gerne weiter, aber einige wenige bleiben mein Geheimnis. Das sind so kleine Bauernhöfe, wenn ich die Adressen verrate, dann bekommen wir nichts mehr…

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> Wir posten Rezepte und teilweise kleine „Geschichten“ oder Wissenswertes drum herum, das reicht dann aber auch.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Wenn ich nachhause komme, schalte ich das Smartphone aus. Den PC mache ich an um Mails zu lesen bzw. beantworten, einen Post zu schreiben oder zu veröffentlichen, ein wenig in anderen Blogs zu stöbern, aber dann wird der PC wieder ausgeschaltet.

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser?
> Es freut einem natürlich, wenn es da draußen im großen weiten Web Leute gibt, die das lesen, was man schreibt. Aber wir würden unserer Idee nicht untreu werden nur um mehr Leser zu bekommen.

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Genauer betrachtet müsste ich doch sagen: anfangs für mich, für mich alleine, denn da wusste die Welt doch noch gar nicht, dass es unseren Blog, gibt.
Mittlerweile kommt aber doch oft Feedback von „der Welt“ zurück, so dass ich sagen kann, ich bzw. wir bloggen jetzt auch ein kleines bisschen für die Welt.

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten?
> - Robert von „lamiacucina“ – tolle Rezepte, riesiges Hintergrundwissen, super Bilder, schön zu lesen
- Wolfgang von „Baeckersuepke“ – viele Sachen haben wir nach seinen Rezepten gebacken. Toll, dass ein Profi einen Teil seiner Rezepte preisgibt. Und, kleiner Tipp: wer die Möglichkeit hat, sollte wirklich mal bei ihm einkaufen. Wir waren gerade erst da. Super Qualität
- Björn von „Brotdoc“ – immer wieder super Backrezepte mit schönen Anleitungen.
- Petra von „Petras-Brotkasten“ bzw. „Chili und Ciabatta“, ohne sie würden wir heute nicht backen. Nach etlichen Fehlschlägen haben wir mit ihren Rezepten die ersten ansehnlichen Backerfolge bei Broten erzielt
- diese Liste könnte man beliebig fortsetzen. Da sind so viele tolle Blogger und bei jedem findet man schöne Rezepte, neue Anregungen, aufschlussreiche Erfahrungsberichte…

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Wenn wir in der Küche sind, ist das Radio an und da läuft dann Rock und Pop.

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
> Alexander Herrmann – ruhiger, sachlicher Typ, der weiß was er will und wie es geht

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> Ich habe kein „Lieblingskochbuch“, von daher…

• Wie groß ist deine Küche?
> Die „Kochküche“ ist 13 ½ m² groß. Im Keller ist dann noch der „Wurstkeller“. Da wird, wie der Name sagt, Wurst gemacht, aber auch Fleisch zerlegt (wir kaufen Fleisch nur „im Ganzen“).

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> Eigener Stil, interessanter Inhalt und „flüssig“ geschrieben, wenn der Autor sich nicht „überbewertet“.

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest,
was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
> Ich würde einigen Leuten, bei denen das heute nicht mehr möglich ist, mehr Zeit schenken.

• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3
> Foodblogs:
1. lamiacucina
2. Bäcker Süpke
3. cahama > damit wir weiter schreiben könnten

> Kochbuch:
1. ./.
2. ./.
3. ./.

> Musikalbum:
1. Brothers in Arms – Dire Straights
2. Hotel California – Eagles
3. Queen – Greatest Hits

> Kochutensilie:
1. Radio (kochen ohne geht nicht )
2. Fleischwolf
3. „meine Messer“ (ich hasse stumpfe Messer)

• Salz oder Pfeffer?
> Carmen: Salz, ich: Pfeffer

• Bier oder Wein?
> Beide: Wein

• Süß oder Herzhaft?
> Carmen: herzhaft, ich: süß

• Hauptgang oder Dessert?
> Carmen: Hauptgang, ich: Dessert

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> Carmen: genau dazwischen, ich: Early Bird

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> Beide: Irgendwo dazwischen

• Kaffee oder Tee?
> Carmen: Tee, ich: Kaffee