Martin aus München / "J’ADOREFOOD"


Heute: Martin aus München
Blog:
"J’ADOREFOOD"
www.jadorefood.de

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Mein Name ist Martin, ich bin 29 Jahre alt und lebe nach Stationen in Hannover und Berlin zurzeit in München. Ich arbeite seit vielen Jahren als Kommunikationsberater für verschiedene Agenturen und Marken und dabei überwiegend für Foodmarken und ihren Auftritt zum Konsumenten. Mehr zu den ganzen spannenden Projekten gibt es auf www.meisme.de zu erfahren. Aber zurück zum Blog.

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
> Die meisten Blogger präsentieren ja ihre eigenen Gerichte und Kreationen, was wirklich super lecker und inspirativ ist. J’ADOREFOOD sehe ich eher als ein kulinarisches Tagebuch an, bei dem der Leser viele spannende Einblicke in die Gastronomie und das drum herum kriegt, welche oft auch einen Blick hinter die Kulissen darstellen.

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten?
> Da ich mich seit 2005 in der Gastronomie bewege, habe ich sehr viel erleben dürfen. Viele tolle Momente, großartige Veranstaltungen und spannende Reisen erlebt, die kreativsten Cocktails und leckersten Menüs von den besten Bartendern und Köchen genossen. Das wollte ich gerne teilen.

• Und warum überhaupt ein Foodblog?
> Food, genauer gesagt Essen, Trinken und die Gastronomie stehen seit vielen Jahren in meinem Lebensmittelpunkt. Wäre ich leidenschaftlicher Autobastler, dann würde ich vielleicht über Oldtimer schreiben.

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Meine Mutter ist Schuld. Als ich 7 war hatte ich mein erstes, von Mama geschriebenes, „Mini-Kochbuch“. Da drin stand zum Beispiel wie man eine Dose Erbsen öffnet. Mit 15 Jahren habe ich dann angefangen zu Kellnern, mit 20 die ersten Projekte für Marken abzuwickeln. Es wurde also immer mehr.

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Immer da wo ich gerade bin. Auch mal Abends im Büro, wenn ich alles geschafft habe. Auch gerne Sonntags vom Bett aus, aber am liebsten sitze ich direkt in der Gastronomie und lasse mich von der Umgebung inspirieren-

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Ich bin ein ziemlich unkomplizierter Esser, probiere grundsätzlich auch alles. Jedoch habe ich gemerkt, dass mir sehr aromatischer und intensiver Käse nicht gefällt.

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> Frische Kräuter, Salate und Seafood in allen Variationen.

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Österreich, tolle Weine, interessante Gastgeber, wunderbare Küche mit einer tollen Fusion aus typisch Deutsch und mediterran. Grundsätzlich aber würde mich der Südamerikanische Raum sehr reizen.

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> Ich wasche mir extrem häufig die Hände und mache immer parallel direkt mit sauber, damit ich nicht am Ende vor einem riesen Haufen stehe. Ich glaube ich bin da relativ gut organisiert.

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> Frische Kräuter. Gutes Salz, frisch gemahlener Pfeffer, Zucker, schönes Öl und frische Zitrone für Säure.

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Da ich eher über die Gastronomie schreibe als über Kochen und Rezepte, sind es eher Bars, Restaurants und viele Reisen in denen ich mich inspiriere. Foodblogs lese ich selber gar nicht, eher Blogs zu Locations, Reisen, Bars und Restaurants.

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> Super. Siehe oben.

• Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebüt und wird wahrscheinlich nie ausgetauscht?
> Mein 7cm dickes Holzschneidebrett von Jamie Oliver.

• Hand auf ’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Ich mache ja meist nur die Fotos, weniger koche ich selbst. Daher müssten wir die Frage an die Köche und Bartender weiterreichen. Aber ich denke auch bei denen geht’s mal in die Hose.

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?
> Ich koche fast nie nach Rezept, daher verlasse ich den Weg quasi immer. Am Ende muss es schmecken, punkt.

