Janina aus München / "Cucina Diamanti"


Heute: Janina aus München
Blog: "
Cucina Diamanti"
http://www.cucina-diamanti.de/

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Ich bin Janina, 27, lebe in München und bin Volontärin bei zwei Foodmagazinen. In meiner Freizeit ist es inzwischen tatsächlich mein größtes Hobby geworden, an meinem Blog zu basteln, mir neue Gerichte auszudenken, diese auszuprobieren und dabei ein bisschen mit der Kamera zu üben.

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
> Ich habe zu den meisten Rezepten, die ich poste, ein ganz persönliches Verhältnis. Meine Eltern haben in Hamburg, wo ich aufgewachsen bin, ein italienisches Restaurant, mein Vater ist Italiener und meine Mutter kocht leidenschaftlich gerne und gut. Jedes Gericht ist mit einer kleinen Geschichte, Erinnerung oder Person verknüpft.

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten? Und warum überhaupt ein Foodblog?
> Bloggen wollte ich schon immer, ein Foodblog sollte es werden, weil das wirklich mein größtes Interesse ist. Der finale Anstoß kam im Rahmen meiner Ausbildung, in der uns extra Zeit eingeräumt wurde, um ein Blog auf die Beine zu stellen.

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Meine Familie, ganz klar. Ich bin quasi in dem Restaurant meiner Eltern groß geworden und Essen ist bei uns ein riesen Thema. Unser Familienleben findet hauptsächlich am Esstisch statt und die Frage „Was gibt es heute zu essen?“ war wahrscheinlich die erste, die ich stellen konnte.

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Von zuhause, meistens abends. Manchmal bleibe ich aber auch ein bisschen länger bei der Arbeit und überarbeite da die Bilder noch mal.

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Thunfisch aus der Dose und Artischocken. Um letzteres tut es mir echt leid, aber ich mag sie einfach nicht.

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> Spargel! Ich liebe Spargel. Sobald die Saison losgeht, schaffe ich es, Spargel in wirklich jedem Gericht unterzubringen. Die Zeit ist leider nur immer viel zu schnell vorbei! Dasselbe gilt für Spinat. Manchmal brauche ich gar nicht mehr, als einen großen Teller Spinat und sonst gar nichts. Oh, und ich brauche regelmäßig meinen Pasta-fix. Menschen, die kohlenhydratarm leben, bewundere ich ein bisschen, ich könnte das nie.

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Italien, natürlich. Ernsthaft: In Italien spielt Essen einfach eine sehr, sehr große Rolle, was man schon an der Qualität der einzelnen Zutaten merkt. Dort sind ein einfaches Brot, Olivenöl und ein bisschen Schinken ein reines Festmahl. Es gibt wenig Chichi, die Gerichte sind handfest, aus simplen Zutaten und unfassbar gut.

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> Ich kann es gar nicht haben, wenn es unordentlich aussieht, deswegen räume ich schon während des Kochens ständig auf, was meistens absolut keinen Sinn ergibt.

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> Bei mir geht nichts ohne einen Holzlöffel. Ich hab einen Umrühr-Zwang, muss ständig durchs Essen rühren und probieren.

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Der Esstisch meiner Eltern, das, was früher bei meiner Nonna in Italien auf dem Tisch steht, alles, was ich in Italien gegessen habe und was die Köche meiner Eltern sich so ausdenken.

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> Beim Backen: Katastrophal. Ich probier es immer wieder und mir gelingt nie etwas. Beim Kochen experimentier ich manchmal erfolgreich, aber auch da hab ich schon viel gegessen, was ich niemand anderem vorsetzen würde.

• Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebüt und wird wahrscheinlich nie ausgetauscht?
> Ich hab von einer Freundin mal ein Spaghettimaß aus Italien geschenkt bekommen, weil ich im Abschätzen von Mengen eine absolute Null bin. Das ist echt hilfreich.

