Julia, Erroll und Ines aus Berlin, Luzern oder Kapstadt / "RATATUUI"


Heute: Julia, Erroll und Ines aus Berlin, Luzern oder Kapstadt
Blog: "RATATUUI"
http://www.ratatuui.com/

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Wir sind ja eigentlich zu dritt. Da gibt’s den Erroll, gebürtiger Deutscher mit mittlerweile österreichischer Seele ohne den es unseren Blog gar nicht geben würde. Dank seiner Begeisterung für unsere gebratene Ente und unser Forellenmousse sind mein Schwesterherz und ich seit Januar 2014 stolze Blogging Babies. Wir heißen Ines und Julia, wohnen mal in Berlin, Luzern oder Kapstadt, kommen aber immer wieder gern in unsere Heimatstadt Graz zurück. Wir sind plus minus Mitte zwanzig und absolute Lebensgenießer. Wir lieben die Zeiten mit lieben Leuten um uns herum, gutem Essen und geselligem Trinken. Wir lieben unseren „kleinen“ Bruder heiß, gehen gern auf unseren Berg (inklusive Almhütte) und ja, uns gibt es auch getrennt

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
> Da steckt 3fache Liebe drin. Von Ines, Erroll und mir.

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten? Und warum überhaupt ein Foodblog?
> Ich koche seit ich 7 Jahre bin, damals hab ich die Spaghetti noch in 3cm kleine Stücke gerissen damit sie in den Spaghettitopf passen. Weil ich im Laufe der Jahre auch Ines mit meiner Koch- und Backsucht angesteckt hab, kam es halt oft mal vor dass wir gemeinsam für Freunde & Familie gekocht haben. DESHALB ist’s ein Foodblog geworden, und dank Errolls Internetkünsten ist der Blog nun mein ganzer Stolz. Und: Ich bin kein Mensch der nach Rezepten kocht - Mama hat mich ständig um das Rezept für das und das und das gefragt. Jetzt wo ich alles am Blog festhalte, hat sie ihre persönliche elektronische Rezeptsammlung.

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Kennt jemand den Film „Tafelspitz“ mit Christiane Hörbiger? Auf alle Fälle diese Schnulzen. Und bei der Ini, hab glaub ich ICH die Leidenschaft geweckt. Ohne überheblich zu klingen

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Küche, Uni, Zug, Bett, Sofa, Balkon, Auto (als Beifahrer versteht sich), von Berlin, von Villach, von Wien, von Graz... Je nachdem wo ich Zeit und Akku hab.

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Ich sag ich mag keinen Mohn, keinen Sellerie, kein Ketchup und keinen Kaffee. Aber schmecken tut’s dann trotzdem irgendwie. Also jagen kann man mich mit Essen nicht.

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> Das ergibt ne elendig lange Liste: Avocados, Kirschen, Feigen, Champignons, Basilikum, Minze, Zimt, Couscous, Mozzarella, Schokolade...

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Es gibt doch überall tolle Sachen. In Nizza gibt’s bei Le Voyageur Nissart die beste Crème brûlée und das beste Lavendel-Eis bei Fenocchio, in Kapstadt im Bombay Bicycle Club das beste Surf&Turf und beim Neighbourgoods Market den besten Chickenburger mit Pumpernickelbuns, sowie das beste Coconutbread bei Manna Epicure in der Kloof Street. In Berlin im Häppies gibt’s die besten herzhaften Germknödel und in der Markthalle 9 die besten Crêpe mit gesalzener Butter und Beurre du Caramel. Am Steirereck am Pogusch gibt’s das beste Backhendl mit Risipisi und und und. Lange Rede, kurzer Sinn, jedes Land ist kulinarisch eine Reise wert.

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> Während dem Kochen probier ich nix. Ich lass immer alle Anderen probieren. Die werden mir schon sagen, was fehlt. Freunde und Familie sind ja doch die schärfsten Kritiker.

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> Meine Hände. Ohne die geht halt nix. Außerdem machts am meisten Spaß die Avocados mit den Fingern zu zergatschen und den Salat mit den Händen durchzumischen.

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Ich träum von Essen und den unterschiedlichsten Kombinationen. Im Laufe des Tages fallen mir die dann wieder ein und dann kommen die auf meine To Cook-Liste. Klingt bescheuert, aber die Königin der Kochrezepte ist die Fantasie.

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> Ganz ordentlich. Ich räum schon während dem Kochen immer auf. Ich brauche Platz, und mag das nicht wenn’s ausschaut als wär in der Küche eine Schwedenbombe explodiert.

• Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebüt und wird wahrscheinlich nie ausgetauscht?
> Die schwarzen Schürzen mit den weißen Punkten und der roten Schleife. Mag sein, dass die mal ausgetauscht werden. Aber dann werden sie trotzdem Punkte haben.

• Hand auf ’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Früher ging viel zu viel schief. Heutzutage haben wir schon Übung. Aber auch wenn’s daneben geht, gegessen wird es trotzdem, weil in Afrika verhungern Kinder. Und Mama hat uns so erzogen, dass nix am Teller liegen bleibt.

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?
> Kochen ist für mich die Flucht aus dem Alltag. Da tauch ich ein und alle Sorgen sind für’s erste gegessen Deshalb ist es Weg und Ziel.

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Weil’s schon viel zu viel Auswahl gibt. Aber ich schätze auch heiße Kartoffeln mit Salz und Butter. Ich weiß, ist keine Kochkunst. Schmeckt aber. Denn man sollte auch die einfachen Gerichte schätzen können.

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> Mein Blog ist schon sehr privat. Aber es gibt Grenzen. Es gehört nicht jedes Thema im Internet breit getrampelt.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Mit meinem Smartphone nehm ich’s nicht so schwer. Das vergess ich schon mal für ein paar Tage bei meinen Eltern. Dann wird’s eben per Post hinterhergeschickt. Akku ist sowieso dauerleer – weiß auch nicht, was ich immer mach. Und dann fragen mich meine Freunde ständig warum ich nicht erreichbar bin? Fragt doch mal mein Smartphone.

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser?
> Schon wichtig. Ich mag ja meine Mitmenschen begeistern. Aber die Anzahl meiner Leser ist mir nicht so wichtig. Eher meiner Tester. Ich freu mich wenn ich zu hören kriege, dass dieses oder jenes Rezept toll, ist weil es auch tatsächlich ausprobiert wurde.

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Ich blogge für mich und die Welt. Aber so richtig zufrieden bin ich erst, wenn ich den ersten Anruf meines Bruders erhalte, wo er mir erzählt wie toll ihm mein Beef Burger Rezept gelungen ist. Ist bis dato nämlich noch nicht passiert, und er ist absoluter Burgerfanatiker. Ohne Selbstvertrauen für Selbstgemachtes.

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten?
> Ich mag die englischsprachigen Blogs wahnsinnig gerne, weil da der Lernfaktor nicht ausbleibt aber in Österreich/Deutschland gibt es auch ganz tolle FoodbloggerInnen.

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Florence and the Machine. Am Besten Spectrum. Das Lied macht Laune und das Herumtänzeln während dem Kochen macht auch Riesenspaß.

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
> Wolfgang Puck.

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> Letztendlich gibt man doch jedes Kochbuch aus der Hand. Sonst hat man ja keine Hände frei zum Kochen.

• Wie groß ist deine Küche?
> 8 Quadratmeter.

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> Authentizität und Ehrlichkeit.

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest, was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
> Ach, ich bereu nix. Und um etwas zu Verändern ist es noch nicht zu spät.


• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3

Liebe
Essen
Und a Schweizer Messer.

> Foodblogs:
1. www.smittenkitchen.com
2. goldschwarz.at
3. www.alanabread.com

> Kochbuch:
1. Vegan for Fit – Attila Hildmann
2. Jamie Oliver-Kochbücher
3. Frisch gekocht!-Magazine

> Musikalbum:
1. Florence and the Machine - Ceremonials
2. Empire of the Sun – Walking on a dream
3. The Asteroids Galaxy Tour – Out of Frequency

> Kochutensilie:
1. Holzkochlöffel
2. Bambusmatte
3. mein gespitztes Gemüsemesser


• Salz oder Pfeffer?
> Pfeffer. Heutzutage wird zu viel gesalzen.

• Bier oder Wein?
> Je nachdem.

• Süß oder Herzhaft?
> Ines süß, Julia herzhaft.

• Hauptgang oder Dessert?
> Dessert kann man nur nach dem Hauptgang schätzen.

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> zuerst Night Owl und dann Early Bird – ich bin immer die Erste die nach Hause geht.

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> Ines Dreckspatz, Julia Ordnungsfanatiker. Zumindest in der Küche.

• Kaffee oder Tee?
> Beides.


• Lieblings...:
> ...messer: Wüsthof.
> ...gewürz: Zimt und Salbei.
> ...koch: Wolfgang Puck.
> ...kochzeit/tag: Vormittags oder spät abends.
> ...rezept: Innovative Pizzen. zB: (http://www.ratatuui.com/2014/01/gorgonzola-walnuss-pizza/)


Fotos © Julia http://www.ratatuui.com/