Stefanie aus Osnabrück / "schmecktwohl"


Heute: Stefanie aus Osnabrück
Blog: "schmecktwohl"
http://schmecktwohl.de/

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Ich bin Stefanie, 24 Jahre alt und komme aus Osnabrück. Dass ich mit dem Bloggen angefangen habe, liegt wohl an der Kombination aus meinem Beruf und meinen Hobbys: Ich arbeite neben meinem Studium als Journalistin und habe dadurch automatisch viel mit Medien, wie natürlich auch mit Blogs zu tun. In meiner Freizeit stehe ich schon seit Kindertagen gern in der Küche und experimentiere mit leckeren Zutaten. Backen, Kochen, Rezepte, tolle Bücher und Magazine, aber auch das „Mich bekochen lassen“ im Restaurant sind alles Dinge, die mir große Freude machen. Auf dem Blog kommen sie zusammen.

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
> Ein Schwerpunkt liegt klar auf der gesunden, kreativen Küche, was aber nicht bedeutet, dass es hier und da nicht auch mal ein Gericht nach klassischem „Hüftgold-Muster“ geben darf. Auch ich liebe saftige Schokoladenkuchen, Cheesecakes und andere Leckereien. Schwerpunkt ist aber die kreative und alltagstaugliche Küche – oft mit vielen bunten Gemüsesorten vom Markt. Darüber hinaus bilden Berichte über Restaurants einen Schwerpunkt, den ich vor allem auch in Zukunft weiter ausbauen möchte.

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten? Und warum überhaupt ein Foodblog?
> Ich schreibe und fotografiere sehr gern, bin ein kreativer Kopf und experimentiere sehr gern in der Küche. Darüber hinaus, bin ich immer neugierig, Neues zu entdecken und zu erfahren – das schreit nach einem Foodblog.

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Das weiß ich gar nicht. Auf jeden Fall habe ich früher schon als Kind mit meiner Mama und meinen Omas in der Küche gestanden. Das hat mir gefallen und es hat sich einfach ein Hobby daraus entwickelt.

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Meistens von zu Hause aus. Wobei die Ideen meistens kommen, wenn ich Sport mache oder unterwegs bin. Daher habe ich auch immer ein kleines Notizbuch dabei, in dem ich schnelle Gedanken festhalten kann.

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Kaffee und Bier und Blauschimmelkäse.

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> Aus dem Gemüse- und Salatregal liebe ich Auberginen und Rucola. Ansonsten mag ich auch klassische, fantasievoll angemachte Pasta. Grundsätzlich aber immer gern wieder Neues, ich mag die Vielfalt.

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Vermutlich hat jedes Land etwas Kulinarisches zu bieten, das spannend und bereichernd ist. Ich mag die spanische und französische Küche. Aber auch Ideen aus den skandinavischen Ländern oder gar aus Afrika sind spannend und inspirieren zu neuen Rezepten. Kulinarisch sind die Kanaren auch ein Geheimtipp: Die Bananen, die da wachsen, sind klasse, aber auch andere Früchte haben einfach besonders viel Geschmack, weil eben ständig Sonne vorhanden ist.

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> Keine, die mir bewusst ist.

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> Auf meine Ruhe. Ich mag es nicht, wenn vor und hinter mir in einer recht kleinen Küche noch herum getanzt wird. Entweder konsequent zu mehreren kochen oder eben in Ruhe für mich. Außerdem ist meine Kamera nicht mehr aus meiner Küche weg zu denken! Klares Muss für Foodblogger;)

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Die befindet sich mal hier mal dort: In einem Restaurant, in dem ich ein tolles Gericht gegessen habe, das mich zu einem weiteren inspiriert. In einem Food-Magazin oder einem tollen Buch. Ganz oft befinden sich Inspirationen auch schlicht auf Bildern. Dann sehe ich einen toll gestylten Teller auf Instagram oder Pinterest und schwups ist die Idee für ein neues Gericht im Kopf.

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> So, dass man aufräumen sollte...

• Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebüt und wird wahrscheinlich nie ausgetauscht?
> Ein ganz pfiffiges Hilfsmittel für Menschen wie mich, die oft vegetarisch und vor allem viel Gemüse essen, ist ein Spiralschneider. Damit lassen sich Gemüsesorten in feine Spaghetti schneiden. Der Vorteil: Es sieht toll aus und die Garzeit ist erheblich kürzer, als bei dicken Würfeln oder Scheiben.

