Kim-Joëlle aus Bonn / "Chez Kim-Joëlle"


Heute: Kim-Joëlle aus Bonn
Blog: "
Chez Kim-Joëlle"
http://chezkimjoelle.de/

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Mein Name ist Kim-Joëlle, ich bin 23 Jahre alt und lebe zur Zeit in Bonn. Ich bin Ergotherapeutin und werde jetzt in den Niederlanden Ergotherapie studieren. In meiner Freizeit mache ich viele kreative Sachen, mache gerne Sport, treffe mich mit meinen Liebsten oder koche und backe gerne.

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
> Jeder foodblog hat natürlich seinen eigenen Stil. Ich möchte mit meinem Blog die Menschen zum Kochen anregen, wähle daher oft einfache und schnelle Rezepte, die wenig Vorbereitung benötigen. Ich liebe die mediterrane Küche und versuche diese auch in meine Rezepte zu integrieren. Ich möchte also allen zeigen, das Kochen etwas ganz einfaches und leichtes sein kann und das auch die einfachen Rezepte gut aussehen und wunderbar schmecken können.

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten? Und warum überhaupt ein Foodblog?
> Meine größte Motivation waren meine Familie und meine Freunde, die von Beginn an meinen Kochkünsten ausgeliefert waren. Meine Tante war die Erste, die mich dazu überredet hat, einen Blog zu starten. Meine Mutter diejenige, die es sponsert. Ich verbinde gerne Kreatives mit Kochen und konnte mich daher mit dem Gedanken anfreunden, anderen Kochern, Food-Liebhabern und Kreativen meine Rezepte zu präsentieren. Deshalb ein foodblog!

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Als erstes war es meine Oma Helga, die alles selbstgemacht hat und bis zum Schluss selbst in der Küche stand. Und weil das, was sie gekocht hat, immer super schmeckte. Dann natürlich meine Oma Inge, die auch sehr gerne kocht und mit mir die besten Plätzchen backt. Von beiden Omas habe ich mir sehr viel abgeguckt und bin glücklich über das, was sie mir verraten und gezeigt haben (und immer noch zeigen). Ich denke, dass meine Familie der ausschlaggebende Punkt war. Außerdem bin ich schon immer gerne gereist, konnte somit viele verschiedene Länder und natürlich deren Essen und Esskultur kennen lernen.

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Meistens vom Küchentisch aus, aber auch gerne vom kuscheligen Sofa. Am liebsten blogge ich, wenn ich ausreichend Zeit habe und mich voll und ganz auf meine Beiträge konzentrieren kann - also nie zwischen Tür und Angel.

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Nüsse und alles Nuss-artige (wegen Allergien), Pinienkerne, gefüllte Weinblätter

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> Zucchini, Rosmarin und Basilikum, Tomaten, Himbeeren, Nudeln/Couscous oder Reis, Chili und Curry

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Schwer einzugrenzen, ich liebe aus jedem Land etwas. Zum Beispiel Bruschetta am Strand von Ischia, Pizza Rucola am Strand von Ligurien, Humus in der Negev Wüste zwischen Kamelen und Lagerfeuer, Éclair in Paris, frisch gefangenen Fisch auf einem Segelboot in der Türkei… jedes Land ist für mich eine kulinarische Reise wert, um Neues, aber auch Altbewährtes zu essen.

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> Ich möchte beim Kochen gerne ungestört sein und ich mag es gar nicht, wenn mir jemand dabei über die Schultern schaut.

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> Ein scharfes Messer, mein Wok oder eine Pfanne, zahlreiche Kochtöpfe und mein Holzlöffel.

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Es kommt ganz darauf an. Oft stehe ich im Supermarkt, betrachte das frische Obst und Gemüse und dann fällt mir etwas ein, was ich mal ausprobieren möchte. Andere Inspirationsquellen sind meine Freizeit, aber auch Eindrücke während meiner Reisen.

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> Das ist unterschiedlich. Kommt immer darauf an ob die Spülmaschine voll oder leer ist.

• Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebüt und wird wahrscheinlich nie ausgetauscht?
> Das sind vor allem die zahlreichen bunten Teller, auf denen ich mein Essen für ein schönes Foto anrichte. Ich stehe auf bunte Teller und kann gar nicht genug davon haben. Immer wenn ich aus dem Urlaub wieder komme, werden es mehr…

• Hand auf ’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Ich würde nicht sagen, dass etwas schief geht, viel mehr, dass es viele Zutaten und Lebensmittel gibt, die einfach nicht so „schön“ aussehen. Die schmecken aber trotzdem lecker und finden einen Platz auf meinem Blog.

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?
> Es kommt ganz darauf an, ob ich etwas koche, das ich oft mache und bei dem ich routiniert bin - dann ist das Verkosten am Ende das Wichtigste. Wenn ich allerdings etwas Neues ausprobiere, dann ist viel mehr ,,Der Weg das Ziel“.

