Susanne aus Köln / "La petite cuisine"


Heute: Susanne aus Köln
Blog: "La petite cuisine"
http://la-petite-cuisine.blogspot.de/

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Susanne Schanz, 38, Köln, Fotografin, Klavierspielen, Lesen, Leute zum Essen einladen...

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
> Meine Gedanken und Geschichten rund um das Leben sind die Würze zu meinen Fotostrecken. Ich bin anders als die anderen.

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten? Und warum überhaupt ein Foodblog?
> Der Blog, wie er heute ist, war ein Prozess genauso wie es die Findung meines Berufes war. Der Weg war das Ziel! Neben meinem Internetauftritt als Foodfotografin wollte ich schon vor dem Blog-Start Anfang 2011 einen Bereich haben, auf dem ich mich kreativ ausleben kann. Hinzu kam, dass ich sehr gerne schreibe und meine Fotos mit meinen Geschichten zusätzlich Leben einhauchen kann.

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Meine Mutter, mein Bruder, meine Schwester. Nicht nur kochen und essen wir alle sehr gerne und gut und probieren Neues aus; wir reden untereinander auch viel übers Kochen und lassen uns gegenseitig inspirieren.

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Vom Bett, Schreibtisch oder Fußboden zu gleichen Teilen. Ich sitze oder liege gerade auch auf dem Fußboden.

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Rote Beete, Innereien, Okra

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> Sie überall verwenden zu wollen wäre etwas schwierig, aber mein liebsten Genussmittel: Wassermelone, Erdbeeren, Käse, Feigensenf, rote Linsen, Couscous, Weisswein.

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Da gibt’s noch so einiges: Indien, Marokko, Thailand, Südamerika/Karibik.

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> Nein, also ich hab 'ne Macke, aber nicht beim Kochen.

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> Messer, Gemüsehobel, Pürierstab mit Multimixer (oder wie das heißt).

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Als Inspiration dient mir der Wochenmarkt. Aber auch Urlaubsorte und deren regionale Küche, Romane, Essen und Sein in Cafés und Bistros bringen mich auf neue Projekte, Rezepte und Ideen. Und natürlich regen auch Kochbücher, Foodzeitschriften und Foodblogs meine Fantasie und Kreativität an.

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> Mal so mal so, meistens aber eher chaotisch, weil's so klein ist und weil es manchmal schnell gehen muß.

• Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebüt und wird wahrscheinlich nie ausgetauscht?
> Die Handreibe mit Kurbel von Zyliss

• Hand auf ’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Sicher geht auch mal etwas schief, aber dann mache ich es entweder neu oder es wird verworfen. Manchmal berichte ich auch davon, aber ich zeige von den Katastrophen keine Bilder.

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?
> Ich koche oft einfach drauf los, manchmal einfach was da ist. Darauf entstehen dann neue Rezepte oder ich habe etwas im Kopf und es wird dann aber anders.

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Ist das so? In meinem Umfeld nicht. Oder spielt Ihr auf die „Degeneration“ der Lebensmittelindustrie, auf Bio-Produkt- Skandale und Gammelfleisch an? Dies wäre ein abendfüllendes Thema

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> Mein Blog ist auch Teil meines Lebens und gerade letztes Jahr habe ich nach langem Überlegen entscheiden über ein einschneidendes Ereignis zu berichten. Darüber hinaus sage ich ruhig einmal wenn es gerade nicht so rund läuft und das macht den Blog authentisch, denn unser Leben läuft nun einmal nicht immer geradeaus.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Mein Laptop ist eigentlich rund um die Uhr online, außer wenn ich arbeite, also fotografiere.

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser?
> Es ist sehr schön Leser zu haben, denn ohne sie gebe es keinen Blog. Aber wieviele ich habe weiß ich gar nicht, außer ich würde jetzt nachschauen.

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Schon für meine kleine Welt, denn warum wäre ich sonst mit einem Blog online gegangen? Das wäre ja sonst so als würde ich als Künstler für meine eigenen vier Wänden malen. Soll heißen, ich will ja schon dass die Leute das sehen, aber ich will mich nicht abhängig machen von Leserzahlen und von Inhalten und Texten, die ich poste.

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Beim Kochen brauche ich Ruhe. Ansonsten eine bunte Mischung aus Klassik, Blues, Jazz, Swing, Soul and Rock& Beat.

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
> Mit der Fotografin und Privatköchin Katie McDavis

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> Ich liebe Kochbücher und betrachte sie meistens als Bildbände und daher als Inspiration. Aber es gibt keines, welches nicht ersetzbar wäre oder ohne das ich nicht leben könnte.

• Wie groß ist deine Küche?
> Ganz genau 7,4 qm – hab gerade gemessen.

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> Für mich sind in allererster Linie die Fotos bzw. das erste Foto der Einstieg in die „Geschichte“. Was den Text angeht, so muß der erste Satz so interessant, knackig oder kontrovers sein, dass er meine Aufmerksamkeit auf sich zieht. Eine Prise Witz und ein flotter Schreibstil sind ebenso wichtig wie die nötige Authentizität.

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest, was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
> Ich habe lange darüber nachgedacht. Ich würde nichts ändern wollen. Denn jedes Erlebnis, ob gut oder schlecht, ist ein Teil von mir und hat mich zu dem gemacht, der ich bin.

• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3
1. Jemanden, der mit mir dort das Essen genießt
2. Feuer
3. Papier/Stift zum Aufschreiben der dort entstandenen Gerichte

> Foodblogs:
1. WhatKatieate
2. FirstMess
3. RoostBlog

> Kochbuch:
1. Donna Hay: Jahreszeiten
2. Jamie Oliver: Cook clever mit Jamie
3. Katie Mc Davis: What Katie ate

> Musikalbum:
1. Zaz(Zaz)
2. TomWaits(theasylumyears)
3. BachandBeyond(GabrielaMontero) 4. BacktoBlack(AmyWinehouse)

> Kochutensilie:
1. Messer
2. Hobel
3. Pürierstab + Multimixer

• Salz oder Pfeffer?
> Salz

• Bier oder Wein?
> Wein

• Süß oder Herzhaft?
> Herzhaft

• Hauptgang oder Dessert?
> Hauptgang

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> Night Owl

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> ordentlicher Dreckspatz, also irgendwas dazwischen

• Kaffee oder Tee?
> koffeinfreier Kaffee

• Lieblings...:
> ...messer: Kochmesser
> ...gewürz: Curry
> ...koch: Jamie Oliver
> ...kochzeit/tag: den ganzen Tag
> ...rezept: kann mich nicht entscheiden
Darf ich noch zwei Aspekte hinzufügen? Lieblingsfilme rund ums Kochen und Essen
Chocolate (die pure Sinnlichkeit), Bella Martha, Soul Kitchen, Ratatouille
Lieblingsromane rund ums Essen und Kochen:
Richard C. Morais: Madame Mallory und der kleine indische Küchenchef Werner Köhler: Cookys

@ Fotos: Susanne Schanz