Jana aus Frankfurt / "cookies for my soul"


Heute: Jana aus Frankfurt
Blog: "cookies for my soul"
http://cookiesformysoul.de/

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Ich bin Jana Riedel, nulle in 2015 das vierte Mal, was mich glücklicherweise nicht wirklich in Panik versetzt. Gebürtig aus Niedersachsen lebe ich aktuell in Frankfurt und arbeite dort als Marketingreferentin in einem IT-Unternehmen. Meine gefühlt immer zu kurz bemessene Freizeit verbringe ich am liebsten auf kleinen und großen Reisen, auf Märkten und am Herd, mit Freunden. Als Foto-Begeisterte ist mein iPhone immer dabei, um alles in einer Bilderflut festzuhalten um dann auf meinem Blog darüber berichten zu können. Eigentlich sammele ich Genussmomente – im Herzen und in Bildern! Ganz oben auf der Genuss-Liste steht Mallorca. Dort bin ich regelmäßig, ich liebe das mallorquinische Lebensgefühl. Ansonsten stehe ich noch auf Yoga, sammle Kochbücher, gucke gerne aufs Meer und liebe es, im Netz und in Zeitschriften zu stöbern.

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
> Ich schreibe keinen reinen Foodblog. Natürlich steht das Thema Food mit ganz oben auf der Liste – ob am eigenen Kochtopf oder bei Restauranttipps. Aufgrund meiner Leidenschaft zu Mallorca gibt es aber auch eine Rubrik „Palma, my love“, in der ich nur über besondere Orte auf meiner Lieblingsinsel berichte. Ich finde es auch schön, Menschen an Gedanken teilhaben zu lassen, die mich bewegen. Daher findet man auf meinem Blog aktuell auch eine Adventsserie mit dem Motto „GÖNN’DIR“. Sowas soll es künftig mehr geben. Ich möchte Impulse geben und Leidenschaften für Schönes wecken.

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten? Und warum überhaupt ein Foodblog?
> Ich hatte schon immer große Freude an Fotos und selbstgeschriebenen Texten. Als uns alle dann die große Blog-Welle überrollte dachte ich: Hey, Du sammelst so viele schöne Momente, Ideen und kochst so gerne für andere – warum nicht darüber berichten?

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Meine Mommy. Ganz klar. Und später dann mein Job im Veranstaltungsmanagement. Da kommt man viel rum, darf viel und gut essen, für besondere Veranstaltungen auswählen und gestalten – das prägt schon sehr.

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Primär vom Sofa oder vom Küchentisch. Gerne aber auch aus Cafés mit besonderer Atmosphäre.

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Innereien. Und Meeresfrüchte (mit Ausnahmen). Austern & Schnecken gehen auch gar nicht. Schüttel!

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> Frische Kräuter. Parmesan. Koriander und süßes Thaibasilikum. Chillis.

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Vietnam.

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> Ich mag es nicht unordentlich in der Küche. Etwas fertiggestellt, muss gleich alles in den Geschirrspüler, abgewaschen und weggeräumt werden. Sonst kriege ich zuviel!

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> Gute Messer. Und mein iPhone - für Inspirationen, zum Nachschlagen, zum Fotografieren.

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Restaurantbesuche. Kulinarische Reisen. Meine Kochbücher. Das Internet. Hier lasse ich mich gerne inspirieren und versuche leckere Dinge, ich gegessen oder gesehen habe nachzukochen – mit eigenem Charakter!

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> Siehe oben – letztendlich immer ordentlich. Echt.

• Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebüt und wird wahrscheinlich nie ausgetauscht?
> Ein altes Holzbrett aus Kindertagen.

• Hand auf ’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Hallo? Natürlich geht was schief! Aber dann hat es meist was mit der Konsistenz oder dem Würzen zu tu und das sieht man auf Bildern ja nicht.

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?
> Am Ende muss sich der ganze Zauber ja auch lohnen. Also: Egal wie viel Freude das Kochen macht – es muss schmecken!

