Björn aus München / "happy plate"


Heute: Björn aus München
Blog: "
happy plate"
http://www.happyplate.de/

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Hi, mein Name ist Björn, knapp über 30 und ich komme aus München. Beruflich bewege ich mich auch gerne in der Welt der Lebensmittel, was nach meiner Lehre als Koch und dem Studium der Ökotrophologie ja auch logisch ist. Wenn ich in meiner Freizeit nicht blogge, mache ich viel Sport, treffe mich mit Freunden oder entspanne bei einem guten Buch

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
> Eigentlich ja ein Food Blog wie jeder andere, nur das ich mich thematisch der Veredlung von Fast Food gewidmet habe. Sprich ich interpretiere Fast Food – Gerichte neu und verleihe Ihnen meinen eigenen Touch

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten? Und warum überhaupt ein Foodblog?
> Eigentlich wollte ich schon immer mal ein Kochbuch schreiben. Irgendwie kam das aber nie zu Stande. Durch ein Praktikum im Social – Media – Bereich kam entstand mein Interesse für Blogs und finde den Weg so meine Ideen mit der Welt zu teilen echt toll-

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Ich war in meiner Jugend und Kindheit ein grauenhafter Koch. Als ich mich nach verpatzten Abi in eine Lehre retten musste, kam ich irgendwie auf die Idee Koch werden zu wollen. Seitdem bin ich mit voller Leidenschaft dabei.

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Entweder aus der Küche, oder ganz klassisch aus meinem Arbeitszimmer.

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Tunfisch und Corned Beef aus der Dose, aber so wirklich sind das keine Lebensmittel für mich.

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> Ganz klar: Knoblauch

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Andersrum: Welches Land wäre das nicht?

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> Eher beim Kochen mit anderen: Ich will immer meine Rezepte durchsetzen.

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> Eigene Messer – v.a. nicht auf mein Santoku.

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Mein Kopf und der funktioniert für kulinarisch am besten unter Dusche.

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> Meist gar nicht so schlimm. In meiner Lehre wurde mir eingetrichtert, dass man nur an einem ordentlichen Arbeitsplatz arbeiten kann.

• Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebüt und wird wahrscheinlich nie ausgetauscht?
> Das gibt’s nicht. Alle Sachen in meiner Küche sind Nutzgegenstände und die verschleißen nun mal

• Hand auf ’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Wer meinen Blog und meine Fotos kennt, weiß, dass der Weg zur Perfektion noch lang ist, aber meine Gerichte sehen normal immer so angerichtet aus.

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?
> Um eine Idee umzusetzen ist wohl der Weg das Ziel, aber damit es am Schluss auch im Blog stehen darf, muss es natürlich am Ende auch schmecken.

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Finde ich eigentlich. In Deutschland gibt es zwar eine starke Bewegung, die so wenig wie möglich für Lebensmittel ausgeben möchte, worunter auch stark die Qualität leidet, dennoch bin ich der Meinung, dass es immer mehr Menschen gibt, die auch gerne mal ein paar mehr Euro auf den Tisch legen um höherwertig zu essen. Wir sind noch nicht so weit, wie alle unsere Nachbarn, die trotz geringerer Löhne mehr für Essen ausgeben als wir, aber die Berichterstattung über hochwertigere Produkte nimmt immer zu und ich denke wir sind eben auch durch Blogger auf einem guten Weg.

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> Alles was darüber hinaus geht, was ich mache ist too much.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Wenn ich Sport treibe oder was mit meiner Freundin mache, versuche ich es mehr oder weniger komplett zu vermeiden, was auch nicht immer klappt. Bei meinen Freunden kann es dann schon mal was öfter werden, dass ich gucken „muss“. Aber eigentlich sollte das ganze Bloggen nur eine Beschäftigung zwischen Arbeitszimmer und Küche sein.

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser?
> Eigentlich sollte sie es gar nicht mehr sein, weil ich schon viel mehr Menschen täglich erreiche als ich eigentlich gedacht hätte, aber es ist ein Teufelskreis. Kaum hat man so und so viele Leser will man irgendwie immer mehr. Wobei mein Fokus eher auf der Qualität meines Blogs liegt als der Anzahl der Leser.

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Für mich um den Umgang wordpress zu erlernen und für alle anderen um sie zum Kochen zu motivieren.

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten?
> Ich glaube da gibt es zu viele um die jetzt hier aufzuzählen. Generell habe ich schon viele tolle Menschen über das Bloggen kennengelernt

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Ich kann auch komplett ohne Musik, aber mal was Rock in der Küche empfinde ich schon als sehr angenehm.

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
> Ich glaube jeder Kochbegeisterte Mensch hat sich schon mal von Jamie Oliver inspirieren lassen. Mit ihm kann man sicher auch mal ein etwas schnelleres Menü super gestalten und danach ein paar Bierchen trinken.

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> Meinen Modernist Cuisine at home

• Wie groß ist deine Küche?
> Jetzt habe ich ja endlich eine neue und das erste Mal wirklich viel Platz. Geschätzt sind es über 10 qm

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> Mich interesst immer am meisten wie der andere auf das Rezept gekommen ist. Man sieht irgendwo ein Rezept und fragt sich als erstes „Man, wie ist er/sie denn darauf gekommen?“

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest, was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
> Daraus könnte man ja fast herleiten, dass ich unzufrieden sei. Ich bin froh über die Learnings die ich aus jeder Entscheidung treffen konnte, auch wenn ich glaube lange wird es mein aktuelles Blogdesign nicht mehr geben.


• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3

> Foodblogs:
1. Dinner um Acht
2. Amor und Kartoffelsack
3. Pötzblog

> Kochbuch:
1. Modernist Cuisine at home
2. Der junge Koch
3. The world best Streetfood

> Musikalbum:
1. Blink 182 – Enema of the state
2. Limp Bizkit - Greatest Hitz
3. Absolute Beginner - Bambule

> Kochutensilie:
1. Mein Dick Santoku aus der 1905er Serie
2. Mein Jupiter MyCook
3. Mein Allpax SV2 - sous vide - Einhängethermostat


• Salz oder Pfeffer?
> Pfeffer

• Bier oder Wein?
> Bier

• Süß oder Herzhaft?
> Herzhaft

• Hauptgang oder Dessert?
> Hauptgang

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> Beides

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> die Mitte

• Kaffee oder Tee?
> Kaffee


• Lieblings...:
> ...messer: Dick Santoku aus der 1905er Serie
> ...gewürz: Curry (auch wenn’s eine Gewürzmischung ist)
> ...koch: Jamie Oliver
> ...kochzeit/tag: immer
> ...rezept: Tagesformabhängig


Fotos © Björn http://www.happyplate.de/