Haydee aus Bochum / "Zauberhaft Wohnen"


Heute: Haydee aus Bochum
Blog: http://www.zauberhaftwohnen.com/

• Name deines Foodblogs
> Mein Blog heißt „Zauberhaft Wohnen“

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Ich heiße Haydee, habe mittlerweile die 40 überschritten und wohne in Bochum, mitten im schönen Ruhrgebiet. Ich bin Ökotrophologin und betreibe Selbständig seit über 10 Jahren einen Haushaltsservice hier in Bochum. Ich würde sagen, mein Hobby ist mein Blog – der darf aber gerne auch noch zum Beruf werden!

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
> Gute Frage. Foodblogs gibt es mittlerweile ja wie Sand am Meer und alle sind auf ihre ganz eigene Art wunderbar. Mein Blog fährt quasi dreigleisig. Neben dem Hauptaugenmerk Food gibt es noch die kleineren Rubriken Interior und (Ruhr)Pottgeschichten. Teilweise als erzählte Storys aber auch einfach nur mal Impressionen – also Fotos. Darüber schwebt so ein wenig der Überbegriff „Single“. Also Singelküche, wie wohnt es sich in einer Singlewohnung, was kann ich alleine im Ruhrpott unternehmen etc. Ich glaube, in mitten der ganzen Mamablogs und für Gäste kochen ist das schon ein Alleinstellungsmerkmal.

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten? Und warum überhaupt ein Foodblog?
> Ich brauchte einen kreativen Ausgleich zu meiner Arbeit und fotografiere einfach gerne. Und koche gerne, dass auch schon von Berufs wegen. Allerdings findet das in meiner momentanen Tätigkeit nicht statt. Daher die Idee…

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Das ist leicht: meine Oma! Oma Erika kochte gerne und sehr gut. Ich träume heute noch von ihren deftigen Dampfnudeln mit dicker Salzkruste.

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Eigentlich immer von meiner Couch aus. Mein absoluter Lieblingsplatz für fast alles. Ich arbeite auch oft von hier aus und schleppe dann alles zum Drucken – sofern nötig – zum Schreibtisch…

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Hm… Oliven. Und rohe Tomaten!

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> Joghurt, Zimt und frische Minze!

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Da habe ich kein spezielles. Ich finde, jede Länderküche hat etwas ganz besonderes.

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> Ja, einen berufliche. Gelernt habe ich unter anderem in einer Großküche und bin von daher richtig viel Platz gewöhnt. Und so arbeite ich teilweise immer noch. Ich brauche also Platz, den ich zu Hause aber gar nicht habe – daher weiche ich sehr gerne auf alle Räume und sogar den Fußboden aus, wenn es sein muss. Und ich koche gerne alleine. Sobald andere mit kochen, kommt bei mir die Ausbilderin durch. Das kommt oft nicht so wirklich gut an . Ich muss mich dann immer bremsen!

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> Auf ausreichend Schüsseln. Auch so ein Großküchenüberbleibsel.

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Alles Mögliche. Neben Blogs, Zeitschriften und Kochbücher schaue ich sehr gerne Dokus über Köche oder Kochsendungen. Ich bin ein sehr visueller Mensch. Rezepte koche ich ungerne nach und verändere sie in der Regel immer. Aber sobald ich eine Kochsendung sehe, dann möchte ich mich am liebsten sofort an den Herd stellen und aus den gezeigten Zutaten etwas basteln. Daher koche ich auch lieber als das ich backe. Das geht ohne genaue Mengenangaben. Eine schöne Inspirationsquelle für mich sind auch Speisekarten.

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> Sagen wir mal so: ich bin froh, eine Spülmaschine zu besitzen und hoffe, dass sie noch ziemlich lange funktioniert!

• Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebüt und wird wahrscheinlich nie ausgetauscht?
> Kann ich nicht sagen. Da gibt es nichts Spezielles.

• Hand auf ’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Ach klar geht mal was schief. Perfektes Aussehen ist ja häufig fürs Foto wichtig. Aber mir ist es schon ganz oft passiert, dass ich etwas gekocht habe, dass dann zwar super lecker aber total unfotogen war. Da macht man nichts – außer es sich schmecken zu lassen!

