Melanie aus Mainz / "helllilablassblau"


Heute: Melanie aus Mainz
Blog: "
helllilablassblau"
http://helllilablassblau.blogspot.de/

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Mein Name ist Melanie, die meisten nennen mich Melli. Ich bin 36 Jahre alt und wohne mit meiner Familie in Mainz. Von Beruf bin ich Fachangestellte für Bürokommunikation. Meine Hobbys sind backen, mein Blog und alles was dazugehört.

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
> Es ist ein Blog, wie die meisten, in dem ich mein Hobby mit Leuten teile, die es
interessiert und von meinen Erfahrungen berichte. Der einzige Unterschied ist wohl, das mein Blog meine Unterschrift trägt, also von mir geschrieben wird und somit auch mich widerspiegelt.

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten? Und warum überhaupt ein
Foodblog?
> Angefangen hat alles mit einem neuen Hobby: Motivtorten gestalten. Oft wurde ich dann nach Rezepten gefragt, wie ich Fondant herstelle oder Fragen wie: “Kannst du mir mal zeigen, wie du die Figur modelliert hast?” Also habe ich immer wieder E-Mails
geschrieben. Da kam mir die Idee, ein öffentliches Rezeptbuch zu führen, eigentlich eher für Familie und Freunde, die dann einfach darauf zugreifen können. Mit Blogs hatte ich bis dahin eher wenig Kontakt, das war alles Neuland für mich. Erst einmal habe ich mich informiert, viel gestöbert und gelesen, mir über Namen, Gestaltung und alles was noch so dazu gehört Gedanken gemacht. Dann habe ich angefangen zu schreiben, zu fotografieren, zu experimentieren und sehr viel Zeit damit verbracht bis mein Blog online gegangen ist. Dabei ist einfach mehr entstanden als nur ein privat-öffentliches Rezeptbuch. Es macht mir Spaß.

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Ich glaube, das war unsere Tochter. Als ich mit ihr schwanger war habe ich angefangen zu backen. Zwar gab es vorher auch schon mal Muffins oder einen Blechkuchen von mir, aber in dieser Zeit habe ich mich dann auch an andere Rezepte gewagt. Das hat nach der Schwangerschaft auch nicht mehr aufgehört. Das Zuckermodellieren kam später auch noch dazu.

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Ich blogge von zu Hause aus, auf der Couch oder am Tisch in der Küche.

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Ich esse keine Innereien und kein Mett. Generell bin ich bei Fleisch sehr wählerisch.
Aubergine, Oliven und Ingwer mag ich auch nicht. Meeresfrüchte müssen auch nicht
sein.

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> Zimt und Vanille

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Italien

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> Mir fällt ständig etwas aus der Hand. Und grundsätzlich habe ich weiße Kleidung an,
wenn ich mit Schokolade hantiere. Ich denke einfach nie daran, mich vorher um- oder
eine Schürze anzuziehen, erst wenn es schon zu spät ist. Und ich lerne auch nicht
daraus, es passiert wirklich immer wieder.

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> Auf meine Küchenmaschine, auf meinen Herd, meine Spülmaschine, meinen
Teigschaber, meine Küchenwaage, Backformen .. eigentlich brauche ich alles.

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Das ist verschieden. Bücher, Zeitschriften, Internet, andere Foodblogs oder einfach
unterwegs.

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> Wie bei Hempels unterm Sofa. Ich räume sehr oft am Tag meine Küche auf.

• Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebüt und wird
wahrscheinlich nie ausgetauscht?
> Mein Teigschaber, den habe ich mir mittlerweile sogar mehrfach.

• Hand auf ’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal
etwas schief?
> Ich fange des Öfteren von vorne an.

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende
das Wichtigste?
> Das kommt ganz darauf an, um was es geht. Beim Kochen steht das Verkosten ganz oben. Beim Backen ist mir der Weg genauso wichtig wie das Ziel.

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und
was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Ich glaube, das größte Problem ist die Zeit. Davon haben wir doch alle irgendwie immer zu wenig. Viele wünschen sich das, was schnell und einfach geht. Gute Gerichte und Lebensmittel brauchen ein bisschen Zeit. Man muss sich damit befassen, lesen was drin steckt und mit frischen Zutaten zu kochen ist meist auch etwas aufwendiger in der Vorbereitung. Bei Fertigprodukten entfällt dieser Schritt, ist also zeitsparend und einfach. Was noch eine Rolle spielen könnte, ist der Preis. Qualitativ hochwertige Lebensmittel kosten in der Regel auch etwas mehr. Obwohl das auch nicht immer zutrifft, zum Beispiel beim Gemüse (regional einkaufen). Aber auch damit muss man sich erst wieder beschäftigen, kostet also auch wieder Zeit. Was könnte man dagegen tun? Sich mehr Zeit nehmen, experimentierfreudig sein, das Kochen vielleicht in die Familienzeit mit einbauen. Wenn alle mithelfen geht es schneller und macht auch mehr Spaß. Und somit vielleicht feststellen, dass es doch gar nicht so stressig und viel ist, wenn man sich erst einmal damit befasst hat und es dazu auch noch viel besser schmeckt.

