Judith aus dem Breisgau / "Naschkatze – Küchenglück und kulinarische Streifzüge"


Heute: Judith aus dem Breisgau
Blog: "Naschkatze – Küchenglück und kulinarische Streifzüge"
http://www.naschkatze.me/

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Ich bin Judith, 29 Jahre, komme aus der schönen Pfalz und lebe nun im Breisgau. Ich bin studierte Kunsthistorikerin und Ethnologin, träume aber von einem kleinen Café, in dem ich Naschkatzen mit meinen Kuchen verwöhnen kann. Von Sport abgesehen vereine ich fast alle Hobbies in meinem Blog: Backen & Kochen, Schreiben, Fotografieren, neue Gastronomie erkunden, Essen. =)

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
> In meinem Blog gibt es neben Rezepten auch Genuss-Orte. In dieser Kategorie stelle ich schöne Cafés, Restaurants oder Genuss-Lokalitäten vor, die etwas Besonderes sind und die mich begeistern. Meine Backwaren sind, wenn möglich, oft aus Dinkelvollkornmehl, weil es gesünder ist und manchmal einfach besser schmeckt. Ich mag Einfaches, Bodenständiges. Ausgefeilte Fondant-Torten sind nicht meine Stärke.

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten? Und warum überhaupt ein Foodblog?
> Wenn dein Hobby essen, kochen und backen ist, was liegt näher, als ein Foodblog? Die Idee entstand zur Unizeit. Ich hatte damals schon einen kleinen Blog mit meiner Mitbewohnerin. Nach unserem Auszug hat jeder etwas eigenes gemacht.

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Das waren meine Omas! Oma Lisa hat genauso leidenschaftlich gebacken wie ich heute, mit Oma Gerda stand ich von Kindesbeinen an in der Küche, wenn ich sie besuchte. Deshalb möchte ich für diesen Winter 2015 auch gerne ein Blogevent mit Rezepten von Oma machen. Jeder ist herzlich eingeladen!

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Vom Esstisch im Wohnzimmer aus, weil mein Laptop das Kabel braucht, um online zu gehen.

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Ich verabscheue Sellerie. Allein der Geruch. Krause Petersilie geht auch nicht. Und bei Muscheln konnte ich mich noch nie überwinden. Ansonsten probiere und esse ich fast alles.

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> Zimt! Schokolade! Ingwer!

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Fast alle, denke ich. Jedes Land und jede Region haben ihre Spezialitäten. Man muss sie nur entdecken. Eine Schwäche habe ich aber definitiv für Italien.

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> Ich kann mich schwer an Rezepte halten. Meist ändere ich etwas ab.

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> Eine gute Tasse Kaffee.

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Das sich biegende Regal voller Koch- und Backbücher, diverse Backzeitschriften, die ich ständig kaufe und andere Blogs.

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> Ich bin ein sehr ordentlicher Mensch und räume auch mal zwischendurch auf. Aber nach einer richtigen stundenlangen Küchenschlacht sieht es auch entsprechend aus: wie ein Schlachtfeld.

• Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebüt und wird wahrscheinlich nie ausgetauscht?
> Die Holzkochlöffel meiner Oma. Und sei es nur als Deko, wenn sie mal ausgedient haben.

• Hand auf ’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Na klar geht mal was schief! Ich hatte dieses Jahr mehrere katastrophale Fehlschläge, die ich wirklich nicht mehr genießbar fand!

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?
> Beides ist wichtig. Aber beim Backen kann ich entspannen, da geht es mir gut. Backen ist mein Yoga, sozusagen. Das Kosten am Ende ist das Sahnehäubchen.

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Leider nur zu wahr. Deswegen finde ich Bewegungen wie slow food sehr wichtig und auch Blogger können da viel tun. Ich denke aber, dass gerade auch wieder eine Rückbesinnung auf Regionales und Frisches erfolgt und hoffe, dass wieder mehr Menschen Wert auf gute Nahrung legen, örtliche Produzenten unterstützen, Konzernmassenware ablehnen und wieder auf dem Markt einkaufen (ein wunderbares Erlebnis für alle Sinne!). Immerhin verleibt man sich Essen ein, es wird ja Teil von einem Selbst, könnte man sagen! Da will ich doch keine Giftstoffe oder Industriereste auf meinem Teller!

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> Ich schreibe auch Privates, Anekdoten oder Erlebnisse, Szenen aus dem Alltag. Aber ich achte darauf, meine Mitmenschen nicht bloß zu stellen oder zuviel über sie zu verraten.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Leider bin ich zu oft online. Ich finde, man sollte da etwas aufpassen in unserer Zeit und mal „abschalten“. Nachts mache ich aber meist das Handy aus. Da schlafe ich ja eh. Und im Urlaub reduziere ich das Surfen auch sehr.

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser?
> Natürlich auch wichtig. Wer freut sich nicht über viele Menschen, denen gefällt, was du machst? Aber ich freue mich auch über wenige treue Leser.

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Beides, aber wahrscheinlich etwas mehr für mich, weil ich einfach Freude daran habe.

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten?
> Da kann ich keine Entscheidung treffen, es gibt so viele wunderbare Blogger!
Intensiv verfolge ich Das Knusperstübchen und Das Küchengeflüster, weil beide auch bei facebook sehr aktiv sind.

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Generell ohne Musik nicht. Sehr mag ich Ludovico Einaudi und Coldplay. Aber eigentlich ist es stimmungsabhängig und jeden Tag anders, was ich mir anhöre.

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
> Jamie Oliver, der hat eine irre Begeisterung für seine Arbeit und ist total kreativ. Oder Björn Freitag, eher ruhig und bodenständig, aber sehr sympathisch.

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> Alle.

• Wie groß ist deine Küche?
> Ausreichend groß, seit wir eine neue haben. Davor gab es kaum Arbeitsfläche.

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> Etwas Lustiges oder eine Geschichte, ein Erlebnis.

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest, was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
> Vielleicht würde ich nach dem Abi eine Ausbildung zur Konditorin oder Köchin machen. Oder zur Fotografin. Aber wirklich beschweren kann ich mich über mein Leben bisher nicht. =)


• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3

> Foodblogs:
1. Lykkelig
2. Das Küchengeflüster
3. Das Knusperstübchen

> Kochbuch:
1. Mein Kochbuchregal.
2. Macht sich sicher gut neben einer Palme.
3. Und neben der Hängematte.

> Musikalbum:
1. Coldplay, allerdings mehrere Alben
2. Ludovico Einaudi, auch mehrere
3. Placebo, Loud like love

> Kochutensilie:
1. Der Dämpfeinsatz für Gemüse
2. Meine Muffinform
3. Ein großes Wiegemesser


• Salz oder Pfeffer?
> wenig Salz, viel Pfeffer.

• Bier oder Wein?
> Wein! Als Pfälzerin von der Weinstraße... ;)

• Süß oder Herzhaft?
> Beides, immer im Wechsel.

• Hauptgang oder Dessert?
> In dieser Reihenfolge.

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> Seit ein paar Jahren Bird...dabei wollte ich in der Hinsicht nie wie meine Eltern werden...

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> Definitiv fanatisch!

• Kaffee oder Tee?
> Kaffee. Neben Schoki meine Droge Nr. 1.


• Lieblings...:
> ...messer: ein kleines, völlig unprofesionelles mit grünem Griff
> ...gewürz: Zimt
> ...koch: Jamie Oliver
> ...kochzeit/tag: Immer
> ...rezept: Brownies


Fotos © Judith http://www.naschkatze.me/