Karoline aus Duisburg / "Hatterzaehlt"


Heute: Karoline aus Duisburg
Blog: "Hatterzaehlt"
www.hatt-erzaehlt.com

• Name deines Foodblogs
> Mein Foodblog heißt „Hatterzaehlt“. Jetzt fragt ihr euch sicherlich: Was soll denn dieser Name bedeutet? „Hatt“ wie mein Nachname und „erzaehlt“, ja, weil ich euch gerne etwas erzählen möchte ;-). Ganz einfach eigentlich.

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Hallo ihr Lieben. Ich bin Karoline Hatt, 25 Jahre alt und wohne in Duisburg. Ich arbeite als Journalistin und liebe die leckere Seite des Lebens. Ich bin sehr pünktlich und zuverlässig und manchmal auch sparsam (aber niemals, wenn es um den Einkauf von guten Lebensmitteln oder um feines Essen geht) und ich bin ein absoluter Kaffee-Junkie.

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
> Gute Frage - perfekt für den Telefonjoker. Nein, im Ernst: Ich lege viel Wert auf eine schöne Geschichte rund um das Rezept herum und lasse auch gerne mal andere Blogger (via Interview) bei mir zu Wort kommen. Bei mir soll jeder seinen Platz finden und sich einfach wohl fühlen.

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten? Und warum überhaupt ein Foodblog?
> Ich bin schon sehr lange Blogleserin und war von Anfang an fasziniert von Blogs und der Leidenschaft, die in ihnen steckt. Gekocht und gebacken habe ich schon immer liebend gerne. Das kreative Arbeiten mit den unterschiedlichsten Zutaten fasziniert mich. Irgendwann postet ich dann die ersten Ergebnisse auf Instagram und Facebook und lernte andere tolle Blogger kennen. Am Ende waren es dann Neugier und eine Herzensentscheidung - und diese Entscheidung habe noch nicht bereut ;-).

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Meine Mutter und mein Vater. Gutes Essen wurde bei uns immer groß geschrieben. In unserer Küche war immer etwa los und schon als kleines Mädchen habe ich auf dem Tresen gesessen und ganz begeistert zugeschaut - oder mit Mehl die Küche eingesaut ;-). Mit meiner Mutter wurden die wunderbarsten Kuchen und Plätzchen gebacken und mit meinem Vater schmackelige Gerichte gezaubert. Danke dafür, ich habe euch lieb.

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Gebloggt wird an meinem kleinen Schreibtisch, den ich auf dem Trödelmarkt gefunden habe - ganz gemütlich im Wohnzimmer - gerne auch mit einem Capucchino und einem schönen Hörbuch.

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Da muss ich überlegen…Lebensmittel eigentlich nicht, aber das Gericht „saure Nierchen“ müsste es für mich nicht geben ;-).

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> Ich liebe Kardamom, Zimt und Chili. Kardamom ist so wunderbar vielseitig und verleiht vielen Gerichten und Kuchen eine ganz besondere Note.

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Mich da zu entscheiden ist sehr schwer. Thailand und Essen, das gehört irgendwie zusammen. Garküchen, Restaurants, Nachtmärkte – hier gibt es alles. Das Land hat so viele Köstlichkeiten zu bieten, dass ich wahrscheinlich gar nicht wüsste, wo ich anfangen soll. Leider war ich bisher selbst noch nicht dort. Aber irgendwann ist doch immer das erste Mal.

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> Mhhh, da muss ich überlegen. Perfektion? Klingt irgendwie blöd, aber wirklich, wenn mal etwas schiefgeht tobe ich wild durch die Küche.

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> Auf mein scharfes Messer und meine Schürze.

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Inspirationen gibt’s wirklich immer und überall. Mich inspirieren die Jahreszeiten mit der wunderbaren Auswahl an saisonalem Obst und Gemüse, aber auch tolle Zeitschriften, Kochbücher und andere Foodblogs. Ich trage immer ein kleines Büchlein mit mir herum, um spontane Ideen direkt festhalten zu können.