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste? 
> Beides. Aber da ich sehr gerne koche, zelebriere ich das oft auch richtig. Ich habe aber auch so Tage, da bin ich einfach nur froh, wenn es schnell geht. Da geht dann der Hunger mal vor.

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Schwieriges Thema, dass sich in ein paar kurzen Sätzen wohl nicht hinreichend beantworten lässt. Ich glaube nicht, dass sie an Wert verlieren aber viele haben das Kochen durch die Masse an angebotenen Fertiggerichten wohl einfach verlernt und achten daher dann auch nicht auf die Qualität. Was sich natürlich von Generation zu Generation fortsetzt. Dazu kommt noch, dass sich eine große Zahl an Menschen gute Lebensmittel auch einfach nicht leisten können. Die Preisspanne Diskounter – Biomarkt ist einfach doch hoch. Auch wenn man an Lebensmitteln nicht sparen sollte, ist es oft das einzige, an dem viele noch sparen können. Andererseits sehe ich aber auch, wie viele Möglichkeiten es heute gibt, gut und biologisch einzukaufen. Das ist doch toll. Und immer mehr nutzen das auch.

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> Ich frage mich einfach, ob ich das auf dem Blog geschriebene auch einem wildfremden Menschen draußen erzählen würde. Wenn ich mir das nicht vorstellen kann, dann schreibe ich auch nichts darüber.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Ja, parat schon. Zumindest das Smartphone. Allerdings vergesse ich durchaus schon mal stundenlang drauf zu schauen, wenn etwas anderes spannender ist. Aber es gehört mittlerweile einfach zum normalen Tagesablauf. Es ist meine Uhr, mein Wecker, mein Kalender und Notizheft, mein Duden und Nachschlagewerk. So ganz ohne kann ich mir ein Leben ehrlich nicht mehr wirklich vorstellen.

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser?
> Natürlich ist die Anzahl für mich wichtig. Ich möchte ja, dass jemand meine Beiträge liest. Sonst könnte ich auch ein Fotoalbum anlegen. Oder ein analoges Rezeptheft…

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Beides. Natürlich für mich, denn es macht mir Spaß und hilft mir, den Kopf frei zu bekommen und entspannt mich. Aber natürlich auch für „die Welt“ denn ich möchte ja etwas zeigen, von dem ich meine, es interessiert andere oder inspiriert sie.

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten?
> Viele, wobei ich da jetzt niemanden besonders hervorheben möchte. Alle haben ihre Stärken und ihren ganz eigenen tollen Stil. Ich freue mich immer sehr, wenn man sich persönlich kennen lernt.

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Ich habe einen sehr breit gefächerten Musikgeschmack, kann ich so nicht beantworten. Oft ist es auch einfach nur ganz still. Das ist nämlich auch mal schön…

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
> Das ist leicht: mit Heston Blumenthal. Ich finde ihn ganz großartig.

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> Ich koche so gut wie nie nach Kochbuch. Daher habe ich da keinen Liebling.

• Wie groß ist deine Küche?
> Klein. Eine Küchenzeile und ein kleiner runder Tisch. Aber ausreichend.

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> Wenn es zum Rezept auch die ein oder andere Anekdote gibt.

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest, was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
> Eigentlich nichts – zumindest zurzeit. 
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• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3

> Foodblogs: 
1. ach, da gibt’s Internet? 

> Kochbuch: 
1. was von Jamie Oliver – das geht ja immer
2. ein Indisches Kochbuch
3. ein Survival Kochbuch- und Überlebensbuch

> Musikalbum:
1. meinen Streamingdienst

> Kochutensilie:
1. Messer
2. Schüsseln
3. Bretter
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• Salz oder Pfeffer?
> Salz

• Bier oder Wein?
> Wein

• Süß oder Herzhaft?
> Herzhaft

• Hauptgang oder Dessert?
> Hauptgang

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> Early Bird

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> Ordnungsfanatiker

• Kaffee oder Tee?
> Tee
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• Lieblings...:
> ...messer: Kochmesser
> ...gewürz: Zimt
> ...koch: Heston Blumenthal
> ...kochzeit/tag: solange es hell ist
> ...rezept: Omas Dampfnudeln mit Salzkruste
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Vielen Dank, liebe Haydee, dass du dir die Zeit genommen hast, uns unsere Fragen zu beantworten! ________________________________________

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Fotos © Haydee http://www.zauberhaftwohnen.com/