Sarah aus Hamburg / "Sarahs Krisenherd"


Heute: Sarah aus Hamburg
Blog: Sarahs Krisenherd
http://www.sarahskrisenherd.com/

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Hallo zusammen, ich bin Sarah, 29 Jahre jung und wohne und lebe in der schönen Stadt Hamburg. Aktuell arbeite ich im Marketing eines Chemieunternehmens. Zum Ausgleich stehe ich gerne in der Küche und probiere neue Rezepte aus oder gehe laufen und mache Yoga.

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten? Und warum überhaupt ein Foodblog?
> Zwei meiner Leidenschaften sind das Kochen und das Backen. Ich habe schon immer gerne Familie und Freunde mit meinen Kreationen verwöhnt. Damit die Rezepte nicht verloren gehen, habe ich 2011 mit dem Bloggen angefangen. Was zuerst mehr als Rezeptebuch für mich gedacht war, hat sich zu einer Inspirationsquelle für meine lieben Leser entwickelt und das freut mich sehr.

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Schon als kleines Kind hat es mir Spaß gemacht meine Eltern in der Küche zu unterstützen, sei es beim Ausstechen von Plätzchen in der Weihnachtszeit oder beim über die Schulter gucken während etwas gekocht wurde. Als ich dann etwas älter wurde, haben mich außerdem bekannte Bäcker und Köche, wie Cynthia Barcomi, Martha Stewart und auch Jamie Oliver inspiriert.

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Meist blogge ich direkt auf meinem Krisenherd heraus. In der Küche ist einfach das beste Licht zum Fotografieren, es gibt immer etwas Leckeres zu essen und am Küchentisch ist genügend Platz für meinen Laptop.

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Ja, das gibt es. Was ich absolut nicht mag sind Senf und Gewürzgurken. Diese Abneigung führt ganz gerne mal zu Diskussionen, aber Geschmäcker sind eben verschieden.

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> Ich bin ein absoluter Foodie und liebe einfach gutes Essen. Ein bestimmtes Lebensmittel, was ich am überall verwenden möchte, gibt es eigentlich nicht. Mir ist es wichtig, dass die Produkte, die ich verwende eine gute Qualität haben und im besten Fall regional und saisonal sind.

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Da kann ich mich nicht auf ein bestimmtes Land festlegen. Aktuell interessiere ich mich besonders für thailändische und vietnamesische Küche. Zu Beginn des Jahres war ich sogar im Urlaub in Thailand und konnte mich dort durch die Streetfood Küchen probieren – ein Traum!

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> Wie der Blogname Krisenherd vermuten lässt, bin ich manchmal etwas chaotisch. Dementsprechend geht auch manchmal etwas in der Küche schief oder es ist recht unordentlich nach dem Kochen.

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> Meine Küche ist mittlerweile mit einer Menge hilfreicher Küchenhelfer ausgestattet. Besonders wichtig sind mir scharfe Messer und auch meine Küchenmaschine ist unentbehrlich geworden.

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Die Inspirationsquelle schlechthin gibt es für mich nicht. Da gibt es viel zu viele Möglichkeiten! Ich schaue gerne in Koch- und Backbüchern nach Inspiration, auf anderen Foodblogs oder Rezepteseiten. Manchmal kommen mir aber auch Ideen beim Bummel auf dem Wochenmarkt oder im Delikatessgeschäft.

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> Wie schon weiter oben beantwortet, geht es in meinem Krisenherd manchmal drunter und drüber. Da kann es auch schon Mal passieren, dass es hinterher etwas chaotisch aussieht. Erst kürzlich musste ein Teil der Wand gestrichen werden, weil dort Kaffee runtergelaufen ist… Hupps.

• Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebüt und wird wahrscheinlich nie ausgetauscht?
> Viele meiner Küchenhilfsmittel gab es schon vor meiner Blogzeit im Krisenherd. Ich glaube, dass meine Küchenmaschine schon seit Beginn mit dabei ist. Diese tausche ich auch erst aus, wenn sie den Geist aufgibt.

• Hand auf ’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Mein Blog heißt ja Krisenherd und der Name ist auch manchmal Programm. Für meine Blogbilder gebe ich mir natürlich besonders große Mühe, aber es geht auch öfter Mal etwas schief. Davon versuche ich mich nicht entmutigen zu lassen und experimentiere fröhlich weiter.

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?
> Der Zubereitungsprozess als Ganzes bereitet mir einfach große Freude. Ich lasse mir fürs Kochen gerne ausreichend Zeit. Das entspannt mich nämlich enorm. Das Highlight ist natürlich das Probieren am Ende.

