Mario aus dem Windecker Ländchen / "Einfache-Rezepte-kochen.de"


Heute: Mario aus dem Windecker Ländchen
Blog: Einfache-Rezepte-kochen.de
http://www.einfache-rezepte-kochen.de/

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Mein Name ist Mario Wolff. Ich bin 44 Jahre alt und wohne im schönen Windecker Ländchen. Beruflich bin ich vertriebsunterstützend als Angestellter tätig. Zu meinen Hobbys gehören neben Kochen und gutem Essen auch ein guter Wein sowie Musik zum Entspannen. Fit halte ich mich mit Sport (Laufen). Dazu gibt es außer in den Wintermonaten immer etwas zu gärtnern. Des Weiteren gehe ich gerne auf Konzerte.

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
> Nun, ich versuche mich in meinem Blog kurz zu fassen. Die Rezepte beschränken sich grundsätzlich auf die Zutatenliste, gefolgt von einer möglichst exakten Beschreibung der Zubereitung. Hintergrund ist, dass unsere Gesellschaft (mich eingeschlossen) heutzutage gemeinhin über wenig Zeit verfügt. Der Blog ist für Menschen gedacht, die dennoch täglich selber für sich kochen möchten und nach Gerichten suchen, die schnell auf dem Tisch stehen. Ein weiteres Thema des Blogs ist die gesunde Ernährung. Ich selbst lebe seit einiger Zeit größtenteils vegan. Milchprodukte ersetze ich beim Kochen weitestgehend durch ihre pflanzlichen Alternativen. Als Pasta-Fan kann ich anstelle von Parmesankäse die veganen Nuss-Alternativen wie zum Beispiel einen Walnuss-Cashew-Parmesan empfehlen. Außerdem trinke ich regelmäßig Smoothies und kann in meinem Blog bereits auf eine stolze Zahl an Rezepten blicken.

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten? Und warum überhaupt ein Foodblog?
> Der Blogstart hatte praktische Gründe. Ursprünglich befanden sich meine Rezepte in einer Access-Datenbank. Nachdem ich gemerkt habe, dass man mit Wordpress seine Rezeptsammlung auch prima online stellen kann, habe ich im Jahr 2009 eine Domain registriert. Richtig zum Leben erweckt wurde der Blog aber erst Anfang 2015, als ich durch meine Ernährungsumstellung selbst auf der Suche nach neuen Rezeptideen war und mir einen neuen Bestand aufbauen musste.

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Eigentlich koche ich schon seit meiner Schulzeit und es hat mir immer Spaß gemacht. Eine Initialzündung gab es da nicht.

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Während dem Kochen kritzel ich meine Rezepte (Mengenangaben, Garzeiten, einzelne Zubereitungsschritte etc.) immer ganz Old School auf Papier. Im Büro schreibe ich sie dann richtig auf und stelle sie online.

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Ja, Fisch!

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> Mittlerweile habe ich für mich die gesamte Vielfalt an Lebensmitteln entdeckt und versuche trotz bestimmter Vorlieben möglichst abwechslungsreich zu kochen. Auch mit saisonalen Zutaten kochen ist für mich ein Thema.

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Als Pasta-Fan würde ich spontan Italien sagen. Aber ich möchte mich da nicht festlegen. Die ganze Welt versteht zu kochen und ich probiere gerne Neues aus.

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> Vielleicht ein Ordnungstick. Ich stelle zuerst immer alle Zutaten bereit und erledige die Schneidearbeiten, um dann entspannt kochen zu können.

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> Auf die Küchenwaage und die Uhr in meinem Herd. Bin ja Foodblogger.

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Meine Inspirationsquelle sind Kochseiten und andere Blogs.

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> Sehr ordentlich, da ich alles was ich nicht mehr benötige direkt in die Spülmaschine stelle.

• Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebüt und wird wahrscheinlich nie ausgetauscht?
> Mein erster Holzkochlöffel, der bereits seit über einem vierteljahrhundert zuverlässig seinen Dienst tut.

• Hand auf ’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Anbrennen tut nichts, aber manche Sachen würde ich nicht nochmal kochen.

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?
> Beides gehört für mich zusammen. Ohne selbst zu kochen, ist in unserer Zeit vernünftiges Essen kaum noch möglich.