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> Die persönliche Note macht einen guten Blog für mich aus. Die About-Seite ist das erste was mich an einem Blog interessiert, ich mag es einfach etwas über den Schreiber zu erfahren, auch habe ich gern ein Gesicht zum Blog. Kleine Geschichten aus dem Alltag, das macht ein Blog sympathisch und lesenswert für mich. Allerdings sollten diese nicht das eigentliche Thema in den Hintergrund rücken. Was für mich nicht ins Internet gehört, ist das Leben meiner Kinder. Erzählungen bleiben oberflächlich und auch Bilder nur dann, wenn man sie nicht darauf erkennen
kann.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es
Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Mein Laptop ist immer zu Hause und in der Mittagspause oder abends im Einsatz. Mein Telefon habe ich immer bei mir. Allerdings gibt es wichtige Dinge, bei denen ich
immer offline bin: Beim Spielen mit meinen Kids, beim gemeinsamen Essen und wenn ich schlafe.

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser?
> Wenn ich sagen würde, dass es unwichtig für mich ist, würde ich lügen. Natürlich freue ich mich über viele Leser und liebes Feedback.

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Ich blogge in erster Linie für mich. Aber natürlich auch für meine Leser. Würde ich nur für mich Rezepte notieren wollen, müsste das nicht öffentlich sein.

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten?
> Alle meine “Kollegen” schätze ich sehr. Ich weiß wieviel Arbeit hinter den Texten und
Bildern steckt. Natürlich gibt es viele, die ich ganz besonders mag und denen ich folge. Aber da möchte ich keinen besonders hervorheben oder vielleicht sogar vergessen aufzuzählen.

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Es gibt fast von jeder Musikrichtung etwas was mir gefällt.

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
> Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Am liebsten koche ich mit meinem Mann, oder noch besser, lasse mich von ihm bekochen.

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> Als Kochbuch dient für mich das Internet. Wenn auch Backbücher zählen, da gibt es zu viele, das würde hier den Rahmen sprengen. Welches mir aber ganz besonders am Herzen liegt, ist das Rezeptbuch meiner Oma.

• Wie groß ist deine Küche?
> Groß genug, um darin auch essen zu können. Aber trotzdem zu klein, um alles
unterzubringen.

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> Das habe ich oben schon mal erwähnt: eine persönliche Note. Und tolle Bilder.

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest, was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
> An meinem Leben ändern würde ich nichts. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die
darüber nachdenken, was wäre wenn. Ich nehme es so wie es ist, mit den Höhen und
auch Tiefen und bin dankbar und wirklich glücklich mit dem was ich habe. Müsste ich
mich aber entscheiden, hätte ich gerne früher schon mit meinem Hobby angefangen.
Was das Bloggen angeht, da habe ich ständig Änderungswünsche. Man lernt ja dazu,
entwickelt sich weiter und möchte das dann natürlich auch anpassen. Aber auch da
würde ich in der Vergangenheit nichts ändern.


• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3

> Foodblogs:
1.,2.,3. - ich kann mich nicht entscheiden

> Backbuch:
1. Schokomagie von Julie Andrieu
2.Backen mit Love von Andrea Stolzenberger
3.Torten von Linda Lomelino

> Musikalbum:
Ich nehme ein Radio mit

> Kochutensilie:
1.Teigschaber
2. Schneebesen
3.Messer


• Salz oder Pfeffer?
> Salz

• Bier oder Wein?
> Wein

• Süß oder Herzhaft?
> Süß

• Hauptgang oder Dessert?
> beides, zu einem tollen Dessert gehört für mich vorher der Hauptgang

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> Early Bird

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> chaotischer Ordnungsfanatiker

• Kaffee oder Tee?
> beides


• Lieblings...:
> ...messer: Ich habe kein Lieblingsmesser
> ...gewürz: Zimt
> ...koch: mein Mann
> ...backzeit/tag: morgens, mittags, abends, dann wenn es gerade passt
> ...rezept: Vanillekipferl


Fotos © Melanie http://helllilablassblau.blogspot.de/