Moni aus der Nähe von Stuttgart / "Dila vs. Kitchen"


Heute: Moni aus der Nähe von Stuttgart
Blog: "Dila vs. Kitchen"
http://www.dilavskitchen.de/

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Ich heiße Moni, bin 32 Jahre alt und lebe nahe Stuttgart im schönen Schwäbisch Gmünd. Für alle, die der Name bekannt vorkommt: Wir sind die mit dem Bud-Spencer-Tunnel und haben aktuell Landesgartenschau Meine Brötchen verdiene ich in der Verwaltung eines Zeitschriftenverlages. Wenn ich nicht gerade koche, backe, grille, mein Essen fotografiere oder darüber blogge, bin ich in meiner Freizeit gerne mit Freunden unterwegs und erhole mich vom stressigen Arbeitsalltag. Außerdem reise ich gemeinsam mit meinem Mann gerne durch alle Herren Länder.

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
> Bei uns Foodbloggern gibt es meiner Meinung nach gar nicht so viele Unterschiede. Schließlich behandeln wir alle weitestgehend dasselbe Thema. Bei Dila vs. Kitchen habe ich mich auf keinen bestimmten Bereich festgelegt, da das Food-Universum einfach so vielfältig ist. Daher findet man bei mir einfach alles, was mit Essen zu tun hat. Der Hauptteil meines Blogs besteht zwar aus Rezepten, aber ich teste beispielsweise auch Produkte und Gastronomiebetriebe, schreibe über meine Erfahrungen mit diversen Diät-Programmen und bin aktuell dabei den Bereich „Travel“ auszubauen. Hier möchte ich künftig kulinarische Reisetipps geben und meine Reisen dokumentieren.

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten? Und warum überhaupt ein Foodblog?
> Ich hatte bereits mit Anfang Zwanzig – also vor über 10 Jahren schon meinen ersten Blog in einer Online-Community. In diesem Blog ging es hauptsächlich um private Dinge aus meinem Alltag. Im Laufe der Zeit wurden mir die Blogposts zu privat und ich habe diesen Blog irgendwann auf Eis gelegt. Ganz aus der Blogosphäre raus kam ich jedoch nie und ich bin auch weiterhin treuer Leser vieler anderer Blogs geblieben. Irgendwann entdeckte ich meine Leidenschaft für Foodblogs – vor allem da ich selbst immer schon gerne gekocht, gebacken und gegessen habe. Nachdem ich dann lange Zeit einfach nur normaler Leser war, hatte ich Bock, wieder etwas Eigenes zu machen. Und daraus wurde dann im März 2013 Dila vs. Kitchen geboren.

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Kochen war bei uns in der Familie schon immer ein wichtiges Thema. Von klein auf habe ich meiner Mama, meiner Oma und meiner Uroma beim Kochen über die Schulter geschaut. Es hat mich schon immer fasziniert, wie man aus den einfachsten Lebensmitteln wunderbare Gerichte zaubern kann. Mit 8 Jahren bekam ich dann zum Geburtstag ein Kinderkochbuch geschenkt und ab da gab es dann schließlich kein Halten mehr. Da wurden Kuchen gebacken, Toast Hawaii kredenzt und sonntags ganze Frühstücke serviert. Die Leidenschaft ist bis heute geblieben.

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Meine Blogposts schreibe ich in der Regel von zu Hause aus. Gemütlich mit dem Laptop am Esszimmertisch mit einer Tasse Tee. Manchmal flätsche ich mich aber auch einfach auf das Sofa oder nehm den Laptop auch schon mal mit ins Bett. Meinen Social Media Bereich mit den Profilen auf Facebook, Twitter, Instagram und Co betreue ich meistens von unterwegs aus über mein Smartphone. Da ich täglich nach Stuttgart und zurück pendle, habe ich hier genügend Zeit dafür.

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Absolut. Fenchel zum Beispiel. Und Rosenkohl, Rote Beete und Brokkoli. Ich habe all diese Gemüse im Laufe der Zeit in allen möglichen Varianten ausprobiert – immer und immer wieder – aber wir werden einfach keine Freunde. Vermutlich niemals. Außerdem verweigere ich mich Kutteln gegenüber. Die sehen so eklig aus, dass ich mich in meinen ganzen 32 Jahren noch nicht einmal überwinden konnte, die überhaupt zu probieren.

