Isabella und Christoph aus Heilbronn / "Carpe Culina"


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Heute: Isabella und Christoph aus Heilbronn
Blog: "Carpe Culina"
http://carpe-culina.blogspot.de/

• Stell’ euch doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Ich heiße eigentlich Christoph und komme aus der schönen Weinregion Heilbronn, wahrscheinlich kommt daher meine Liebe zu Wein in jedem nur möglichen Essen. Ich bin 28 Jahre alt und mache gerne folgendes: Segeln, Skifahren, Lesen, Kochen, Reisen. Besonders die letzten beiden liebe ich zu verbinden – eigentlich reise ich ja nur um das Essen in anderen Ländern zu probieren – vorzugsweise mit „Einheimischen“ und/oder Freunden… für mich gibt es nichts Schöneres.
> Die zweite in der Runde bin wohl ich: Im echten Leben heiße ich Isabella, Jahrgang 88, Winterkind und Berliner Großstadtpflanze. Ich lebe zur Zeit mit Christoph in Stuttgart und liebe es wie er, zu reisen und fremdes Essen auszuprobieren. Ein weiteres Faible von mir ist Mode und Web 2.0.

• Was unterscheidet deinen Blog von den Anderen?
> Wir haben uns nicht bewusst für eine Nische o.ä. entschieden – wir nutzen den Blog hauptsächlich um neu entdeckte Gerichte, unsere Lieblingsgerichte oder auch mal neu entdeckte Restaurants/ Kitchen Ware festzuhalten und mit anderen zu teilen. Was uns doch aufgefallen ist, wir essen (oder zumindest versuchen) alles. Und berichten auch gerne darüber – also von veganen Ersatzprodukten bis hin zu Innereien.

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten? Und warum überhaupt ein Foodblog?
> Gestartet haben wir unseren Blog einfach mit dem Hintergrund, das wir unglaublich gerne über Essen reden – und was liegt da näher als ein Foodblog? Schon zuvor haben wir gerne unser Essen fotografiert, diese Bilder stellen wir nun öffentlich zur Schau und so haben wir schon unglaublich viele Tipps und Rezepte im Austausch mit unseren Lesern erhalten.

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Christoph: Bei mir war es meine Mutter, die mich schon früh an Kochen herangeführt hat und dank der ich auch begriffen habe, dass man ein Rezept nicht zu 100% folgen muss und dass einfache Gerichte ebenso gut schmecken können wie komplizierte.
> Isabella: Ich war schon immer eine besonders gute Esserin. Da in meiner Familie jedoch das Kochzepter von Großmutter und Vater hochgehalten wurde, habe ich mich dort eher im Hintergrund gehalten. Seit den nun mehr 5 Jahren, mit denen ich mit Christoph zusammen bin, stehe ich öfter am Kochtopf. Jedoch halte ich mich bis heute als Schnippelassistentin, Tischdeckerin und Rezeptvorschlägerin eher im Hintergrund

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Hauptsächlich vom heimischen Sofa, direkt nachdem das Essen genossen wurde.

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?
> Christoph: Das einzige, welches ich kenne, ist Sojamilch – ich weiss nicht warum aber nach 2-3 Schlücken wird mir schlecht davon.
> Isabella: Probieren tue ich wirklich alles. Jedoch bin ich kein großer Fan von Braten oder Kassler.

• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> Christoph: Am ehesten noch Wein… ein Schuss davon passt (fast) überall rein.
> Isabella: Meine All-time-Favourites sind Aubergine, Champignons und Ziegenkäse. Besonders im Sommer packt mich dann die Beeren-Tollwut. Diese kann ich immer und zu allem essen! Egal ob Erdbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren … hach

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Jedes Land ! In letzter Zeit haben es uns jedoch Brasilien, Frankreich und Polen angetan.

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> Neee, natürlich haben wir keine Macken… zumindest keine die uns aufgefallen sind.

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> Auf unsere Küchenmaschine – was die uns schon so an Zeit gespart hat…

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Eigentlich überall… Hauptsächlich andere Blogs – aber auch Dokus, Zeitschriften oder einfach die Speisekarten in Restaurants.

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> Als ob eine Bombe eingeschlagen hätte. Kommt natürlich auf die Gerichte an und wir versuchen schon möglichst parallel zum Kochen wieder zu spülen. Aber irgendwie scheint das nichts zu bringen.

• Welches Hilfsmittel aus deiner Küche begleitet dich seit deinem Blogdebüt und wird wahrscheinlich nie ausgetauscht?
> Unsere bereits gelobte Küchenmaschine.

• Hand auf ’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Da wir gerne auch das „raue“ in Fotos mögen, stilisieren wir unsere Ergebnisse oft gar nicht so hoch – bei uns sieht es wirklich so aus wie auf den Fotos. Immerhin wollen wir das Essen ja noch warm essen. Viel mehr Zeit nehmen wir uns dafür für die Fotos der Zutaten.

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?
> Christoph: Beides – besonders wenn ich von Arbeit komme, finde ich die halbe Stunde/Stunde die ich in der Küche koche sehr entspannend und ist praktisch mein „runterkommen“ von der Arbeit. Aber im Fokus steht dann doch irgendwann das Verkosten.