• Hand auf ’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Es geht ständig etwas schief. Meistens kann ich es auf dem Weg noch retten, aber zwischendurch ist es oft zum Haareraufen. Das gehört aber auch dazu und umso schöner ist es, wenn das Essen hinterher doch super schmeckt.

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?
> Ne, es ist schon am wichtigsten, wie es am Ende schmeckt, finde ich.

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Ich würde das gar nicht so pauschal sagen, schon allein an der Maße von Foodblogs sieht man ja, dass es viele Menschen gibt, die sich für Essen interessieren und bereit sind, Zeit und auch Geld in ein ordentliches Essen zu investieren. Ich denke, dass das eine Einstellungssache ist: Es gibt Menschen, für die Essen etwas wichtiges und bedeutsames ist und dann gibt es solche, für die es nur Mittel zum Zweck, schnelle Nahrungsaufnahme ist. Letzteres ist schade und darf auf keinen Fall zum übergreifenden Trend werden. Was man tun kann, ist selber immer auf Qualität zu achten und Unternehmen, Bauern, usw. … die das ebenfalls tun, zu unterstützen.

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> Auch wenn Essen eine sehr großes Rolle in meinem Leben spielt, ist es nicht mein ganzes Leben und ich denke, alles, was sich außerhalb meiner Küche abspielt, interessiert meine Leser auch nicht sonderlich.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Ich zähle leider zu den schlimmen Internetjunkies und hab mein geliebtes Smartphone immer parat.

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser?
> Die Anzahl der Leser ist ja auch eine Art Wertschätzung. Ich freue mich über jeden neuen Leser.

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Gute Frage. Ich möchte gar nicht den Anspruch stellen, der Welt so viel bieten zu können, also wohl eher für mich

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten?
> Ich bin großer Fan von Ann-Katrin von „Penne im Topf“. Immer wieder begeistern tut mich der englischsprachige Blog „Averie cooks“, vor allem, weil es dort sehr schöne Fotos und viel Inspiration gibt. Und ich bewundere all die tollen Bäcker und lese vor allem sehr gerne den Blog „Krümelkreationen“.

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Ich koche eigentlich fast nie mit Musik, dazu bin ich in der Küche viel zu laut.

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
> Da fällt mir spontan keiner ein, aber es gibt sicher so einige, von denen man viel lernen kann.

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> Ich koche eher weniger nach Kochbüchern und habe mir lange keins mehr gekauft, will da jetzt aber ein bisschen was aufholen.

• Wie groß ist deine Küche?
> Momentan wirklich winzig! Sprich: Man kann sich einmal um sich selber drehen und meine Kaffeemaschine nimmt die Hälfte des Raums ein. Aber in drei Wochen ziehe ich um und habe dann zum Glück ein etwas größere Küche, wo vielleicht sogar 3-4 Leute auf einmal reinpassen. Juhu!

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> Ein spannendes Rezept, das in irgendeiner Weise neu für mich ist. Obwohl man meinen könnte, dass alles schon gekocht ist, kommen so viele tolle Foodblogger immer wieder auf so viele tolle, neue, inspirierende Ideen!

• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3

> Foodblogs:
1. penneimtopf.de
2. averiecooks.com
3. smittenkitchen.com

> Kochbuch:
1.
2.
3.

> Musikalbum:
1. The Postal Service – Give Up
2. Jamie Woon - Mirrorwriting
3. Of Monster and Men – My head is an animal

> Kochutensilie:
1. Holzlöffel
2. Parmesanreibe
3. große Pfanne

• Salz oder Pfeffer?
> kann ich unmöglich entscheiden! Beides ein absolutes Muß.

• Bier oder Wein?
> Wein

• Süß oder Herzhaft?
> Herzhaft

• Hauptgang oder Dessert?
> Hauptgang

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> Early Bird

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> Ordnungsfanatiker

• Kaffee oder Tee?
> Kaffee

• Lieblings...:
> ...messer:
> ...gewürz:Salz & Pfeffer, ganz langweilig
> ...koch:
> ...kochzeit/tag: Immer abends
> ...rezept: