Rafik aus Düsseldorf / "Bistro Badia"



Heute: Rafik aus Düsseldorf
Blog: Bistro Badia
http://bistrobadia.de/

• Name deines Foodblogs
> Bistro Badia

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Hi! Ich bin Rafik, 35 Jahre alt und lebe in Düsseldorf. Ich komme ursprünglich aus dem Libanon und bin 1984 als Flüchtling mit meiner Familie nach Deutschland gekommen. Ich arbeite teilweise im Kundenservice und teilweise als Freelancer im Web. Neben meiner Leidenschaft fürs Kochen, gehe gerne ins Museum oder in Ausstellungen – oder habe etwas Action beim Gaming an der Playstation.

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
> Ich spezialisiere mich mit meinem Blog auf die libanesische Küche.

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten? Und warum überhaupt ein Foodblog?
> Eigentlich wollte ich ein Kochbuch mit den Rezepten meiner Familie schreiben. Ich habe aber schon häufiger mit dem Bloggen geliebäugelt. Ein Buch ist irgendwann fertig, ein Blog ist hier viel flexibler und lebendiger. Beim Bloggen lerne ich nebenbei auch sehr viel über die Arbeit im Netz. Es gehört weit mehr dazu als zu Kochen, Fotos zu schießen und Texte zu schreiben. Ich lerne sehr gerne und bin sehr neugierig. Hier lerne ich auch viel über Social Media und Content Marketing – das macht mir wirklich sehr viel Spaß. Ein Kochbuch ist aber trotzdem in Planung ;)

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Meine Mutter Badia. Nach ihr habe ich auch meinen Blog benannt.

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Am liebsten von der Couch aus :)

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Ich glaube nicht. Ich bin sehr neugierig und probiere gerne alles.

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> Ich liebe scharfes Essen. Also: Chili

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Hm… der Libanon? :D
Sorry, das musste ich jetzt sagen. Ich könnte mich hier tatsächlich nicht entscheiden. In jedem Land und jeder Region gibt es fantastisches Essen, das probiert werden will. Und man lernt Land und Leute am besten über die lokale Küche kennen. Essen verbindet.

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> Nein, meisten habe ich die Ruhe weg :)

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> Musik!

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Die Grundrezepte stammen alle aus meiner Familie. Einige Rezepte wandle ich aber auch sehr gerne ab und bin immer wieder überrascht, was am Ende daraus wird. Eine Inspirationsquelle ist hier meistens die Improvisation – Ich probiere einfach aus. Da ich mir aber sehr gerne Koch-Dokumentationen anschaue, gucke ich mir natürlich hier und da mal was ab.

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> Tatsächlich sieht es gar nicht so schlimm aus. Mit der Zeit habe ich gelernt, alles was nicht gebraucht wird, wieder wegzuräumen. Das mache ich aber auch in der Voraussicht, dass ich nach dem Essen in eine Fressnarkose falle und keine Lust mehr auf Küchenarbeit habe.

• Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebüt und wird wahrscheinlich nie ausgetauscht?
> Meine Waage. Ich koche gerne frei – also ohne Rezept. Um die Gerichte in Rezepte zu übersetzen, musste ich genau schauen, wieviel von jeder Zutat ins Gericht muss, damit jeder es nachkochen kann.

• Hand auf ’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Vielen Dank für das Kompliment!
Klar geht auch mal etwas schief. Aber ich lerne aus meinen Fehlern.

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?
> Ganz klar „Der Weg ist das Ziel“. Das Verkosten am Ende ist aber auch nicht zu verachten :)

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Bei mir nicht.
Ich glaube, man nimmt sich keine Zeit mehr für gutes Essen. Wir leben mittlerweile in einer „convenient-in-instant“-Gesellschaft. Das Leben vieler Menschen ist sehr hektisch und von Termindruck geprägt – da schiebt man sich halt einfach eine Tiefkühlpizza nach der anderen in den Ofen. Dabei kann man aus ein paar guten Zutaten in kürzester Zeit Fantastisches zaubern!
Ich finde es furchtbar, wenn ich von Kindern höre, die den Geschmack von einigen Gemüsesorten nicht kennen, weil sie nur künstliche Aromen gewohnt sind. Da sind dann die Eltern gefragt.

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> Ich möchte meinem Blog eine sehr persönliche Note verpassen und erzähle auch gerne mal Geschichten aus meinem Leben. Geschichten, die mit Essen zu tun haben oder die mich für ein Rezept inspiriert haben. Alles andere ist dann privat.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Ich bin ein totaler Gadget-Fan. Mein Smartphone habe ich ständig dabei. So wirklich offline war ich lange nicht mehr.

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser?
> Wenn die Anzahl der Leser hoch ist, ist das natürlich ein riesen Kompliment an den Blog. Ich freue mich über jeden Leser, den ich mit meinem Blog wirklich erreiche und ihr oder ihm einen Mehrwert bieten kann.

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Irgendwie habe ich einen inneren Drang zu bloggen und natürlich möchte ich, dass nicht nur für mich tun.

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten?
> Andrey Tulsky. Er ist zwar kein Foodblogger, aber ein Food Fotograf. Seine Fotos sind atemberaubend und beinahe altmeisterlich. Ich empfehle seinen Instagram-Feed @andrrresky.

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Ich bin ja ein totaler Fan von Muse und Florence + the Machine.

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
> Grant Achatz! Als ich seine Folge bei „Chef’s Table“ gesehen habe war ich baff! Ein Koch, der seinen Geschmackssinn verliert und trotzdem weitermacht, auf sein Team vertraut, neue Wege findet Essen spannend zu machen und am Ende doch seinen Geschmackssinn zurückbekommt – und seine unkonventionelle Art und Weise Essen zu einem Erlebnis zu machen finde ich großartig!

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> „Serendip – Die Küche Sri Lankas“ von Peter Kuruvita. Ein sehr persönliches Kochbuch mit wunderschönen Bildern und wirklich fantastischen Rezepten.

• Wie groß ist deine Küche?
> Es geht so, ich hätte sehr gerne mehr Platz. Sie ist länglich und am Ende ist ein großes Fenster – zum Glück, denn da entstehen meistens die Fotos.

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> Ich mag Geschichten, die tatsächlich etwas mit der Bloggerin/dem Blogger zu tun haben. Ich finde meistens auch kürzere Geschichten besser als längere.

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest, was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
> Ich würde früher anfangen zu bloggen. :)

• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3

> Foodblogs:
1. Butterinmyveins
2. Foodlovin’
3. Der kuchenbäcker

> Kochbuch:
1. Serendip – Die Küche Sri Lankas
2. „Burger Revolution“ von Jonathan Häde
3. „Polpo: A Venetian Cookbook“ von Russel Norman

> Musikalbum:
1. „Absolution“ von Muse
2. „How Big, How Blue, How Beautiful“ von Florence + the Machine
3. „Hot Fuss“ von The Killers

> Kochutensilie:
1. Mörser
2. Pfanne
3. Topf

• Salz oder Pfeffer?
> Salz

• Bier oder Wein?
> Wein

• Süß oder Herzhaft?
> Herzhaft

• Hauptgang oder Dessert?
> Hauptgang

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> Night Owl

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> Hahaha

• Kaffee oder Tee?
> Kaffee

• Lieblings...:
> ...messer: am liebsten ein scharfes :)
> ...gewürz: Chili
> ...koch: Grant Achatz
> ...kochzeit/tag: Sonntag
> ...rezept: Baba Ganoush

Fotos © Rafik http://bistrobadia.de/