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> Kommt ganz auf das Experiment an ;-). Aber eigentlich gar nicht so schlimm, denn meistens räume ich direkt beim Arbeiten wieder auf. Du hattest dir eine andere Antwort erhofft, oder? (hihihi)

• Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebüt und wird wahrscheinlich nie ausgetauscht?
> Meine zahlreichen alten Back- und Auflaufformen, die dürfen einfach nie fehlen.

• Hand auf ’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Ehrliche Frage? Natürlich geht auch mal etwas schief - nicht gerade selten. Vor allem beim Backen, denn mein alter Ofen hat es nicht mehr so mit dem Temperaturhalten ;-).

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?
> Die Mischung macht’s. Ich liebe kochen. Ich liebe essen. Ich liebe den Prozess und ich liebe es, am Ende satt auf der Couch zu liegen :-). Essen gut, alles gut ;-)!

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Vielen Menschen fehlen Zeit und Motivation. Das finde ich sehr schade. Für mich zählen gutes Essen und Kochen zu den wichtigsten Dingen im Leben und am Wochenende genieße ich die Zeit in meiner Küche und mit meinen Liebsten am Esstisch. „Back to the roots“ - manchmal muss man einfach abschalten und den Arbeitsstress vergessen, kochen und backen und das Ergebnis einfach nur genießen, denn essen tut doch wirklich jeder gerne :-).

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> „Hatterzaehlt“ ist ein Stück weit zu meinem “Zweit-Ich” geworden, und auf meinem Blog zeige ich das auch. Bis zu einem gewissen Grad möchte ich das so, denn ich möchte eine emotionale Bindung zu meinen Lesern aufzubauen. Auf meinem Blog teile ich meine Leidenschaft fürs Kochen und die Geschichte um meine Leidenschaft herum. Ich selbst bin auf meinen Fotos allerdings sehr selten zu sehen… Das Essen soll ja schließlich im Vordergrund stehen. Wenn ihr allerdings mehr wissen wollt, fragt doch einfach nach :-D.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Mein Smartphone und mein Ipad habe ich eigentlich rund um die Uhr parat. Vor dem Schlafengehen „wische“ ich gerne bei Pinterest herum und lasse mich inspirieren. Für mich gehört das Internet einfach dazu. Nach der Arbeit gehe ich „offline“ - zumindest mit meinem E-Mail-Programm - doch die bunte Foodblog-Welt gehört für mich zur Freizeit - da bleibe ich gerne online.

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser?
> Ich freue mich Menschen mit meinen Ideen zu begeistern und je mehr Leute ich erreichen kann, desto glücklicher macht es mich natürlich. Sonst könnte ich ja auch ein Tagebuch schreiben, das ich immer ganz schnell wieder in meinem Nachtisch verstecke ;-).

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Da kann ich mich gar nicht entscheiden. Bloggen bedeutet für mich Ausgleich, Freizeit und Leidenschaft. Ich genieße die Zeit, wenn ich meine Fotos bearbeite, meine Texte verfasse und am Design des Posts und des Blogs arbeite. Natürlich freue ich mich aber auch, wenn die Menschen da draußen Teil meiner Leidenschaft werden und sich auf meinem Blog wohlfühlen.