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Wahrscheinlich setzen die Menschen in der breiten Masse ihre Prioritäten falsch. Die Vielzahl an neuen Foodblogs zeigt aber einen Trend auf, sich mit dem Essen und seiner Lebensweise wieder bewusster auseinanderzusetzen. Ich bin da recht zuversichtlich. Beispielsweise beobachte ich, dass in Supermärkten das Sortiment an gesünderen Lebensmitteln aufgrund der Nachfrage sukzessive erweitert wird. Jeder einzelne kann dies unterstützen, in dem er zu frischer Ware greift, Inhaltsangaben vergleicht und durch seine Kaufentscheidung mehr Qualität einfordert.

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> Wer den Blog regelmäßig verfolgt, kann genau sehen, wie ich mich ernähre. Mir geht es im Blog aber nicht um Privates, sondern um Kochrezepte.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Ich muss eine vernünftige Tastatur und einen anständigen Bildschirm haben. Daher arbeite ich ausschließlich vom heimischen PC aus. Zu Hause gehe ich aber regelmäßig online.

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser?
> Die ist mir sehr wichtig. Mit Blick auf die Anzahl an veröffentlichten Rezepten finde ich es schon schade, dass die erste Seite der Google-Ergebnisse von den großen Portalen dominiert wird und die Foodblogs auf die Plätze verbannt sind. Aus diesem Grund habe ich mich auch für dieses Interview gemeldet, um mich in der Blogosphäre besser zu vernetzen.

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Zu Beginn war der Blog wie bereits erwähnt meine private Rezeptsammlung. Mittlerweile möchte ich aber möglichst viele Kochinteressierte erreichen.

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten?
> Den Bio Koch finde ich super, weil er gesunde und leckere Gerichte mit einfachsten Zutaten kocht.

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Mit den White Stripes kocht es sich ganz famos.

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
> Neben dem Bio Koch gefällt mir auch Björn Moschinski.

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> Zwar habe ich einige Kochbücher. Die spielen aber eher eine untergeordnete Rolle, weil ich kochtechnisch hauptsächlich online unterwegs bin. Daher würde ich meinen Internetanschluss nicht aus der Hand geben wollen.

• Wie groß ist deine Küche?
> Ich koche in einer offenen Küche mit angeschlossenem Wohn-Essbereich. Die bietet genügend Platz, um vernünftig arbeiten zu können.

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> Mir kommt es bei einem Foodblog nicht auf die Geschichte an. Ein Rezept muss mir von den Zutaten her sowie der Art seiner Zubereitung gefallen.

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest, was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
> Überhaupt nichts. Ich sehe das Leben als Lernprozess, in dem Fehler dazu gehören. Was meinen Blog betrifft, würde ich mich natürlich über eine größere Reichweite freuen. Offensichtlich muss ich aber noch lernen, wie man das in der Praxis richtig umsetzt.


• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3

> Foodblogs:

Es gibt einige Foodblogs, auf die ich immer wieder stoße. Ich möchte mich hier aber nicht auf drei Blogs festlegen, da das den vielen Foodbloggern, die ihre Projekte mit viel Einsatz und Liebe betreuen, nicht gerecht wird.

> Kochbuch:

Auch hier Fehlanzeige, da ich bei der Rezeptsuche das Internet bevorzuge.

> Musikalbum:

1. Red Hot Chili Peppers (Stadium Arcadium)
2. The White Stripes (Debütalbum)
3. Kraftwerk (Tour de France)

> Kochutensilie:

1. Küchenmesser
2. Schneidebrett
3. Strom vorausgesetzt meinen Smoothie-Mixer


• Salz oder Pfeffer?
> Beides.

• Bier oder Wein?
> Gewöhnlich Wein, in geselliger Runde oder beim Grillen gerne auch Bier.

• Süß oder Herzhaft?
> Herzhaft.

• Hauptgang oder Dessert?
> Hauptgang.

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> Early Bird.

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> Ordnungsfanatiker.

• Kaffee oder Tee?
> Kräutertee. 1 Tasse Kaffee auf leeren Magen vor dem Laufen.


• Lieblings...:
> ...messer: Meins.
> ...gewürz: Rosmarin mag ich sehr gerne.
> ...koch: Paul Bocuse hat mir als Kind gefallen.
> ...kochzeit/tag: Täglich am Abend.
> ...rezept: Sauerkraut mit Püree von Mama.


Fotos © Mario http://www.einfache-rezepte-kochen.de/