Vanessa aus Berlin / „Die Kleinschmeckerin“


Heute: Vanessa aus Berlin
Blog: http://www.kleinschmeckerin.com

• Name deines Foodblogs
> Die Kleinschmeckerin

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Ich bin Vanessa, 29 Jahre alt und wohne in Berlin. Ich arbeite hauptberuflich als Online-Redakteurin und PR-Referentin. Nebenbei betreibe ich meinen Blog und schreibe für das Mummy Mag. In meiner knapp bemessenen Freizeit (ich habe einen kleinen Sohn) mache ich viel Sport und ich bin ein kleiner Bücherwurm und Serien-Junkie.

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
> Es ist eine Mischung aus Foodblog und Mamiblog und dreht sich rund um die gesunde Ernährung von Kindern, ohne dabei zu dogmatisch zu werden. Jedes Rezept, das auf meinem Blog erscheint, wurde im Vorfeld von meinem zweijährigen Sohn Johannes getestet und für gut befunden. Der Blog ist eine Herzensangelegenheit und das merkt man ihm (hoffentlich) auch an.

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten? Und warum überhaupt ein Foodblog? 
> Von Berufswegen schreibe ich unheimlich gern und kenne mich mit dem Erstellen von Web-Inhalten bestens aus. Daher hatte ich schon lange den Wunsch einen Blog zu machen, auf dem ich mich kreativ komplett ausleben kann. Als 2013 mein Sohn auf die Welt kam, war es mir sehr wichtig, ihn an eine gesunde Ernährung heranzuführen und ihm einen bewussten und respektvollen Umgang mit Lebensmitteln beizubringen. So entstand nach und nach die Idee zu „Die Kleinschmeckerin“.

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt? 
> Das ist bei mir irgendwie angeboren. Schon als Kind habe ich meiner Mutter unheimlich gern in der Küche geholfen und Kochbücher gewälzt.

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du? 
> Meistens Küche und im heimischen Büro.

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann? 
> Mit Wurst und Fleisch jeglicher Art. Ich verzichte sowieso weitestgehend auf tierische Lebensmittel. Nur für meine Männer daheim versuche ich mich hin und wieder an Fleischgerichten.

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest? 
> Avocados!!!

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert? 
> Ich würde sehr gern mal nach Indien und mehr über die ayurvedische Küche lernen.

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird? 
> Mein Ordnungsfimmel. Ich muss immer sofort alles wieder putzen und einsortieren. Sonst kriege ich schlechte Laune.

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten? 
> Meinen Mixer, Tageslicht und Musik.

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich? 
> Mein Sohn ist meine größte Inspiration und mein schärfster Kritiker. Aber natürlich hole ich mir auch viele Ideen von anderen BloggerInnen und aus Kochbüchern.

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus? 
> Siehe meine Macke beim Kochen ;)

• Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebüt und wird wahrscheinlich nie ausgetauscht? 
> Mein Sohn. Er liebt es, mir zu helfen und das ist für mich das Schönste am Kochen.

• Hand auf ’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief? 
> Es geht andauernd etwas schief. Meistens probiere ich neue Rezepte zwei, dreimal aus, bevor sie überhaupt erst auf dem Blog landen.

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste? 
> Beides. Das Kochen UND das Ergebnis haben für mich etwas Sinnstiftendes.

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun? 
> Ich würde das gar nicht so pessimistisch sehen. Es gibt schließlich auch den Trend dazu, dass sich immer mehr Menschen für bewusste Ernährung interessieren und sich besser über die Produktion der Lebensmittel informieren. Aber natürlich sehe ich ebenso die Missstände in der Massentierhaltung und die hohe Nachfrage für billig produzierte Ware. Ich glaube, dass man hier durch gute Kampagnen von Initiativen wie FoodWatch und durch aktive BloggerInnen einiges erreichen kann. Außerdem sollte man das Thema Ernährung bereits in Kindergarten und Schule viel stärker thematisieren und für eine ausgewogene Verpflegung auf biologischer Basis sorgen. Hier stehen wir in Deutschland noch ganz am Anfang.

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht? 
> Ich bin bei Bildern sehr diskret und veröffentliche nicht das Gesicht meines Sohnes. Er ist mit seinen zweieinhalb Jahren nicht in der Lage selbst zu entscheiden, ob er sich im Internet zeigen möchte oder nicht. Diese Entscheidung kann und möchte ich nicht für ihn treffen.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst? 
> Ich bin viel zu selten offline.

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser? 
> Schon recht wichtig. Ich möchte natürlich, dass meine Beiträge gelesen werden. Ich glaube, das geht fast jedem Blogger/jeder Bloggerin so.

• Bloggst du für dich oder für die Welt? 
> Beides.

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten? 
> Ich liebe die Blogs Deliciously Ella, The Green Kitchen Stories und ziiikocht. Am meisten schätze ich aber natürlich meine wunderbaren Kollegen vom Mummy Mag.

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen? 
> Das kommt ganz auf meine Stimmung an. Ich mag Hip Hop und kitschig schmierige Pop-Musik

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten? 
> Yotam Ottlenghi.

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben? 
> Das Rezeptebuch meiner eigenen Großmutter.

• Wie groß ist deine Küche? 
< Normal L-förmig. Also vieeeel zu klein!

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert? 
> Authentizität. Nicht mehr und nicht weniger.

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest, was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern? 
> Ich hätte viel früher mit dem Bloggen angefangen!
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• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3

> Foodblogs: 
1. Deliciously Ella
2. Green Kitchen Stories
3. Ziiikocht

> Kochbuch: 
1. Jerusalem (Ottolenghi & Tamimi)
2. Das vegane Kochbuch (Sandra Forster)
3. Die Grüne Küche (David Frankiel & Luise Vindahl)

> Musikalbum:
1. „Esperanto“ von Freundeskreis
2. „Lemonade“ von Beyoncé 
3. „Bad“ von Michael Jackson

> Kochutensilie:
1. Ein Schraubenzieher
2. Ein Hammer
3. Ein Strohhalm (und dann ernähre ich mich überwiegend von den vielen Kokosnüssen, die auf der einsamen Insel wachsen)
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• Salz oder Pfeffer?
> Salz

• Bier oder Wein?
> Beides nicht. Lieber alkoholfrei.

• Süß oder Herzhaft?
> Kommt auf die Tageszeit an.

• Hauptgang oder Dessert?
> Hauptgang

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> Ich bin Mama. Also ganz klar Early Bird.

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> Ordnungsfanatiker mit einem Dreckspatz zu Hause.

• Kaffee oder Tee?
> Beides gern.
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• Lieblings...:
> ...messer: Hab ich nicht.
> ...gewürz: Curcuma
> ...koch: Yotam Ottolenghi
> ...kochzeit/tag: Morgens bis abends.
> ...rezept: Alles auf kleinschmeckerin.com ;)
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Vielen Dank, liebe Vanessa, dass du dir die Zeit genommen hast, uns unsere Fragen zu beantworten!
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Hast du auch einen Blog? Möchtest Du, dass wir dich und deinen Blog vorstellen? Dann schick uns eine E-Mail an: redaktion@germanfoodblogs.de
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Fotos © Vanessa http://www.kleinschmeckerin.com