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Isabella: Ich sehe zur Zeit zwei Haupttrends: Einerseits eine Gruppe von Menschen, die immer weniger darauf achten was und in welcher Qualität sie zu sich nehmen, meist aus finanziellen oder zeitlichen Gründen. Andererseits Menschen, die sich sehr über ihren Konsumstil identifizieren und sehr darauf achten von wo etwas kommt und was in ihren Bäuchen landet. Wir geben auch im Ländervergleich einiges weniger für Lebensmittel aus und sind daran gewohnt, dass viele Dinge einfach günstig sind. Vielleicht verlieren diese Lebensmittel deshalb auch an Wert. Außerdem sehe ich immer öfters, dass die althergebrachten Restegerichte eher verschmäht werden und viel zu viel eingekauft wird und das meiste wieder im Müll landet. Was uns hier sehr hilft ist wirklich nur einmal die Woche einkaufen zu gehen und die Woche explizit zu planen. Wann gibt es was zu essen, was kann man aus den Resten weiter machen? Dies ist mittlerweile sogar schon eine nette Routine am Sonntagabend, die gespeicherten Blogrezepte und Zeitschriften durchzuwühlen und saisonale Gerichte rauszusuchen für die man am Montag dann einkaufen geht.

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> Für uns ist der Fokus eindeutig auf dem Essen und nicht auf uns als Personen, deshalb schreiben und kommentieren wir auch über Pseudonyme. Also alles was rund ums Essen passt wird gebloggt. Themen die nichts direkt mit Essen zu tun haben gehören einfach nicht dazu.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Naja… irgendwann muss man ja auch schlafen

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser?
> Uns ist der Austausch mit unseren Lesern und die Qualität der Kommentare wichtiger als die Quantität. Was bringt einem die Zahl am Blogrand, wenn keine Kommentare übrig bleiben? Wir freuen uns über jedes Lob und ganz besonders, wenn jemand von uns inspiriert worden ist und das Gericht nachkochen möchte.

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Auch hier wieder… beides. Wie oben schon erwähnt freuen wir uns über regelmäßige Tipps und Rezepte unserer Leser und können dank unserem Blog auch mal einfach den Link zu unseren Rezepten weitergeben, wenn uns Freunde und Kollegen nach Rezepten fragen.

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten?
> Isabella: Ich denke es wäre unfair nun nur ein paar zu nennen. Es gibt sooo viele tolle Blogger, die ich wegen den verschiedensten Dingen schätze. Einige wegen ihrer Experimentierfreude, andere wegen der grandiosen Fotos und Hintergrundgeschichten. Wiederrum weitere kommentieren fleißig bei uns und geben wunderbare Anregungen. Ich denke die Foodblog-Community an sich ist eine tolle Begebenheit.

• Ohne welche Musik kannst du nicht leben/kochen?
> Zum Kochen hören wir keine Musik – lieber unterhalten wir uns mit unseren Gästen oder miteinander. Ansonsten sind auch in unserem Musikgeschmack sehr flexibel.

• Mit welchem Koch würdest du gerne mal ein Menü herrichten?
> Fällt mir spontan kein spezieller ein… lieber würden wir mit dem Koch um die Welt reisen und vor Ort die Speisen probieren.

• Welches Kochbuch würdest du nie aus der Hand geben?
> Christoph: Dr. Oetker – Schulkochbuch. Das Original. Hat mir zu Beginn meines Studiums meine Mutter geschenkt – also jetzt schon 8 Jahre in meinem Besitz. Und wird wöchentlich benutzt.
> Isabella: Ich bin kein großer Kochbuchfan. Stehe eher ausgesuchte EatSmarter oder BEEF! Hefte.

• Wie groß ist deine Küche?
> Viel zu klein – vielleicht so 10m².

• Was macht eine Foodbloggeschichte für dich lesenswert?
> Entweder alltagstaugliche Rezepte oder Rezepte die man noch nicht kennt, die aber zum Nachahmen anregen. Wichtig sind natürlich auch gute Bilder, das Auge isst ja mit.

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest, was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
> Wir hätten mit unserem Foodblog vieeeeeel früher anfangen sollen!!


• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3

> Foodblogs:
1. CarosKüche, die uns von Anfang an begleitet
2. zu viele!
3. wirklich einfach zu viele!

> Kochbuch:
1. Dr. Oetker - Schulkochbuch
2. Luise Haarer – Kochen und Backen nach Grundrezepten
3. Jennifer McLagan – Odd Bits – How to cook the rest ot the animal

> Musikalbum:
1. Wechseln fast täglich!
2.
3.

> Kochutensilie:
1. Die Küchenmaschine!
2. Knoblauchpresse
3. Großer Schmortopf


• Salz oder Pfeffer?
> Salz

• Bier oder Wein?
> Christoph: Wein
Isabella: Bier

• Süß oder Herzhaft?
> Herzhaft

• Hauptgang oder Dessert?
> Definitiv Hauptgang

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> Night Owl

• Ordnungsfanatiker oder Dreckspatz?
> Kommt drauf an. Jedoch eher in Richtung übersichtliche Ordnung im Chaos.

• Kaffee oder Tee?
> KAFFEE


• Lieblings...:
> ...messer: von WMF
> ...gewürz: kann mich nicht entscheiden…
> ...koch: Unsere (Groß-)Eltern
> ...kochzeit/tag: Täglich und Abends
> ...rezept: Isabella: Rote Bete Suppe, Coq au vin,
Christoph: die Weihnachtsfischsuppe meiner Mutter


Fotos © Isabella und Christoph http://carpe-culina.blogspot.de/