• Hand auf ’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Klar, ab und an werden Gerichte auch mal nicht so optimal, wie erwartet. Dann kommt das Gericht eben nicht auf den Blog und wird nicht wiederholt. Die meisten gelingen aber zum Glück.

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?
> Naja, wenn das Essen am Ende nicht schmeckt, macht die Küchenarbeit wenig Sinn. Beides ist also wichtig: Die Zubereitung sollte Spaß machen, das Essen muss aber auch fein schmecken.

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Das liegt meines Erachtens an der allgemeinen Spar-Mentalität. Und ich finde es auch schade, dass viele Menschen offenbar denken, dass Essen ein Randprodukt ist, das so gut wie nichts kosten darf – das Auto oder ein anderes Hobby hingegen schon. Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er das billigste Öl und die billigste Butter essen möchte, die er finden kann. Gutes Essen hat in meinen Augen auch etwas mit Wertschätzung und Selbstachtung zu tun. Ich möchte schon wissen, was ich in meinen Magen lasse und was nicht.

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> Mein Blog ist ein persönliches Foodmagazin, das durchaus erlaubt, die Person hinter den Bildern, Rezepten und Texten kennen zu lernen. Dabei habe ich aber klare Grenzen. Was mit Essen, guter Küche oder Restaurants zu tun hat oder irgendwie damit in Verbindung zu bringen ist, passt sicherlich auch auf einen Foodblog. Andere private Geschichten sicherlich nicht. Persönlich ja, das darf ein Blog schon sein. Aber eben auch kein Tagebuch, das wild aus dem Nähkästchen plaudert. Das ist nicht meins.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Natürlich gibt es auch Zeiten, die offline sind.

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser?
> Natürlich freue ich mich, wenn meinen Lesern schmecktwohl. gefällt und sie immer wieder vorbei schauen, um sich die neuen Beiträge und Geschichten anzuschauen. Ich glaube, dass die Anzahl der Leser für jeden Blogger wichtig ist, weil sie auch einen Motivationsfaktor darstellt. Dafür bloggt man ja: Um andere an seinem Tun teilhaben zu lassen. In meinem Fall eben am Kochen und Entdecken von Restaurants. Man schreibt für sich selbst, gibt über den Blog aber auch sehr viel an seine Leser weiter. Ein Foodblog hat durchaus viele Service-Aspekte. Man muss nur daran denken, wie oft ein Blog-Artikel für ein Mittag- oder Abendessen inspiriert.

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> In erster Linie für mich. Würden die Leser fehlen, würde der Spaß daran aber sicher verloren gehen. Dafür ist das Medium Blog eben auch auf Öffentlichkeit ausgelegt.

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten?
> Da möchte ich keinen einzelnen hervorheben. Es gibt inzwischen ungeheuer viele wunderbare Foodblogs. Eine kleine Auswahl von denen, die ich regelmäßig lese und schätze, gibt es in meiner Blogroll. ( http://schmecktwohl.de/blogroll/ )

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Das ist stimmungsabhängig. Manchmal mache ich einfach Radio an, manchmal chillige Lounge-Musik, manchmal aber auch Dance oder Singer-Songwriter-Musik. Eben je nach Stimmung.

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
> Ich hatte kürzlich das große Glück, dem Osnabrücker Drei-Sterne-Koch Thomas Bühner und seinem Team aus dem La Vie über die Schulter schauen zu dürfen. Das hat bei mir das ohnehin schon vorhandene Interesse an der Sterneküche noch weiter gestärkt. Somit bin ich neugierig, weitere Sterneköche und ihre individuellen Handschriften kennen zu lernen. Ich schätze aber auch traditionelle Küche, die über Generationen weiter gegeben worden ist. Einer italienischen Mama, die klassisch italienisch kocht, bei der würde ich genauso gern mal in den Kochtopf schauen.

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> Ich mag viele meiner Kochbücher. Ein ganz besonders Schönes ist das „Jerusalem“ von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi.

• Wie groß ist deine Küche?
> Nicht groß.

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> Die Mischung aus Wiedererkennungswert, Inspiration, Humor und Information. Und die Texte müssen authentisch sein, das ist bei Blogtexten mit am wichtigsten.


• Salz oder Pfeffer?
> Salz

• Bier oder Wein?
> Wein

• Süß oder Herzhaft?
> Herzhaft

• Hauptgang oder Dessert?
> Hauptgang

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> Night Owl

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> Ordnungsfanatiker

• Kaffee oder Tee?
> Tee

 

Fotos © Stefanie http://schmecktwohl.de/