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Dadurch dass der Alltag für viele Menschen immer stressiger wird und Zeitmangel auf der Tagesordnung steht, muss es oft auch schnell in der Küche gehen bzw. schnell etwas zu essen geben. Fast Food und Fertiggerichte sind dann für viele Leute eine einfach Möglichkeit schnell etwas Warmes auf den Tisch zu bekommen. Das finde ich sehr schade. Denn auch mit wenig Zeit lässt sich ein leckeres und nährendes Mahl in der eigenen Küche zaubern. Mir persönlich ist es wichtig trotz eines stressigen Alltags eine halbwegs gesunde und ausgewogene Ernährung zu fahren. Dabei ist es mir auch zunehmend wichtiger geworden qualitativ hochwertige Produkte zu kaufen und vielleicht auch mal ein oder zwei Euro mehr auszugeben. Dass sich das vielleicht nicht immer jeder leisten kann, ist mir auch klar. Aber vielleicht gibt es dann eben nicht mehr jeden Tag ein Stück Fleisch vom Discounter, sondern nur noch einmal die Woche ein richtig Gutes vom Fleischer des Vertrauens, um das als Beispiel zu nennen. Ich denke, dass schon kleine Veränderungen positiv zur Wertschätzung des Essens beitragen können, aber letztendlich muss das jeder für sich selber entscheiden.

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> Auf meinem Blog teile ich Rezepte aus meinem Krisenherd mit meinen Lesern. Seit Neuestem gesellen sich auch ab und zu Reiseberichte dazu. Einen weiteren Einblick in mein Privatleben gibt es nicht.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Mein Smartphone ist schon immer mit dabei, um alle Leckereien für die Ewigkeit festzuhalten. Ich gönne mir aber auch ab und zu eine Smartphone-freie Zeit, dass muss einfach auch mal sein.

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser?
> Ich freue mich über jeden einzelnen meiner Leser und bin sehr dankbar für jeden Kommentar und jeden Like, den ich bekomme. Das ist das größte Lob für meine Arbeit.

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Auf meinem Blog geht es um die Themen Food und Reisen.

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten?
> Am meisten schätze ich Blogkollegen, die sich selber treu bleiben. Ich lasse mich auch gerne von anderen Foodblogs inspirieren und schätze besagte Blogs natürlich besonders.

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Jetzt muss ich mich wohl outen: Ich höre gerne Oldies! Mein liebster Radiosender ist Hamburg 2, der läuft oft, wenn ich in der Küche werkel.

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
> Ich würde gerne Mal mit Cynthia Barcomi einen Cheesecake backen.

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> Die Backbücher von Cynthia Barcomi und die Kochbücher von Nigel Slater gehören zu meinen Favoriten.

• Wie groß ist deine Küche?
> Mein Krisenherd ist recht groß. Er bietet genügend Platz für eine Arbeitsfläche, auf der alle meine Küchengeräte unterkommen und einen Essplatz gibt es auch.

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> Zuerst einmal muss die Überschrift mein Interesse wecken, wenn mich dann die Bilder optisch ansprechen, lese ich mir den Blogbeitrag meistens durch.

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest, was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
> Ich denke, dass man an seinen „Fehlern“ wächst und würde von daher auf den Blog bezogen alles genau so noch einmal machen.


• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3

> Foodblogs:
1. Küchendeern
2. Herzfutter
3. Feiertäglich

> Kochbuch:
1. Cynthia Barcomi „Backbuch“
2. Nigel Slater „Das Küchentagebuch“
3. Christian Hümbs „Richtig gut backen“

> Musikalbum:
1. Katy Perry „Teenage Dream“
2. Texas „The Hush“
3. Coldplay „A Head Full of Dreams“

> Kochutensilie:
1. Messer
2. Küchenmaschine
3. Herd


• Salz oder Pfeffer?
> Salz

• Bier oder Wein?
> Wein

• Süß oder Herzhaft?
> Herzhaft

• Hauptgang oder Dessert?
> Hauptgang

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> Night Owl

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> Ordnungsfanatiker

• Kaffee oder Tee?
> Tee


• Lieblings...:
> ...messer: Kochmesser
> ...gewürz: Piment d‘Espelette
> ...koch: Nigel Slater
> ...kochzeit/tag: Sonntags ist im Krisenherd Pastatag
> ...rezept: Streuseltarte mit Himbeeren und Pistazien


Fotos © Sarah http://www.sarahskrisenherd.com/