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> Ich steh total auf Zimt und Vanille. Zimt kommt bei mir sogar in die Sauce Bolognese

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Ganz klar Amerika! Ich liebe die USA und ich liebe die kulinarischen Highlights von dort. Man darf bei den USA nur nicht den Fehler machen und immer nur an Burger und Pommes denken. Wenn man sich abseits des bekannten FastFoods bewegt findet man dort langsam gegrillte Spareribs die so zart sind, dass das Fleisch schon von selbst vom Knochen fällt, stundenlang gesmoktes Pulled Pork mit selbst gemachten BBQ-Saucen, würzige Gumbos, Jambalaya, Fischgerichte in allen Variationen – allgemein ist speziell die Südstaatenküche ganz wunderbar und absolut zu empfehlen.

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> Ich brauche Musik in den Ohren, aber ganz allgemein meine Ruhe. Ich mag es nicht wenn noch jemand in der Küche herum wuselt, während ich am kochen und backen bin. Und auf was ich gar nicht mehr verzichten kann ist meine Bosch MUM Styline Küchenmaschine. Ich denke, die würde ich nicht einmal gegen eine KitchenAid eintauschen

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Meine Inspirationsquelle sind meist eigentlich die Lebensmittel an sich. Ich kaufe Dinge und versuche sie zu neuen Gerichten zu kombinieren. Da kann es durchaus auch passieren, dass am Ende etwas ganz anderes heraus kommt als ursprünglich geplant. Und natürlich lasse ich mich viel von anderen Blogs und auch von Food-Zeitschriften inspirieren.

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> Meist eigentlich gar nicht sooo schlimm. Ich versuche bereites während dem Kochen aufzuräumen was geht. Und wenn es hinterher doch mal schlimmer aussieht, hab ich zum Glück ja noch einen Mann. Der darf dann als Gegenleistung fürs gute Essen auch mal beim Aufräumen mit anpacken.

• Hand auf ’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Bei mir geht andauernd was schief. Manchmal muss ich ein Gericht zwei oder drei Mal kochen, bis es so gut ist, dass ich es auch auf meinem Blog veröffentliche. Und manche Dinge gehen so derart in die Hosen, dass sie es in meine „Kitchen-Fails“ Kategorie schaffen. Der Low-Carb-Bananen-Pancake war zum Beispiel ein solcher Fall. Der war nicht nur geschmacklich Mist, sondern sah auch noch echt fies aus.

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?
> Die Verkostung ist das Wichtigste. Ich koche nie irgendwelche Gerichte nur für meinen Blog sondern verbinde diese immer mit einem gemeinsamen Abendessen oder nutze gebackenes als Mitbringsel. Da ist es schon wichtig, dass am Ende auch alles gut schmeckt. Mir ist es lieber, dass ein Gericht einmal nicht 100 % perfekt aussieht, dafür aber gut schmeckt.

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Ich denke es liegt daran, dass alles so schnelllebig geworden ist. Man muss alles immer so schnell wie möglich machen, muss so viele Dinge wie möglich in so wenig Zeit wie möglich packen und alle hetzen nur noch hektisch von einem Termin zum anderen. Die meisten Menschen nehmen sich gar keine Zeit mehr sich mit Essen, vernünftiger Ernährung und guten Lebensmitteln zu befassen. Was man dagegen tun kann ist meiner Meinung nach sehr einfach: Selbst etwas daran ändern und mit gutem Beispiel voran gehen. Mit meinem Blog versuche ich dies immer wieder aufs Neue.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Mein Smartphone habe ich eigentlich die ganze Zeit bei mir. Mittlerweile nehme ich mir aber auch bewusst Zeiten, an denen ich offline bleibe und das Handy auch mal komplett weg lege. Die Welt geht nicht unter wenn man mal ein paar Stunden nicht online ist und die Leser laufen auch nicht weg wenn man mal ein paar Tage nichts postet.