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Ich finde, dass es besonders daran liegt, dass viele nicht wissen, wie einfach Kochen ist und wie schnell es auch sein kann, auch wenn man mit frischen Lebensmitteln, Gemüse und Obst kocht. Wenn ich für mich oder meine WG einkaufen gehe, dann wundere ich mich jedes Mal, wie wenig Geld ich für frisches Obst und Gemüse ausgebe. Ich denke, das wissen viele nicht. In meinem Freundes- und Familienkreis erlebe ich es eher so, dass viel auf regionale Produkte gesetzt wird. Ich denke, in diesem Sinne sollten viel mehr Menschen bewusst an den Einkauf herangehen und nicht nur nach der Ware aus der Tiefkühltruhe greifen. Auf diese Dinge möchte ich mit meinem Blog aufmerksam machen - frische Zutaten und wie einfach es sein kann, sich selbst etwas leckeres zu zaubern.

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> Mein Blog dreht sich ausschließlich um Essen, die Kreativität und evtl. kurze Erzählungen mit kulinarischen Tipps von meinen Reisen. Alles andere gehört nach meiner Meinung nicht auf diese Plattform.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Ich lege eher mal meinen Laptop weg als mein Smartphone. Aber es gibt auch ganz bewusste Entscheidungen, beides nicht zu benutzen. Davon abgesehen bin ich auch gerne an Orten, wo ich kein Netz habe. Das entspannt!

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser?
> Zu Beginn meines Blogs war ich erstaunt, wie viele innerhalb kurzer Zeit auf meinem Blog aufmerksam wurden. Aber jetzt ist es mir nicht mehr so wichtig, da ich etwas gefunden habe, das ich gerne mache, einerseits für mich um meine Rezepte zu sammeln, andererseits für diejenigen, die sich dafür interessieren. Egal ob es hunderte oder tausende sind oder nur ein paar wenige.

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Hauptsächlich dient mein Blog als mein persönliches Koch-Tagebuch. Allerdings freue ich mich natürlich, wenn auch andere Menschen Spaß an meinen Entdeckungen haben und vielleicht auch einiges ausprobieren, dass sie über meine Seite kennengelernt haben. Deswegen finde ich es auch wichtig, nicht nur die Rezepte zu veröffentlichen, sondern auch ein paar ansprechende Bilder von den Gerichten beizufügen.

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten?
> Noch bin ich nicht viel in Kontakt zu anderen Food-Bloggern. Das lässt sich vielleicht noch ausbauen!

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Es kommt auf meine Stimmung an. Beim Kochen höre ich gerne aktuelle Songs (bei denen man mitsingen kann). Ich tanze gerne durch die Küche, wenn ich mal auf die Kartoffeln warte!

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
> Tim Mälzer - gelassen, kreativ und nettes Lächeln.

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> Wenn ich ehrlich bin, habe ich eigentlich keine richtigen Kochbücher. Ich habe ein paar Herausgaben von ,,Für jeden Tag - schnell, einfach, lecker“ von essen&trinken (mit Rezepten von Tim Mälzer). Eigentlich besitze ich hauptsächlich Backbücher.

• Wie groß ist deine Küche?
> Für mich: groß, ungefähr 24qm - wobei wir darin nicht nur zwei Küchenzeilen haben, sondern auch einen großen Esstisch und ein gemütliches, kleines Sofa. WG-Küche eben.

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> Für mich ist die Aufmachung am wichtigsten: ich achte auf die Bilder und wie einfach die Rezepte umsetzbar sind. Super komplizierte Sachen sprechen mich hingegen nicht sonderlich an.

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest, was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
> Nichts - wohl eine genau so klassische Antwort!


• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3

> Foodblogs:
1. www.schmecktwohl.de
2. www.cocobean.me
3. www.s-kueche.blogspot.de

> Kochbuch:
s.o.

> Musikalbum:
1. Jamiroquai - Travelling without Moving
2. Joe Jackson - On your Radio
3. Eros Ramazzotti - Eros Best of

> Kochutensilie:
1. Holzlöffel
2. scharfes Messer
3. Pürierstab


• Salz oder Pfeffer?
> Salz

• Bier oder Wein?
> Wein

• Süß oder Herzhaft?
> beides

• Hauptgang oder Dessert?
> Hauptgang

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> Early Bird (ab und zu auch beides)

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> Ordnungsspatz

• Kaffee oder Tee?
> Tee


• Lieblings...:
> …messer: Zwilling Twin Master
> …gewürz: Chili
> …koch: Tim Mälzer
> …kochzeit/tag: abends
> …rezept: Spaghetti all’Arrabiata


Fotos © Kim-Joëlle http://chezkimjoelle.de/