Pia aus Hamburg / "Pias Deli"


Heute: Pia aus Hamburg
Blog: "Pias Deli"
http://piasdeli.de/

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Ich bin Pia, lebe in Hamburg und arbeite als Ärztin. Neben dem Kochen reise ich leidenschaftlich gerne und hole mir dabei Inspirationen nicht zuletzt für das Kochen. Als Ausgleich zum Alltag fahre ich Motorrad, jogge und mache Yoga.

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
> Ob sich mein Blog wesentlich von Anderen unterscheidet weiß ich gar nicht. In keiner der Disziplinen, die das Bloggen erfordert bin ich ausgebildet. Ich mag es klar und übersichtlich, entsprechend habe ich versucht meinen Blog leicht und strukturiert zu gestalten. Die Rezepte sind bodenständig und gut nach zu kochen.

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten? Und warum überhaupt ein Foodblog?
> Ich rede und lese viel über Essen und Kochen und ich wollte das meinem Freund nicht mehr alleine zumuten. So versuche ich ihn zu entlasten. Außerdem macht es Spaß sich mit anderen auszutauschen.

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Als Jugendliche habe ich angefangen zu Backen, am liebsten mehrstöckige Torten. Woher das kam, kann ich gar nicht mehr sagen, ich befürchte die Frauenzeitschriften meiner Mutter sind schuld.

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Von überall, meist aber von zu Hause, wann immer es die Zeit hergibt.

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Frischer Koriander und Dill sind nicht meine Lieblingszutaten. Ich probiere aber eigentlich alles.

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Südafrika, Western Cape.

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> Laut meinem Freund: Kontrollsucht, ohne Delegieren zu können. (sehr charmant)

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Reisen.

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> Ziemlich ordentlich, nur bei mehrgängigen Menüs für Gäste kann es mal aus den Fugen geraten.

• Hand auf ’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Natürlich geht viel schief, dann wird es einfach noch einmal probiert. Fotos werden doch eher von den gelungen Gerichten gemacht. Praktischerweise kann ich dann gleich Tipps mitgeben, wie man es besser machen kann. Für vorzeigbare verlorene Eier zum Beispiel musste ich länger üben - darüber habe ich auch geschrieben.

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?
> Kochen ist eigentlich Entspannung, somit ist der Weg das Ziel. Ich freue mich aber auch auf das Endprodukt. Es gibt Tage, an denen nehme ich mir zu viel vor und alles läuft schief - dann kann es unentspannt werden.

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Verlieren gute Gerichte und Lebensmittel an Wert? Ich habe das Gefühl, durch die Medien und auch die Foodblogs wird das Bewusstsein für qualitativ hochwertige Lebensmittel und regionale, nachhaltige Produkte zunehmend geschärft.

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> Ich schreibe schon von privaten Erlebnissen und Geschichten, die ich dann jedoch etwas Allgemeiner fasse, insbesondere wenn es um andere Personen geht, deren Privatsphäre ich natürlich respektiere.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Leider bin ich zu selten offline. Im Urlaub versuche ich es.

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser?
> Schon wichtig, aber ich stehe noch am Anfang. Sicherlich nimmt das mit der Zeit ab.

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Für beide! Ich freue mich natürlich über Feedback - sonst würd ich mich hier wahrscheinlich auch nicht vorstellen!

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten?
> Ich schätze alle, aber bewundernswert finde ich Menschen, die täglich bloggen, kochen, fotografieren und schreiben.

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Häufig koche ich tatsächlich ohne Musik. Ich mag die Stille, der Arbeitsalltag ist laut genug.

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> Marcella Hazan, Die klassische italienische Küche.

• Wie groß ist deine Küche?
> Zu klein.

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> Sie darf nicht zu lang und ausschweifend sein, sie muss mich persönlich ansprechen.

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest, was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
> Ich hätte früher einen Motorradführerschein gemacht.


• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3

> Foodblogs:
1. Deliciuos Days
2. High Foodality
3. 101cookbooks

> Kochbuch:
1. Marzella Hazan, Die klassische italienische Küche
2. Donna Hay, Jahreszeiten
3. Heston Blumenthal at Home

> Musikalbum:
1. Carole King, Tapestry
2. The Rapture, In the Grace of Your Love
3. Erykah Badu, Live

> Kochutensilie:
1. Pfeffermühle
2. Kochmesser
3. großer Topf


• Salz oder Pfeffer?
> Pfeffer

• Bier oder Wein?
> Beides

• Süß oder Herzhaft?
> Herzhaft

• Hauptgang oder Dessert?
> Hauptgang

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> Halbwegs Early Bird

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> Ordnungsfanatiker

• Kaffee oder Tee?
> Kaffee


Fotos © Pia http://piasdeli.de/