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser?
> Wenn ich sagen würde, dass mir die Anzahl meiner Leser unwichtig sind, würde ich lügen. Viele Leser zu haben bedeutet schließlich, dass viele Leute mögen was man tut. Die meisten Foodblogger verdienen mit ihren Blogs kein oder nur sehr wenig Geld. Leben können die wenigsten durch ihren Blog. Jeder neue Leser, jeder neue Kommentar und jedes Lob ist für einen Blogger im Grunde eine Art Bezahlung. Eine Bestätigung, dass das womit man so viel Zeit verbringt auch von Nutzen ist und von den Lesern gewollt ist.

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Bei meinem früheren Blog ging es ausschließlich um mich, mein Leben, meine Freizeit. Bei Dila vs. Kitchen ist das anders. Hier blogge ich schon für die anderen. Ich möchte mit dem Blog zeigen, dass Kochen Spaß macht und nicht schwer ist. Ich will Anleitungen geben, wie zu Hause jeder selbst leckere Gerichte zaubern kann – egal ob schnelles Feierabend-Gericht oder aufwändiges Menü. Und zusätzlich informiere ich meine Leser ja über noch über neue Produkte die ich getestet habe, gebe Tipps zu Restaurants, Reisen etc.

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Punk und Rock´n Roll. Bei mir läuft meist eine Mischung aus Freiwild, Broilers und Johnny Cash

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
> Mit Gordon Ramsay oder Jamie Oliver… oder am besten mit beiden gemeinsam

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> Ich koche eigentlich nicht großartig nach Kochbüchern. Sie dienen mir immer eher als Inspirationsquelle für neue eigene Kreationen. Das Buch was ich am wenigsten her geben würde wäre vermutlich Webers Grillbibel.

• Wie groß ist deine Küche?
> Die genauen Quadratmeter weiß ich gar nicht, aber sie ist schon recht groß. Ich habe Platz für 2 großzügige Arbeitsflächen, den üblichen Elektrokram wie Herd, Spülmaschine, Kühlschrank etc und zusätzlich beherbergt meine Küche noch meine Waschmaschine und eine große Kühl-Gefrierkombi.

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> Lesenwert sind für mich die Geschichten, die eine schöne Einleitung vor dem eigentlichen Rezept haben. Ich mag es, wenn zum Rezept noch eine kurze Einleitungsgeschichte erzählt wird. Beispielsweise wie es zu dem Rezept kam oder ob es vielleicht eine lustige Begebenheit dazu gab.

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest, was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
> An meinen Leben würde ich gar nicht so viel ändern. Wenn ich die Zeit zurück drehen könnte, würde ich vermutlich nur nach dem Realschulabschluss nicht sofort eine Ausbildung anfangen, sondern erst einmal noch Abitur machen und irgendwas im Bereich Medien / Marketing studieren. Ansonsten bin ich mit meinem Leben zufrieden. Ob ich an meinen Blog etwas ändern würde weiß ich nicht. So ein Blog ändert sich im Laufe der Zeit sowieso immer wieder. Vermutlich würde ich genauso anfangen, wie ich sowieso angefangen hab.

• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3
> Meinen Mann – damit ich nicht so ganz einsam bin
> Mein Iphone – für Fotos und Musik
> Meine Küchenmaschine

> Foodblogs:
1. Moment in a Jelly Jar
2. Tina´s Tausendschön
3. Kochlie.be

> Kochbuch:
1. webers Grillbibel
2. Alain Ducasse – Ducasse Nature
3. Game of Thrones Kochbuch

> Musikalbum:
1. Noir - Broilers
2. Still - Freiwild
3. alles von Johnny Cash

> Kochutensilie:
1. Bosch Küchenmaschine
2. Schneebesen
3. Grillzange

• Salz oder Pfeffer?
> Salz

• Bier oder Wein?
> Wein – Weiß… Riesling, Chardonnay und Pinot Grigio

• Süß oder Herzhaft?
> Herzhaft

• Hauptgang oder Dessert?
> Hauptgang

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> Early Bird – war früher auch mal anders

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> Dreckspatz der gerne Ordnungsfanatiker wäre, es immer wieder versucht und doch nie ganz schafft.

• Kaffee oder Tee?
> Beides – morgens Kaffee, abends Tee

• Lieblings...:
> ...gewürz: Zimt
> ...köche: Gordon Ramsay und Jamie Oliver
> ...kochzeit/tag: immer
> ...rezept: Schweinefilet im Blätterteig