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Leider ist der Hauptgrund m.E. nach oft mangelnde Zeit und Muße für die Zubereitung und an der ein oder anderen Stelle auch die Möglichkeit oder Bereitschaft dafür Geld zur Verfügung zu haben. Außerdem wurde mit dem Einzug der Fertiggerichte alles irgendwann so schön einfach und gefühlt günstig. Dass man sich damit aber keinen Gefallen tut, das bedarf manchmal Aufklärung. Die Zeit zum Kochen kann sich jede/r nur selber nehmen. Wieviel einem das wert ist (monetär), kann auch jedermann nur für sich bewerten. Aber wenn zumindest ein Verständnis dafür geschaffen werden könnte, dass gutes Essen nicht teuer sein muss und dass man mit guten Basics (egal ob Supermarkt oder Wochenmarkt) tolle Dinge zaubern kann, das wäre schön. Aber das muss wohl wieder vermehrt ins Bewusstsein der Leute rücken.

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> Ich schreibe grundsätzlich nur über das von dem ich glaube, dass es andere wissen sollen und interessieren könnte. Ich mag es nicht, mein ganzes Seelen- und Privatleben im Netz breitzutreten. Dann hätte ich „Star“ werden müssen (lach).

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Leider fast immer dabei. Offline nur nachts und im Urlaub. Und selbst da klappt es nicht immer.

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser?
> Bedingt. Ich möchte Leute begeistern und daher sind mir treue und ehrliche Leser, die meine Texte gerne lesen wichtiger als viele scheinbare Follower als „Blog-Make-up“. Es gibt halt Blogger, gerade im Foodbereich, die unbedingt an jedem Contest, jeder Ausschreibung und jedem Workshop teilnehmen, bloß um bekannt zu werden. Die Zeit habe ich neben meinem 50-Stunden-Job nicht. Und ich schreibe auch nur dann, wenn ich wirklich Zeit dafür habe. Es soll ja schließlich Spaß machen und was vernünftiges dabei rumkommen.

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Ich denke, für beides. Nur für mich – dann könnte ich Tagebuch schreiben. Nur für die Welt – da wäre keine Leidenschaft.

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten?
> Jeder hat ein besonderes Talent und seine Schwerpunkte. Ich finde Katharina Küllmer von ess.raum toll. Und natürlich Kathreinerle von Photisserie. Und sooo viele andere....

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Da bin ich nicht so. Höre gerne alles quer Beet. (Ich Rebell!)

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
> Matthias Schmidt, Frankfurts Zwei-Sterne-Koch – auch ohne die Villa Merton.

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> Meine Küchenschublade voll von gesammelten und handgeschriebenen Rezepten.

• Wie groß ist deine Küche?
> Gefühlt zu klein.

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> Der Mensch dahinter und dessen persönliche Handschrift. Leckere Zutaten und eine hübsche Optik. Dabei finde ich es manchmal schöner, wenn es (gerade von Hobbybloggern) nicht zu professionell gestylt ist, sondern immer noch homemade aussieht. Denn das ist es ja!

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest, was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
> An meinem Leben? Ach, da gibt es das ein oder andere. Aber in Summe kommen wir ja nur durch all’ das Erlebte dahin, wo wir jetzt sind. Und wir wissen ja nicht, wie es sonst gekommen wäre. Also, alles gut. An meinem Blog: Da gilt dasselbe. Ich hätte manchmal eins gerne: mehr Zeit!


• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3

> Foodblogs:
1. Photisserie
2. Nutriculinary
3. My New Roots

> Kochbuch:
1. EASY ASIA
2. Jerusalem
3. Kochhelden

> Musikalbum:
1. John Legend, Love in the Future
2. Rod Stewart, Soulbook
3. Meine Lieblingsplaylist auf dem iPhone

> Kochutensilie:
1. ein Allround-Messer
2. den Weber-Gas-Grill
3. meinen Reiskocher


• Salz oder Pfeffer?
Pfeffer

• Bier oder Wein?
Wein

• Süß oder Herzhaft?
Herzhaft

• Hauptgang oder Dessert?
Hauptgang

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
Night Owl. Morgens geht gar nicht!

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
Irgendwas dazwischen. Aber eher für Ordnung.

• Kaffee oder Tee?
Je nach Laune und Tageszeit.


• Lieblings...:
> ...messer: ein stinknormales Messer mit Holzgriff aus Bangkok
> ...gewürz: Thai-Chillis
> ...koch: Mario Lohninger
> ...kochzeit/tag: ab 17:00
> ...rezept: frei Schnauze


Fotos © Jana http://cookiesformysoul.de/