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Es ist doch eigentlich eher gegenteilig. Die Gesellschaft lernt wieder qualitativ hochwertig zu essen. Man isst weniger, dafür besser. Man gibt mehr Geld für Lebensmittel aus und das Bewusstsein generell steigt enorm.

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> Ich schreibe schon sehr privat, nenne viele Namen von Freunden und Bekannten, da das bei meinen Geschichten einfach dazu gehört. Mein Leben, mein Netzwerk, meine Geschichten, all das wäre nicht ohne die jeweiligen Personen die mich dabei begleiten, egal ob sie als Künstler, Filmproduzent oder PR-Berater arbeiten. Ich kann zu jedem etwas erzählen und versuche so jedem Blogpost eine eigene Geschichte zu geben.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Das Zauberwort ist Entschleunigung. Ich habe vor einiger Zeit meinen Facebook-Account gelöscht, betreue nur noch die Fanseite. Das war die größte Genugtuung hinsichtlich „Onlien/Offline“ die ich erhalten konnte. Nachts ist das Handy seit Jahren im Flugmodus und ich habe verstanden, dass die Welt sich morgen auch weiter dreht, wenn ich heute manche Emails nicht beantworte.

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser?
> Eigentlich ist es mir egal, da ich auch selbst nur unregelmäßig, eben wie es die Zeit zulässt, Schreibe und niemandem Rechenschaft schuldig sein möchte. Aber natürlich freut es mich wenn ich sehe das manche Tage, Wochen oder Monate sehr erfolgreich waren.

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Für mich, damit ich in 20 Jahren ein tolles Tagebuch habe. Jedoch freut es mich, wenn die Welt es liest und sich vielleicht hier und da von mir inspirieren lässt.

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten?
> Jan vom www.nomyblog.de, wir sind seit 2005 Weggefährten und eng verbunden, tauschen uns viel aus und helfen uns ab und an. Daneben noch Helmut von der Mixology, der es geschafft hat aus einem „Leidenschaftsprojekt“ ein Top-Magazin für die deutschsprachige Barszene zu formen.

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Ich höre beim Kochen gerne klassische Musik oder Rock.

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
> Jamie Oliver. Ich liebe wie sehr er das kochen liebt und es zeigt.

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> Kochbücher sind nett und ich habe unzählige davon. Jedoch schaue ich ehrlich gesagt kaum rein.

• Wie groß ist deine Küche?
> Da sie offen zum Wohnzimmer ist, ziemlich groß. Zusammen ca. 35m²

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> Erlebnisse. Geschichten. Personen. Das Essen ist nur die Kirsche auf der Sahne.

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest, was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
> Ich hätte früher angefangen zu schreiben, da ich dann tausende von Geschichten mehr hätte auf die ich später zurückblicken könnte.

• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3

> Foodblogs:
1. J’ADOREFOOD.de - um viele tolle Erinnerungen bei mir zu tragen
2. NOMBYLOG.de – immer neue Konzepte und Ideen.
3. MIXOLOGY.EU – Cocktails, Drinks und Spirituosen.

> Kochbuch:
1. Besser Kochen mit Jamie!
2. Smitten Kitchen!
3. Natürlich Jamie!

> Musikalbum:
1. The Fray – Scars & Storys
2. 30 Seconds to Mars – This is War
3. Bravo Hits 13. Keine Ahnung warum.

> Kochutensilie:
1. Messer
2. Gabel
3. Metallschale

• Salz oder Pfeffer?
> Frisch gemahlener Pfeffer.

• Bier oder Wein?
> Wein.

• Süß oder Herzhaft?
> Herzhaft.

• Hauptgang oder Dessert?
> Hauptgang.

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> Irgendwas dazwischen.

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> Ordnung, ganz klar.

• Kaffee oder Tee?
> Beides

• Lieblings...:
> ...messer: Misono UX10, 15cm
> ...gewürz: Salz, Zucker, Pfeffer
> ...koch: Jamie Oliver
> ...kochzeit/tag: Abends
> ...rezept: Forelle Müllerin mit Gurkensalat und Salzkartoffeln.