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten?
Wow, diese Frage kann ich fast unmöglich beantworten, ohne im Nachhinein festzustellen, dass ich einen meiner Lieblinge vergessen habe…es gibt so unglaublich viele wundervolle Foodblogs. „Trickytine“ ist zum Beispiel eine wunderbare Bloggerin. Wunderschöne Fotos, tolle Geschichte und herrliche Rezepte machen ihren Foodblog zu einem wahren Kunstwerk - danke dafür liebe Christine und ich hoffe sehr, dass wir uns ganz bald mal persönlich kennenlernen. Und auch die „Foodistas“ sind vier wunderbare Bloggerinnen. Die vier Freundinnen nehmen uns mit auf eine kulinarische Reise durch ihr Leben - einfach super. Herr und Frau Hue sind mir irgendwie direkt ans Herz gewachsen - Julia und Tim sind zwei einfach super sympathische. Sie bloggen über Lifestyle, Reisen und Food. Wer die beiden kennenlernt, kann sie nur lieb haben. Macht weiter so! Foodlovin - die liebe Denise hat sich einen Ort geschaffen, an dem sie über all’ ihre feinen Entdeckungen, kulinarischen Highlights aus Düsseldorf und neuen Rezepte schreiben kann. “Do what you want” – bei Denise nicht nur eine leere Floskel, sondern die Wegbeschreibung für ihr Leben. Ich bin begeistert. Durch das Bloggen habe ich großartige Menschen kennengelernt und neue Freunde dazu gewonnen, und das ist sicherlich eines der größten Geschenke für mich!

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Mhhhh, die Frage ist nicht ganz leicht. Kann ich euch vielleicht meine Spotify-Playliste mitschicken, die ist nämlich bunt gemischt. Michael Jackson, Michael Bublé, Cro, Jack Johnson, Deichkind - hier ist wirklich alles dabei. Ob Klassiker, chilliger Ibiza House oder aktueller Pop - mit Musik geht alles leichter von der Hand. Und wenn eines meiner Lieblingslieder läuft, dann schmeiße ich auch gerne mal alle Utensilien von mir und lege ein kleines Küchentänzchen ein.

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
> Mit Jamie Oliver würde ich zu gerne mal kochen. Seine Gerichte sprühen vor Kreativität und Leidenschaft - ein lässiger Typ, dieser Jamie! Und immer an das Olivenöl denken - extra vergine bitte - Jamie Fans wissen, was ich meine ;-).

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> Meine eigene Rezeptesammlung, „Natürlich Jamie“ und mein Kinderbuch „Leselöwen Märchenküche“ - der Butterkuchen aus diesem Buch ist einfach der Hammer.

• Wie groß ist deine Küche?
> Klein (hahaha). Aber ich habe genug Platz, um mich auszutoben und da sie offen zum Wohnbereich ist, habe ich alles im Blick - ich liebe sie.

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> In der Welt der Food-Blogs verbergen sich wahre Schätzchen und wunderbare Inspirationsquellen – Food-Blogs sind meine liebste “Abendlektüre” :-). Aber es geht nicht nur um tolle Rezept oder schöne Fotos, es geht um Liebe und Leidenschaft – um die Geschichten hinter den Rezepten. Ich lerne die „Blogger“ gerne durch ihre Geschichten etwas genau kennen.

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest, was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
> Wenn ich die Zeit zurückspulen könnte, hätte ich vielleicht im Matheunterricht besser aufgepasst und ein Praktikum bei einem wunderbaren Konditormeister in Paris gemacht :-) - aber sonst bin ich eigentlich sehr zufrieden ;-).


• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3

> Foodblogs:
1. Trickytine
2. Krautkopf
3. Liz and Jewels

> Kochbuch:
1. Die Rezeptesammlung von meinem Papa
2. Natürlich Jamie
3. I love baking von Cynthia Barcomi

> Kochutensilie:
1. Scharfes Messer
2. KitchenAid
3. Kaffemühle


• Salz oder Pfeffer?
> Pfeffer

• Bier oder Wein?
> Bier, aber bitte Alt oder Weizen ;-) … zu einem kalten Weißwein sage ich aber auch nicht nein.

• Süß oder Herzhaft?
> erst herzhaft dann süß

• Hauptgang oder Dessert?
> geht auch beides?

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> absolute „Early Bird“ - 22 Uhr schlafen ist super :-D!

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> irgendwas dazwischen ;-)

• Kaffee oder Tee?
> Kaffee


• Lieblings...:
> …messer: das Damaszener-Messer von meinem Papa
> …gewürz: Kardamom
> …koch: Jamie Oliver
> …kochzeit/tag: Samstag
> …rezept: super-schokoladige-Brownies


Fotos © Karoline www.hatt-erzaehlt.com